„Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf“: Promis rufen zur Blutspende auf

„Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf“: Promis rufen zur Blutspende auf

Täglich werden in Deutschland rund 15.000 Blutspenden benötigt. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Spenderinnen und Spender. Zum Weltblutspendetag am 14. Juni starten die DRK-Blutspendedienste deshalb erneut ihre bundesweite Kampagne „Missingtype – Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf“. Unterstützt wird die Aktion von vier prominenten Botschaftern, die ihre Reichweite für das Thema nutzen.

Das Prinzip der Kampagne ist einfach, aber wirkungsvoll: Die Buchstaben A, B und O verschwinden aus Logos, Posts und Schriftzügen. Sie stehen stellvertretend für die Blutgruppen. Zurück bleiben sichtbare Lücken. Sie sollen zeigen, was fehlt, wenn zu wenige Menschen Blut spenden.

Prominente machen auf den Mangel aufmerksam

Jana Wosnitza, Thore Schölermann, Loris Karius und Stefano Zarrella unterstützen die Kampagne als Blutspendebotschafter. „Als ich erfahren habe, dass nur drei von hundert Menschen überhaupt Blut spenden, war ich überrascht, wie wenige es sind – obwohl es echt easy und schnell geht und Leben retten kann“, wird TV-Moderatorin Jana Wosnitza (32) in der Kampagne der DRK-Blutspendedienste zitiert.

Auch Thore Schölermann (41) betont, wie groß die Wirkung einer einzelnen Spende sein kann: „Eine einzige Blutspende kann bis zu drei Menschen retten. Alles, was man braucht, ist etwa eine Stunde Zeit.“ Fußball-Profi Loris Karius (32) verbindet das Thema mit Werten aus dem Sport: „Zusammenhalt, Teamgeist und Hilfsbereitschaft sind für mich zentrale Werte. Jeder von uns kann von heute auf morgen auf Blutspenden angewiesen sein.“ Influencer Stefano Zarrella (35) verweist auf den täglichen Bedarf: „15.000 Blutspenden werden täglich in Deutschland benötigt – das zeigt, wie groß der Bedarf ist.“

Jüngere Spenderinnen und Spender gesucht

Im Kern geht es der Kampagne nicht nur um kurzfristige Aufmerksamkeit. Die DRK-Blutspendedienste wollen vor allem jüngere Menschen erreichen und sie dazu bewegen, regelmäßig Blut zu spenden. Denn während der medizinische Bedarf hoch bleibt, wird die Spenderbasis kleiner.

Hinzu kommen saisonale Engpässe: Besonders rund um Feiertage und in den Sommermonaten, wenn viele Menschen verreisen, gehen die Blutvorräte laut den DRK-Blutspendediensten regelmäßig zurück. Da manche Blutpräparate nur kurz haltbar sind, ist eine kontinuierliche Versorgung besonders wichtig.

Die DRK-Blutspendedienste decken nach eigenen Angaben rund 75 Prozent des bundesweiten Bedarfs an Blutpräparaten. Engpässe können für Patientinnen und Patienten, die auf Transfusionen angewiesen sind, lebensbedrohliche Folgen haben.

Blutspende-Orte und -Termine in ganz Deutschland sind unter www.drk-blutspende.de/blutspendetermine abrufbar.

(obr/spot)

Bild: Loris Karius, Stefano Zarrella, Jana Wosnitza und Thore Schölermann (v.l.n.r.) werden zu Blutspendebotschaftern. / Quelle: DRK-Blutspendedienste / Matthias Fend

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