Endlich reine Haut am Rücken: Das hilft gegen Bacne

Endlich reine Haut am Rücken: Das hilft gegen Bacne

An warmen Tagen haben rückenfreie Tops oder Kleider wieder Hochsaison, ebenso wie Bikinis. Nicht für alle Frauen ist das Grund zur Freude. Manche fühlen sich wegen Pickeln unsicher, ihren Rücken zu zeigen. Auslöser für die sogenannte „Bacne“ (Back Acne, also Rücken-Akne) gibt es viele. Die gute Nachricht: Mit einigen bewährten Mitteln lassen sich die Unreinheiten bekämpfen.

Woher kommt die Bacne?

Die Pickel lassen sich wie bei Gesichtsakne nicht auf eine bestimmte Ursache zurückführen. Sowohl Hormonschwankungen als auch zu enge und nicht atmungsaktive Kleidung, Reibung, mangelnde Hygiene, eine ungesunde Ernährung oder Stress können Bacne begünstigen. Auch Pflegeprodukte können die Haut reizen. Generell gilt: Die Pickel entstehen, wenn tote Hautzellen, überschüssiges Talg oder Bakterien die Poren verstopfen. Um den genauen Auslöser zu finden, ist ein Besuch beim Dermatologen nötig.

Diese Wirkstoffe helfen im Kampf gegen die Pickel

Um Bacne zu behandeln, kommt es auf die richtigen Wirkstoffe und eine konsequente, aber hautschonende Routine an. Wichtig ist dabei, die Poren frei zu halten und Entzündungen zu reduzieren, ohne die Haut zusätzlich zu reizen.

Salicylsäure kann schon einiges bewirken: Sie dringt tief in die Poren ein, löst abgestorbene Hautzellen und hilft so, Verstopfungen zu verhindern. Für den Rücken ist die auch als BHA bezeichnete Säure besonders praktisch in Form von Duschgels oder Sprays, da sie großflächig angewendet werden kann.

Auch Glykolsäure hilft, abgestorbene Zellen abzutragen und die Zellerneuerung anzuregen. Sie kann nicht nur Ausbrüchen vorbeugen, sondern auch Pickelmale abmildern. Je nach Produkt wird sie entweder mit einem Wattepad aufgetragen oder als Spray für schwer erreichbare Stellen verwendet.

Ein weiterer wichtiger Wirkstoff ist Benzylperoxid. Er wirkt antibakteriell und reduziert die Bakterien, die für schmerzhafte Entzündungen verantwortlich sind. Häufig kommt er als Waschgel oder Leave-on-Gel zum Einsatz. Allerdings sollte das Produkt langsam in die Pflegeroutine integriert werden, da es die Haut austrocknen kann. Aber Vorsicht: Benzylperoxid bleicht und kann unschöne Flecken auf der Kleidung hinterlassen. Deshalb ist es ratsam, es vor dem Schlafengehen aufzutragen.

Teebaumöl wird häufig ergänzend bei der Bekämpfung von Bacne eingesetzt. Es wirkt antibakteriell und kann Entzündungen auf der Haut reduzieren. Das Öl sollte jedoch nicht in seiner Reinform angewendet werden, da es sonst die Haut reizen kann. Es wird empfohlen, es stark verdünnt oder ein fertiges Pflegeprodukt anzuwenden.

Gewohnheiten ändern

Neben den richtigen Inhaltsstoffen ist auch die tägliche Pflege entscheidend. Wer nach dem Sport oder an einem heißen Tag geschwitzt hat, sollte möglichst schnell die Kleidung ablegen und unter die Dusche gehen. Wird der Rücken nicht gereinigt, bleiben Schweiß, Talg und Bakterien zurück – und Pickel entstehen.

Beim Reinigen gilt, sanft statt aggressiv vorzugehen. Zu starkes Schrubben kann die Hautbarriere schwächen und die Beschwerden sogar verschlimmern. Wichtig ist auch die Reihenfolge unter der Dusche: Der Körper sollte nach dem Haarewaschen gereinigt werden. So werden Rückstände von Shampoo und Conditioner vom Rücken gespült, die sonst die Poren verstopfen oder die Haut reizen können.

Auch Alltagsgewohnheiten machen einen Unterschied: Mit lockerer, atmungsaktive Kleidung lässt sich Reibung und Wärmestau reduzieren. Die Bettwäsche sollte idealerweise einmal pro Woche gewechselt werden, Handtücher nach jedem oder jedem zweiten Duschgang.

(paf/spot)

Bild: Salicyl- oder Glykolsäure kann mithilfe eines Wattepads auf dem Rücken verteilt werden. / Quelle: Voyagerix / iStock via Getty Images

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