Schauspielerin Marion Kracht (63) hat sich mit einer persönlichen Botschaft von der Filmproduzentin Regina Ziegler (1944-2026) verabschiedet. „Wir verlieren eine der ganz Großen“, schrieb sie unter einen Instagram-Beitrag der Produktionsfirma Ziegler Film. Es sei ihr immer eine Freude gewesen, Ziegler zu treffen und mit ihr zu arbeiten. „Sie war eine Vorreiterin in vielerlei Hinsicht.“
Ziegler war in der Nacht zum Sonntag im Alter von 82 Jahren in einem Berliner Krankenhaus gestorben. Ihre Tochter Tanja Ziegler hatte den Tod gegenüber der „Bild“ bestätigt. Unter dem Trauerbeitrag von Ziegler Film sammelten sich schnell viele mitfühlende Kommentare.
„Ein großer Verlust“
Einige davon stammen aus der Schauspielbranche. Gesine Cukrowski sprach von einem „großen Verlust“, Jessica Schwarz und Patrick Dollmann kondolierten ebenfalls. Nicole Belstler-Boettcher reagierte erschrocken: „Was. Oh nein, wie traurig.“ Lenn Kudrjawizki schickte der Familie viel Liebe und bedankte sich direkt bei der Verstorbenen für ihr Schaffen.
Besonders persönlich fielen die Zeilen von Diana Amft aus. Unter einem Beitrag des FFF Bayern bedankte sie sich bei Ziegler dafür, dass sie ihr Leben bereichert habe. Sie nannte sie eine tolle Freundin, Kollegin, Mutter und Oma und stellte sich vor, wie Ziegler oben schon die Sitzordnung für ein Wiedersehen festlege.
Am Ende ihres Kommentars schrieb Amft: „Hoffe, du und Wolf habt ne Party da oben“. Gemeint ist Regisseur Wolf Gremm, die große Liebe der Produzentin. Er starb 2015 nach langer Ehe an Krebs und hatte schon ihren ersten Spielfilm „Ich dachte, ich wäre tot“ inszeniert.
„Sie wird uns so sehr fehlen“
Anerkennung kommt auch von der Interessenvertretung der Branche. Michelle Müntefering, seit 2025 Geschäftsführerin der Produktionsallianz, schrieb auf Instagram, sie könne sich den deutschen Film ohne Ziegler nicht vorstellen und den Verband ebenso wenig. „Regina Ziegler wird uns so sehr fehlen.“
Von der ersten Begegnung ist Müntefering ein Satz besonders im Gedächtnis geblieben. Als die beiden über die rasante technische Entwicklung im Film sprachen, habe Ziegler gesagt: „Wenn morgen ein UFO landet, ich steige ein.“
Der Spruch passt zu einer Frau, die vom Ruhestand nichts wissen wollte. Noch am 6. Oktober zeigte sie sich bei der Berliner Premiere ihres Films „Heimsuchung“. 1973 hatte Ziegler ihre eigene Produktionsfirma gegründet. Mehr als 500 Film- und Fernsehproduktionen gehen auf sie zurück, darunter „Weissensee“ und „Familie Bundschuh“. Das Museum of Modern Art in New York widmete ihr eine Retrospektive.
(jom/spot)
Bild: Regina Ziegler ist mit 82 Jahren gestorben. / Quelle: ddp/Cornelius





