Es bleibt keine Zeit zu verlieren: Jörg Dahlmann (67) muss sich am kommenden Donnerstag einer dringenden Operation unterziehen. Bei dem früheren Fußball-Kommentator und Dschungelcamp-Teilnehmer wurde Leberkrebs festgestellt, wie er vergangene Woche öffentlich gemacht hatte – es ist die bereits vierte Krebserkrankung in seinem Leben. „Die OP eilt, denn die Krebszellen vermehren sich schnell in dem kranken Organ“, konkretisierte Dahlmann jetzt gegenüber der „Bild“.
Behandelt wird er an der Universitätsklinik Mainz. In die Hände seines Operateurs setzt er großes Vertrauen, wie er der Zeitung schildert: „Natürlich habe ich Angst, aber ich bin auch zuversichtlich.“ Dass sowohl er als auch sein Arzt Fans vom FC Schalke seien, sei ebenfalls förderlich.
Partnerin weicht nicht von seiner Seite
Der Plan der Mediziner: Sie wollen den befallenen rechten Leberlappen entfernen. Danach besteht die Hoffnung, dass der linke Leberlappen nachwächst und die Aufgaben des fehlenden Teils übernimmt. Anschließend muss Dahlmann noch einige Tage auf der Intensivstation verbringen.
Allein ist er in dieser Zeit zum Glück nicht. Seine Lebensgefährtin Claudia Pöhlmann (51) begleitet ihn ins Krankenhaus. „Dafür bin ich ihr dankbar. Wenn ich aus der Narkose aufwache, wird sie an meinem Bett sein. Das ist doch ein Liebesbeweis“, freut sich Dahlmann. Die beiden sind seit drei Jahren ein Paar und leben mal auf Mallorca, mal in Wiesbaden.
„Eine Scheißdiagnose“
Jörd Dahlmann muss zum vierten Mal gegen den Krebs kämpfen. 2005 erhielt er die Diagnose Darmkrebs, später folgten Hautkrebs und 2016 Prostatakrebs – jedes Mal verbunden mit einer Operation. Hinter den wiederkehrenden Erkrankungen steckt eine genetische Ursache: das sogenannte Lynch-Syndrom, eine erbliche Veranlagung, die das Krebsrisiko massiv erhöht. Aus seiner Erfahrung macht Dahlmann einen Appell: „Zum Glück wurde der Krebs bei mir immer frühzeitig entdeckt und ich habe überlebt. Deshalb kann ich nur allen raten: Geht regelmäßig zur Vorsorge!“
Wie sehr ihn seine erneute Erkrankung trotz aller Zuversicht beschäftigt, macht der 67-Jährige im „Mallorca Magazin“ deutlich: „Im Moment geht es mir natürlich so lala. Es ist eine Scheißdiagnose, da muss man nichts beschönigen. Das beschäftigt einen von morgens bis abends.“ Er sei ein optimistischer Mensch, aber „irgendwann geht es vielleicht nicht mehr gut. Es ist meine vierte Krebsdiagnose. Irgendwann ist auch mal Feierabend. Aber ich hoffe sehr, dass das diesmal noch reparabel ist.“
(eyn/spot)
Bild: Jörg Dahlmann hat das sogenannte Lynch-Syndrom, das das Krebsrisiko massiv erhöht. / Quelle: imago/BOBO




