Donald Trump wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung verurteilt

Donald Trump wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung verurteilt

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump (76) wurde in einem Zivilprozess am Dienstag (9. Mai) in New York wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung verurteilt. Der US-Autorin und Journalistin E. Jean Carroll (79) wurden insgesamt rund fünf Millionen US-Dollar zugesprochen. Das berichtet unter anderem CNN. Ihre Vergewaltigungsvorwürfe gegen Trump sah das Gericht als nicht erwiesen an.

Der frühere Präsident nannte das Urteil der Jury laut CNN in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social eine „totale Schande“ und sagte, es sei eine „Fortsetzung der größten Hexenjagd aller Zeiten“. Er behauptet weiterhin, dass er nicht wisse, wer E. Jean Carroll sei.

Vorfall in einem Nobelkaufhaus

Journalistin E. Jean Carroll hatte übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge Ende April vor einem Bundesgericht in New York ihren Vergewaltigungsvorwurf gegenüber dem ehemaligen US-Präsidenten bekräftigt. In ihrer Zeugenaussage in dem Zivilprozess sagte Carroll: „Donald Trump hat mich vergewaltigt. Deswegen bin ich hier.“ Dabei geht es um einen angeblichen Vorfall in den 90er-Jahren in einem Nobelkaufhaus.

Auf die Frage des Gerichts, warum sie erst mehr als 20 Jahre nach der vermeintlichen Tat damit an die Öffentlichkeit ging, antwortete Carroll: „Ich hatte Angst vor Donald Trump. Ich habe mich geschämt. Ich dachte, es wäre meine Schuld.“ Nun sei sie vor Gericht, um ihr Leben zurückzubekommen.

Die Vorwürfe stehen bereits seit 2019 im Raum. Trump wies die Anschuldigungen immer wieder mit großer Vehemenz zurück. Carroll sei eine Lügnerin. Unter anderem sagte er, dass die „Elle“-Kolumnistin und ehemalige TV-Moderatorin nicht sein Typ sei und dass es außerdem absurd sei, dass er eine fast 60-jährige Frau vergewaltigen wolle. Strafrechtlich ist die Tat in den USA bereits verjährt, deswegen wurde der Fall nur vor einem Zivilgericht verhandelt. Trump war nicht persönlich vor Gericht erschienen.

(jom/spot)

Bild: Donald Trump nennt das Urteil eine „Schande“. / Quelle: Frederic Legrand – COMEO/Shutterstock.com

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