David Zimmerschied: „Alexander Held war ein feiner Mensch“

David Zimmerschied: „Alexander Held war ein feiner Mensch“

Der neue „München Mord“-Krimi „Die Stadt, die es nicht gibt“ wird am Samstag (22.8.) um 20:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Es ist der vorletzte Film der erfolgreichen TV-Reihe mit Schauspieler Alexander Held (1958-2026) als Kommissar Ludwig Schaller. Der Münchner starb am 12. Mai 2026 im Alter von 67 Jahren in seiner Wahlheimat Tirol.

„Alexander konnte großartig improvisieren“

Für Schauspieler David Zimmerschied (42), der in dem Krimi eine Episodenrolle übernommen hat, ist der Film etwas Besonderes. An die Dreharbeiten erinnert er sich im Interview mit spot on news mit großer Wärme. „Die Stimmung war damals prächtig. Das Team ist über die Jahre eingespielt, die KollegInnen ganz wunderbar.“ Über Alexander Held sagt er: „Ich mochte Alexander wirklich sehr. Er war ein feiner Mensch und ein toller Kollege.“ Die beiden drehten schon ein paarmal zusammen. „In ‚Tannbach‘ hat er damals meinen Vater gespielt, bei ‚Maria Mafiosi‘ meinen Chef. Er wird uns allen fehlen.“

Ein Drehtag am „München Mord“-Set hat sich Zimmerschied besonders ins Gedächtnis gebrannt. „Der Tag, an dem wir den Showdown des Films gedreht haben, wird mir als der Top 3 der lustigsten Drehtage meines Lebens in Erinnerung bleiben.“ Was genau passiert, möchte er nicht verraten. Nur so viel: „Am Ende der Szene ist ganz spontan etwas entstanden, das so unglaublich lustig ist, dass ich es nie wieder vergessen werde.“ Nichts davon sei geplant gewesen. „Es ist einfach in diesem Moment entstanden. Alexander konnte großartig improvisieren“, schwärmt er.

Freddie Mercury lebte in München

Der Fall führt das Ermittlerteam Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen), Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) und Ludwig Schaller (Alexander Held) in die Münchner 1980er-Jahre und schließlich auf die Spuren von Superstar Freddie Mercury (1946-1991). Ein Gerücht über Mercurys Münchner Zeit – er soll dort ein Kind gezeugt haben – wird zum Schlüssel der Ermittlungen.

David Zimmerschied spielt den Musik-Fan Philipp Korn. Über seine Rolle sagt er: „Spannend fand ich vor allem an meiner Figur dieses Absolute.“ Korn sei jemand, „der völlig frei von jeglichem Talent und Können ist und das auch nicht reflektieren kann, seinen Traum bedingungslos verfolgt“. In der Vorbereitung beschäftigte sich Zimmerschied erneut intensiv mit Mercury. Dabei sei ihm noch einmal bewusst geworden, „welch schillernde Person er war. Und was er für ’ne krasse Stimme hatte sowieso“.

Der Krimi handelt auch von Selbsttäuschung, Lebenslügen und der Frage, wie lange Menschen ihre eigene Geschichte aufrechterhalten können. Zimmerschied reagiert darauf mit einem Augenzwinkern: „Ich bin Schauspieler, ich lebe von Lebenslügen.“

Der „München Mord“-Krimi „Die Stadt, die es nicht gibt“ ist schon jetzt in der ZDF-Mediathek abrufbar.

(ili/spot)

Bild: Alexander Held (l.) verkörperte von 2014 bis 2026 einen der drei Hauptermittler in der TV-Reihe „München Mord“ – David Zimmerschied spielte im vorletzten Krimi mit. / Quelle: [M] ZDF/Jürgen Olczyk / imago/Future Image / Nikita Kolinz

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