„Das tut weh“: Anna Faris reagiert auf Chuck Lorres Kritik

„Das tut weh“: Anna Faris reagiert auf Chuck Lorres Kritik

Anna Faris (49) hat mit deutlichen Worten auf die Kritik von Produzent Chuck Lorre (73) reagiert. In seinen neuen Memoiren blickt der Serienmacher auf die gemeinsame Arbeit an der Sitcom „Mom“ zurück und erklärt, weshalb er die Schauspielerin zunächst nicht für die richtige Besetzung hielt. Auch ihren späteren Ausstieg bewertet er rückblickend als Bestätigung seiner damaligen Zweifel. Faris zeigt sich von diesen Aussagen getroffen.

„Autsch. Ja, ich habe ein paar Dinge gelesen. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Natürlich tut das weh“, schrieb sie am Donnerstag in einem Beitrag auf Instagram. Gleichzeitig betonte die Schauspielerin, wie viel ihr die gemeinsame Arbeit bedeutet habe. „Chuck hat mir eine Arbeit gegeben, die ich geliebt habe, und sieben Jahre lang habe ich keinen einzigen Tag davon als selbstverständlich angesehen“, erklärte sie. Sie sei stolz auf das gemeinsam Geschaffene und bleibe den Menschen sowie den Jahren am Set dankbar.

Chuck Lorre zweifelte zunächst an Anna Faris

In seinem Buch „Sitcom“ schildert Lorre laut Medienberichten, dass er zunächst Bedenken hatte, Faris für die Hauptrolle der Christy Plunkett zu engagieren. Die Figur ist eine alleinerziehende Mutter, die nach einer Alkoholabhängigkeit versucht, ihr Leben neu zu ordnen. Lorre habe sich gefragt, ob Faris für dieses Thema geeignet sei. Dabei habe auch seine schwierige Zusammenarbeit mit Charlie Sheen bei „Two and a Half Men“ eine Rolle gespielt.

Schließlich habe er seine Meinung geändert. Das Privatleben einer Schauspielerin gehe ihn nichts an, hielt er demnach fest. Für die Rolle sei Faris jedoch genau die Richtige.

Im Rückblick fällt sein Urteil allerdings deutlich kritischer aus. Mit den Jahren sei ihm klar geworden, dass seine anfänglichen Zweifel berechtigt gewesen seien, schreibt Lorre. Nach sechs Jahren habe Faris die Serie aus Gründen verlassen, die für Außenstehende rätselhaft gewesen seien, für die Menschen am Set jedoch nicht.

Faris hatte 2020 nach sieben Staffeln ihren Ausstieg angekündigt. Damals verwies sie auf die Möglichkeit, sich neuen Projekten zu widmen. Einen konkreten Grund für ihre Entscheidung nannte sie öffentlich nicht. Die Serie lief anschließend noch eine achte und letzte Staffel ohne sie weiter.

Anna Faris spricht über ihre Abstinenz

In ihrer Reaktion machte Faris auch eine persönliche Entwicklung öffentlich. „Ich lebe seit eineinhalb Jahren nüchtern“, schrieb sie. Sie habe zunächst in einer Serie über Genesung mitgespielt und diesen Weg anschließend selbst erlebt. Heute sei sie gesund, arbeite und sei glücklicher als seit Langem.

Damit spielt sie auf das zentrale Thema von „Mom“ an: Die Serie erzählt von Frauen, die sich nach einer Suchterkrankung ein neues Leben aufbauen und sich dabei gegenseitig unterstützen. Faris‘ Aussage stellt allerdings keinen ausdrücklich genannten Zusammenhang zwischen ihrer Abstinenz und ihrem Ausstieg aus der Serie her.

Abschließend richtete die Schauspielerin eine Botschaft an Menschen, denen es ähnlich gehe wie ihr in einer früheren Lebensphase. Sie hoffe, dass ihre Erfahrung anderen helfen könne. „Es wird besser. Ich bin der Beweis“, schrieb sie.

Faris war von 2013 bis 2020 in „Mom“ zu sehen. An ihrer Seite spielte Allison Janney ihre Mutter Bonnie Plunkett. Für ihre Darstellung gewann Janney unter anderem zwei Emmy-Auszeichnungen. Faris kehrte für das Serienfinale 2021 nicht zurück.

(ncz/spot)

Bild: Anna Faris und Chuck Lorre 2018 bei der Feier zur 100. Episode von „Mom“. / Quelle: imago images/ZUMA Press Wire

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