Warum steht manchen Menschen ein knallroter Lippenstift besonders gut und anderen wiederum weniger? Auch Eyeliner oder dunkler Lidschatten können je nach Gesicht unterschiedliche Effekte haben. Die Contrast Theory liefert dafür eine Erklärung – und hilft dabei, Make-up gezielter auf das eigene Aussehen abzustimmen.
Wie bestimmt man den Kontrast?
Im Mittelpunkt der Theorie steht die Frage, wie stark sich Haut, Haare, Augen und Augenbrauen farblich voneinander unterscheiden. Je größer diese Unterschiede sind, desto höher ist der natürliche Kontrast.
Den eigenen Typ zu bestimmen, ist einfacher als gedacht. Dafür muss ein Foto bei Tageslicht geschossen werden. Anschließend wird ein Schwarz-Weiß-Filter angewendet, sodass die Kontraste sichtbar werden. Heben sich Haare, Augen und Augenbrauen deutlich von der Haut ab, spricht das für einen hohen Kontrast. Wirken die Gesichtszüge weich und gleichmäßig, liegt ein niedriger Kontrast vor. Eine Mischform ist der mittlere Kontrast.
Tipps für High, Medium und Low Contrast
Menschen mit einem hohen Kontrast-Level – etwa mit heller Haut und dunklen Haaren – können ausdrucksstärkeres Make-up tragen, ohne dass es überladen wirkt. Ein breiter Eyeliner-Wing, bunter Kajal, tiefroter Lippenstift oder Smokey Eyes sind ausdrücklich erwünscht.
Wer dagegen einen niedrigen Kontrast besitzt, also beispielsweise helle Haut, blondes Haar und helle Augen, sollte der Theorie zufolge lieber zu soften Farben greifen. Rosé- und Nudetöne braune statt schwarzer Mascara und nur sanft nachgezeichnete Augenbrauen unterstreichen die natürlichen Gesichtszüge. Highlighter und ein Pfirsichton auf den Wangen ergänzen den Look. Bei dunklen Hauttönen funktioniert das Prinzip genauso – nur dass dunkle, zu Haut und Haaren passende Töne statt heller Farben gefragt sind.
Dazwischen liegt der mittlere Kontrast. Dazu zählen beispielsweise Menschen mit mittelbraunem Haar und leicht gebräunter Haut oder mit hellbraunem Haar, heller Haut und blauen Augen. Bei diesem Typ geht es vor allem darum, dem Gesicht Kontur zu geben, ohne die natürliche Balance zu stören. Zu starke Hell-Dunkel-Kontraste können schnell zu hart wirken, sehr blasse Farben schwächen den Look ab.
Besonders harmonisch wirken hier mittlere, warme oder gedeckte Töne wie Taupe, Bronze, Karamell und verschiedene Brauntöne. Auf den Lippen sehen Nuancen, die nur etwas dunkler als die eigene Lippenfarbe sind, natürlich aus. Eine weitere Möglichkeit: Die Lippen mit einem braunen Lipliner definieren und einen transparenten Gloss darübergeben.
Wie bei allen Tipps gilt jedoch: Die Contrast Theory ist keine feste Regel, sondern eine Orientierungshilfe. Wer kräftige Farben oder auffällige Make-up-Looks als Low-Contrast-Typ liebt, muss darauf nicht verzichten. Vielmehr kann die Theorie dabei helfen zu verstehen, warum bestimmte Kombinationen besonders harmonisch wirken und wie sich die eigenen Gesichtszüge betonen lassen.
(paf/spot)
Bild: Low, Medium oder High Contrast: Für jeden Typ gibt es das ideale Make-up. / Quelle: Zastavkin / iStock via Getty Images / laflor / iStock via Getty Images / inarik / iStock via Getty Images


