Christina Ettel (39), Beifahrerin des tödlich verunglückten L’Osteria-Mitgründers Klaus Rader, hat sich zu dessen Tod geäußert. „Das tut mir unendlich weh. Das ist eine Achterbahn der Gefühle“, sagte die 39-Jährige der „Bild“-Zeitung, die sie telefonisch auf der Intensivstation eines Privatkrankenhauses in Palma de Mallorca erreichte.
Lange gekannt hätten sich die beiden nicht, erzählt die Rallye-Co-Pilotin. „Aber im Auto ist man eine Einheit. Es ist ganz schrecklich.“ Sie sei dankbar, am Leben zu sein, aber auch „sehr, sehr müde“. Der Veranstalter und seine Frau kümmerten sich rührend um sie, ebenso die Freunde von Klaus Rader.
Keine Erinnerung an den Absturz
Was genau geschehen ist, weiß Ettel nicht. „Ich kann mich an nichts erinnern. Ich war nach dem Unfall kurz bewusstlos. Aber ich spüre immer wieder diese Schockmomente“, sagt sie.
Fotos des Wracks hat sie laut „Bild“ noch nicht gesehen. Auch über den genauen Hergang sei sie bislang bewusst nicht informiert worden, um ihre Genesung nicht zu gefährden.
Unfall wird untersucht
Der Unfall ereignete sich Berichten zufolge am Freitag, 9. Oktober, gegen 13 Uhr auf der zweiten Etappe der Rallye „550 Challenge Mallorca“. Der Porsche von Rader und Ettel durchbrach auf Höhe von Mortitx zwischen Pollença und Lluc eine hölzerne Leitplanke und stürzte rund 30 Meter in die Tiefe.
Für Rader kam jede Hilfe zu spät, er starb noch an der Unfallstelle. Ettel wurde schwer verletzt aus dem Wrack geborgen. Warum der Porsche von der Straße abkam, ist noch ungeklärt. Spezialisten untersuchen den Unfall.
Korsett für bis zu zwölf Wochen
Ettel erlitt mehrere Wirbelbrüche und Prellungen. Der erste Halswirbel sowie der vierte Brustwirbel seien gebrochen, der dritte Brustwirbel gequetscht, schildert sie. Lebensgefahr besteht laut „Bild“ nicht. „Ich bin nicht querschnittsgelähmt, ich kann alles bewegen. Und die Ärzte haben mir gesagt: ‚Es wird wieder.'“
Am Mittwoch soll sie ein Halogestell zur Fixierung von Kopf und Halswirbelsäule sowie ein Korsett für den Brustbereich bekommen. Beides wird sie acht bis zwölf Wochen tragen müssen.
Bereits am Sonntag hatte sich Raders Witwe Viky auf Instagram zu Wort gemeldet. Ihr Leben habe sich am vergangenen Freitag für immer verändert, schrieb die Influencerin. Sie dankte für die Anteilnahme und bat um Privatsphäre für sich und die vier gemeinsamen Kinder. Das Paar war seit 2010 standesamtlich verheiratet und hatte erst Ende Juni im Alcázar de Artà auf Mallorca eine große Hochzeitsfeier nachgeholt.
(jom/spot)
Bild: Nach dem tödlichen Rallye-Unglück von L’Osteria-Mitgründer Klaus Rader ist der Unfallhergang noch nicht geklärt. / Quelle: imago images/Smith





