Charlotte Engelhardt über Namensänderung: „Lange darüber nachgedacht“

Charlotte Engelhardt über Namensänderung: „Lange darüber nachgedacht“

Die neue Realityshow „Bad Boyfriends – Jetzt wird abgerechnet“ startet am heutigen Dienstag (Doppelfolgen über fünf Wochen auf RTL+). Darin werden acht Männer nach Teneriffa gelockt, die zunächst glauben, am Format „Bro Island“ teilzunehmen. Doch dann werden sie mit der Nachricht überrascht, dass auch ihre Partnerinnen vor Ort sind. Die Frauen wollen herausfinden, wie loyal und beziehungsfähig ihre „Bad Boyfriends“ wirklich sind. Mit dabei sind die Paare Alenssia und Santino, Angelika und Mirko, Natalia und Tyron, Alessandra und Antonio, Nasrin und Josh, Jeje und Teezy, Michelle und Maki sowie Larissa und Josua.

Calvin Kleinen (34) feiert seine Moderations-Premiere, zur Seite steht ihm die versierte Moderatorin Charlotte Engelhardt (47), die vier Jahre nach der Scheidung von ihrem Ex-Mann Paul Würdig (45) alias Sido nun wieder zu ihrem Mädchennamen zurückgekehrt ist. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht sie über diese Entscheidung und verrät auch, warum es ihr während des Drehs sprichwörtlich die Schuhe ausgezogen hat und was sie Calvin Kleinen geraten hat.

Monatelang gab es nur Andeutungen über ihr neues Projekt. Wie schwer ist es Ihnen gefallen, das Format „Bad Boyfriends“ so lange geheim zu halten?

Charlotte Engelhardt: Sauschwer. Es war wirklich schwierig. Ich wusste aber, dass ich es geheim halten muss. Die Vorbereitung hat ja etwas gedauert, weil wir unter anderem ‚Bro Island‘ faken mussten. Mir fiel das unglaublich schwer, weil ich das Format einfach so geil finde. Jetzt darf ich endlich frei darüber sprechen.

Wie haben Sie den Moment erlebt, in dem die acht Männer merken, dass sie getäuscht wurden und nun von ihren Partnerinnen zur Rede gestellt werden?

Engelhardt: Das war ein harter Moment, auch für mich. Tatsächlich wurde ich in diesem Moment erst mal übelst gehasst. Die Männer dachten: ‚Was kommt denn jetzt? Plötzlich kommt da jemand rein, nimmt uns Calvin, nimmt uns die Villa, nimmt uns die Würde und will uns kleinmachen.‘ Das war für alle ein sehr intensiver Moment.

Sie haben betont, dass die Show mehr als reines Trash-Spektakel ist und auch in die Tiefe geht. Gab es einen Moment, der Sie besonders überrascht oder berührt hat?

Engelhardt: Ja. Es gibt einen Moment, in dem die Jungs unter sich über ihre Kindheit und ihre Vergangenheit sprechen. Das hat mir wirklich die Schuhe ausgezogen. Das fand ich heftig. Und dann gibt es noch Gespräche, die ich mit den Jungs unter vier Augen führe. Die Mädels sind zwar dabei, aber das Gespräch findet hauptsächlich zwischen ihnen und mir statt. Auch da sind Momente entstanden, in denen ich zwischendurch wirklich kurz durchatmen musste.

Glauben Sie, dass am Ende wirklich einer der „Bad Boyfriends“ bereit war, sich zu ändern?

Engelhardt: Ich glaube schon. Am Anfang waren sich wahrscheinlich alle ziemlich sicher: ‚Dann mache ich die Show halt mit. Was soll der Quatsch?‘ Dann haben sie aber gemerkt: ‚Die lassen gar nicht so schnell locker. Und vielleicht kann man tatsächlich etwas in der Beziehung verbessern.‘ Dann haben sie sich darauf eingelassen. Ich glaube, viele haben in dem Moment verstanden, worum es wirklich geht. Spannend wird es, wenn es eine Reunion geben sollte. Dann sieht man, ob diese Veränderungen auch angehalten haben.

Was macht für Sie persönlich einen schlechten Freund aus?

Engelhardt: Für mich ist eine Red Flag jemand, bei dem man von Anfang an merkt, dass er nicht ganz bei der Wahrheit bleibt, sich in Lügen verstrickt oder versucht, seine Partnerin kleinzumachen. Das muss gar nichts mit Fremdgehen zu tun haben. Es gibt viele Verhaltensweisen, die sich eher auf mentaler Ebene zeigen. Wenn jemand den anderen klein hält, sind das für mich deutliche Warnsignale. Nach ‚Bad Boyfriends‘ würde ich sagen: Ich erkenne Red Flags inzwischen in HD, 4K und Slow Motion.

Wie gehen Sie selbst in einer Beziehung damit um, wenn Sie Dinge am Partner stören?

Engelhardt: Das kommt darauf an, worum es geht. Jeder Mensch hat Macken. Es ist nicht meine Aufgabe, meinen Partner verändern zu wollen. Aber ich habe im Laufe der Zeit auch gelernt, dass ich nicht die Verantwortung für das Verhalten meines Partners übernehmen darf. Das habe ich in früheren Beziehungen oft gemacht, weil es so einfach erschien. Heute würde ich das nicht mehr tun. Damit hilft man niemandem. Weder sich selbst noch dem Partner oder der Beziehung.

Sie kehren mit dem Projekt auch wieder zu Ihrem Mädchennamen Engelhardt zurück. Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Engelhardt: Ich habe lange darüber nachgedacht. Ich mag den Namen Engelhardt einfach. Jetzt, wo ich wieder komplett in meinen Job eintauche, hatte ich Lust, wieder Engelhardt zu heißen. Und ich habe für mich festgestellt: Man kann trotzdem Würdig geschieden sein, auch wenn man wieder seinen Mädchennamen trägt.

Für Calvin Kleinen ist „Bad Boyfriends“ das Moderationsdebüt. Welche Tipps haben Sie ihm gegeben?

Engelhardt: Ich habe ihm geraten, sich nicht zu sehr an die Texte zu klammern. Er soll seinen Fahrplan kennen, wissen, wie die Challenge aufgebaut ist und funktioniert, und sie dann einfach in seinen eigenen Worten erklären. Wir mögen Calvin genauso, wie er ist. Es wäre schade, wenn er sich verstellen würde. Allerdings bin ich nicht böse darum, dass man ihm eine Stylistin an die Seite gestellt hat. Das fand ich gut.

(ae/spot)

Bild: Calvin Kleinen und Charlotte Engelhardt führen durch „Bad Boyfriends – Jetzt wird abgerechnet“. Sie gab dem Moderations-Newcomer auch einige Tipps mit auf den Weg. / Quelle: RTL/Markus Hertrich

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