Absage an „Plötzlich Prinzessin 3“: Julie Andrews ist „im Ruhestand“

Absage an „Plötzlich Prinzessin 3“: Julie Andrews ist „im Ruhestand“

Julie Andrews (90) hat ihre Zeit vor der Kamera für beendet erklärt. Auslöser war ein Gespräch über „Plötzlich Prinzessin 3“, den dritten Teil der Disney-Reihe, auf den Fans seit zwei Jahren warten. Andrews wird darin nicht zu sehen sein. „Instyle“ erklärte sie auf die Frage nach ihrem aktuellen Beschäftigungsverhältnis: „Ich denke, ‚im Ruhestand‘ wäre wohl die beste Beschreibung dafür.“

Die Produktion des Films habe sie „das ganze vergangene Jahr über gefragt, ob ich Lust darauf hätte“, berichtete die Schauspielerin. „Es war sehr, sehr schwer, Nein zu sagen. Aber ich habe es getan.“ Sie habe eine wunderbare Zeit gehabt, und dieser Film werde auch ohne sie gedeihen. Er brauche keine „Großmutter, die in meinem Alter da noch mitmischt“.

Nein zur Kamera, Ja zum Mikrofon

Die Absage bedeutet allerdings keinen kompletten Abschied von ihrem Berufsleben. Andrews schreibt Bücher, nimmt Podcasts auf und arbeitet als Sprecherin. „Ich bin nicht vollständig im Ruhestand, aber es ist eine andere Art von Arbeit, die ich heute mache“, sagte sie dem „Hollywood Reporter“. Gleichgültig ist ihr die Reihe deshalb nicht: „Es ist nicht so, dass ich nicht begeistert davon wäre. Ich habe nur wirklich nicht das Gefühl, dass ich jetzt dazugehören sollte.“

Seit dem zweiten „Plötzlich Prinzessin“-Film von 2004 war die Britin ohnehin fast nur noch mit ihrer Stimme im Einsatz, unter anderem in den „Shrek“-Filmen und als Lady Whistledown in „Bridgerton“. Für die Netflix-Serie gab es 2025 einen Creative Arts Emmy.

Angekündigt wurde die „Plötzlich Prinzessin“-Fortsetzung 2024. Anne Hathaway (43) schlüpft erneut in die Rolle der Mia Thermopolis, inzwischen Königin von Genovia, Regie führt Adele Lim. Einen Starttermin gibt es noch nicht. In der SiriusXM-Sendung „Radio Andy“ bremste Hathaway zuletzt: „Ich bin damit beschäftigt, Baby Nummer drei zu machen, und das weiß, wann ich ‚Plötzlich Prinzessin 3‘ drehen kann.“ Beim Drehbuch habe es aber einen Durchbruch gegeben.

Jahrzehntelange Karriere

Ihr Filmdebüt gab Andrews 1964 als „Mary Poppins“ und gewann dafür den Oscar als beste Hauptdarstellerin, ein Jahr später folgte „Meine Lieder, meine Träume“. Sieben Golden Globes und drei Tony-Nominierungen stehen ebenfalls auf ihrer Liste, im Jahr 2000 erhob Queen Elizabeth II. (1926-2022) sie in den Ritterstand. Seither darf sie sich Dame Julie Elizabeth Andrews nennen.

Ihren 90. Geburtstag feierte sie im vergangenen Oktober. „Ehrlich gesagt fühle ich mich wie in meinen 50ern“, hatte sie 2024 im Podcast „Wiser Than Me“ von Julia Louis-Dreyfus (65) gesagt.

(eyn/spot)

Bild: Julie Andrews ist inzwischen 90 Jahre alt. / Quelle: IMAGO/NurPhoto

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