Schockiert von den eigenen Fotos: Kelly Osbourne nimmt wieder zu

Schockiert von den eigenen Fotos: Kelly Osbourne nimmt wieder zu

Kelly Osbourne hat nach ihrem drastischen Gewichtsverlust wieder etwas zugelegt. Seit ihrem Auftritt bei den Brit Awards Ende Februar habe sie gut 13 Kilogramm zugenommen, erzählt die Tochter von Ozzy und Sharon Osbourne in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Sun“.

Wie dünn sie damals tatsächlich war, sei ihr selbst erst beim Blick auf die Fotos vom roten Teppich bewusst geworden. „Als ich sie gesehen habe, konnte ich es verdammt noch mal nicht glauben. Ich war genauso geschockt wie alle anderen“, sagt Osbourne. Eine Essstörung habe nicht dahintergesteckt. „Ich konnte einfach nichts mehr für mich selbst tun. Beim Essen wurde mir übel.“

„Meine Trauer ist eine Ehre“

Was sie so aus der Bahn warf, liegt auf der Hand. Am 22. Juli 2025 starb ihr Vater, die Black-Sabbath-Legende Ozzy Osbourne, im Alter von 76 Jahren. 2026 folgte die Trennung von ihrem Verlobten, dem DJ Sid Wilson. Das vergangene Jahr sei das schlimmste ihres Lebens gewesen, „auf so viele Arten, die ich nicht einmal erklären kann“, sagt Osbourne.

Und doch gewinnt sie der Zeit etwas ab. „Es war auch wirklich schön, weil ich gelernt habe, dass meine Trauer eine Ehre ist. Denn ich liebe jemanden wirklich so sehr.“

Eine weiße Kerze am Grab

Während sie in den sozialen Medien für ihr Aussehen kritisiert wurde, suchte Osbourne Hilfe bei ihrem verstorbenen Vater. „Ich weiß, das klingt esoterisch, aber ich mache oft Kerzenmagie“, erzählt sie. „Mein Vater hat mir gesagt, er würde mir Botschaften schicken.

Also ging sie zum Grab. „Ich bin mit einer weißen Kerze hingegangen und habe einen Wunsch darauf geschrieben: ‚Bitte hilf mir'“, schildert Osbourne. Am nächsten Tag sei ihre Mutter bei ihr aufgetaucht. Zunächst habe sie befürchtet, Sharon wolle sie in eine Entzugsklinik schicken. Stattdessen stand ihr Chris Miller gegenüber, ein Therapeut und Life Coach. Ihm schreibt sie zu, ihr Leben gerettet und sie verändert zu haben, „auf so viele Arten, die ich nie für möglich gehalten hätte“.

„Ich bin kein Kind mehr“

Seit ihrer Jugend in der Familien-Doku „The Osbournes“ spricht Kelly Osbourne öffentlich über ihre Gesundheit. Mit Freundlichkeit rechnet sie dabei längst nicht mehr. „Die meisten Menschen sind nicht nett“, sagt sie trocken. „Ich habe nur um ein bisschen Verständnis gebeten, denn hinter der Geschichte steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht.“

Dass man sie noch immer wie einen Teenager behandle, könne sie nicht nachvollziehen. „Ich bin kein Kind mehr. Ich werde diesen Monat 42 und werde immer noch behandelt wie eine 16-Jährige, das finde ich verblüffend.“ Niemand wisse, womit andere privat zu kämpfen hätten. „Ich war einfach traurig. Diesen Schmerz wünsche ich niemandem. Und das vor aller Augen durchzumachen, war einfach beschissen.“

Botox ja, Schönheits-OP nein

Neben den Kommentaren zu ihrem Körper ärgern sie vor allem die ständigen Gerüchte über angebliche Eingriffe. „Ich hatte keine verdammte Schönheits-OP“, stellt Osbourne klar. Machen lassen habe sie lediglich Botox gegen die Zornesfalte zwischen den Augenbrauen und im Kiefer, „weil ich mit den Zähnen knirsche und davon heftige Migräne bekomme“.

Über operierte Gesichter macht sie sich lustig. „Ich kenne viele Leute, auch aus meinem engen Umfeld, die das gemacht haben, und man sieht verdammt verrückt aus. Niemand hat so weit aufgerissene Augen. Man kann nicht mal mehr blinzeln!“ Ihr eigenes Gesicht habe ihr Gott und ihre Familie gegeben.

Ganz ausschließen will sie Eingriffe für die Zukunft trotzdem nicht. Sollte sie jemals einen Truthahnhals bekommen, sei der sofort weg, scherzt Osbourne. „Und wenn meine Brüste ein bisschen tiefer hängen, lasse ich sie straffen. Implantate würde ich mir aber nicht machen lassen.“

(mia/spot)

Bild: Langsam zurück in die Normalität: Kelly Osbourne im Oktober 2026. / Quelle: imago/ZUMA Press / Cat Morley

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