Bryan Cranston will von Ruhestand nichts wissen

Bryan Cranston will von Ruhestand nichts wissen

Bryan Cranston ist im März 70 Jahre alt geworden – beruflich kürzertreten möchte er deshalb nicht. „Als Schauspieler, der das Leben führt, das ich glücklicherweise führen darf, habe ich nicht die Absicht, damit aufzuhören“, sagte der „Breaking Bad“-Star dem US-Magazin „People“. Er gehe vielmehr davon aus, dass sein Leben enden werde, bevor er selbst den Wunsch verspüre, seine Karriere zu beenden. „Und das wird großartig sein“, fügte Cranston hinzu.

Auf die Schauspielerei und das Schreiben zu verzichten, könne er sich schlicht nicht vorstellen. „Für mich wäre das, als würde ich aufhören zu atmen“, erklärte der mehrfache Emmy-Gewinner. Er sei „nicht der Typ, der auf der Veranda sitzt, nur weil ich in diesem Alter bin“. Während manche Menschen den Ruhestand kaum erwarten könnten, wüsste er gar nicht, womit er seine Zeit verbringen sollte, wenn er nicht mehr arbeiten würde.

„Ich habe alles getan – ich bin gereist, habe das Leben gelebt“

Für sein eigenes Leben hat Cranston eine klare Vorstellung. Er erinnerte sich an einen Satz, den er einmal gehört habe: „Wenn alles gesagt und getan ist und es Zeit für mich ist, diese Welt zu verlassen, möchte ich völlig erschöpft sein.“ Genau das entspreche seiner Vorstellung davon, wie er eines Tages auf sein Leben zurückblicken möchte.

„Ich habe alles getan – ich bin gereist, habe das Leben gelebt – und ich bin müde und einfach völlig fertig“, beschrieb Cranston sein Ideal. Zugleich wolle er am Ende „stolz auf die Dinge sein“, die er erreicht habe.

Bryan Cranston: Später Durchbruch und anhaltender Erfolg

Bryan Cranston wurde 1956 in eine Schauspielerfamilie hineingeboren. Seine Karriere begann er mit Anfang 20, doch bis zum großen Durchbruch sollte es noch dauern. Von 2000 bis 2006 spielte er in der Kult-Sitcom „Malcolm mittendrin“ Hal, den chaotischen Vater des Titelhelden, und wurde damit einem breiten Publikum bekannt. In diesem Jahr kehrte er für das Revival „Malcolm mittendrin: Unfair wie immer“ in seine frühere Rolle zurück.

Den endgültigen internationalen Durchbruch brachte ihm ab 2008 „Breaking Bad“. Darin vollzog der bis dahin vor allem für komödiantische Rollen bekannte Schauspieler einen bemerkenswerten Imagewechsel: Als todkranker Chemielehrer Walter White, der sich zum Drogenbaron entwickelt, wurde Cranston zum gefeierten Serienstar. Für die Rolle erhielt er unter anderem mehrere Emmys und einen Golden Globe.

Auch im Kino feierte Cranston Erfolge. Für seine Hauptrolle als Drehbuchautor Dalton Trumbo in „Trumbo“ erhielt er eine Oscar-Nominierung. Daneben arbeitete er immer wieder hinter der Kamera und führte unter anderem bei mehreren Folgen von „Malcolm mittendrin“ und „Breaking Bad“ Regie.

(smi/obr/spot)

Bild: Bryan Cranston im Juni 2026. / Quelle: imago/Future Image / Dave Starbuck

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