„Merkel unplugged“: Angela Merkel stellt sich den Fragen von Schülern

„Merkel unplugged“: Angela Merkel stellt sich den Fragen von Schülern

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt sich künftig den Fragen von Jugendlichen. Für die neue Reihe „Merkel unplugged“ empfängt sie Schulklassen aus ganz Deutschland im Berliner Funkhaus, wie Deutschlandradio mitteilt. Vier Termine sind geplant, der erste am 14. Oktober.

Jede Begegnung dauert 90 Minuten. Gesendet wird davon allerdings nur eine Stunde, der Rest des Gesprächs bleibt vertraulich. Durch die Runden führt Moderator Korbinian Frenzel. Ziel sei ein Austausch auf Augenhöhe, fernab der Zuspitzungen, die das politische Tagesgeschäft sonst prägen.

Mehr als 70 Klassen wollten dabei sein

Das Interesse ist groß: Seit Beginn des Schuljahres konnten sich Klassen aller Schulformen um einen Platz bewerben, mehr als 70 haben die Chance genutzt. Zum Auftakt sitzen der Altkanzlerin gleich fünf Klassen der Jahrgangsstufen neun bis zwölf gegenüber.

Sie kommen vom Bertha-von-Suttner-Gymnasium Potsdam, von der Friedensschule Lingen (Ems), vom Pückler-Gymnasium Cottbus, von der Rudolf-Steiner-Schule Bergedorf und von der Schule am Neuen Teich Lübz.

Was Merkel von den Jugendlichen erwartet

Merkel selbst blickt dem Format mit Neugier entgegen. „Ich freue mich auf das Gespräch mit Schülerinnen und Schülern, weil ich über 30 Jahre lang politische Erfahrung gesammelt habe und weiß, dass junge Menschen heute mit vielen Fragen konfrontiert werden“, erklärt sie. „Deshalb bin ich auch gespannt darauf, von den Jugendlichen zu hören, was sie besonders bewegt, welche Fragen sie haben, auf die sie nicht sofort eine Antwort finden, und mit ihnen unterschiedliche Meinungen auszutauschen. So können sie vielleicht auch erleben, dass es oft nicht nur die eine richtige Meinung gibt, sondern sehr viele Sichtweisen möglich sind.“

Beim Sender ist man sichtlich stolz auf den prominenten Gast. „Dass wir Angela Merkel für diese Reihe gewinnen konnten, freut uns sehr“, sagt Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue. „In kleiner Runde entsteht eine besondere Atmosphäre: Man trifft auf eine erfahrene Politikerin, die deutsche und internationale Geschichte über viele Jahre mitgestaltet hat, und zugleich auf einen Menschen, der nahbar ist, aufmerksam zuhört und echtes Interesse an der Perspektive der jungen Generation zeigt.“

Erste Folge dreht sich um den Kompromiss

Jede Ausgabe steht unter einem eigenen Überthema. Den Anfang macht die Frage, was eine Demokratie ausmacht, und damit der Wert des Kompromisses. Vorab spricht Frenzel mit den Schülerinnen und Schülern, um ihre Sichtweisen und Fragen zu sammeln. Daneben soll genug Raum bleiben für alles, was die jungen Leute sonst noch loswerden wollen.

Die erste Gesprächsstunde ist am 14. Oktober ab 17 Uhr in der Deutschlandfunk-App abrufbar, im Programm von Deutschlandfunk Kultur läuft sie am 16. Oktober um 12:05 Uhr. Die weiteren Runden folgen am 9. Dezember 2026, am 17. Februar 2027 und am 14. April 2027, jeweils mit Veröffentlichung um 17 Uhr am selben Tag in der App. Informationen zur Bewerbung finden Schulklassen unter www.deutschlandfunkkultur.de/merkel-unplugged.

(mia/spot)

Bild: Angela Merkel bei einer Veranstaltung 2026. / Quelle: ddp/STAR-MEDIA

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