Ekaterina Leonova: Emotionaler Schulbesuch rührt sie zu Tränen

Ekaterina Leonova: Emotionaler Schulbesuch rührt sie zu Tränen

So emotional erlebt man Ekaterina Leonova (39) nur selten. Bei der Siegerehrung der Deichmann-Initiative „Deutschlands fitteste Grundschule“ im bayerischen Hagelstadt musste die „Let’s Dance“-Profitänzerin ihre Gefühle mehrfach zurückhalten. Als Schirmherrin übergab sie der örtlichen Grundschule den Titel – und verriet im Anschluss, warum ihr der Termin so naheging.

Bereits beim Betreten der Schule sei sie von der Atmosphäre überwältigt gewesen. „Ich hätte selbst nicht erwartet, dass mir die Tränen in die Augen kommen“, sagte Leonova. Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler habe sie an ihre eigene Kindheit erinnert. „Ich habe gemerkt, wie viel Mühe sich die Kinder geben und wie viele ehrliche Emotionen im Raum waren. Das war unbeschreiblich schön.“

Ekaterina Leonova tanzt mit den Kindern – und Partner Ilya macht mit

Dass sie nicht nur auf der Bühne stehen, sondern selbst mit den Kindern aktiv werden würde, war für Leonova selbstverständlich. Gemeinsam tanzte sie den einstudierten Tanz der Grundschüler mit – und auch ihr Partner Ilya Viarmenich ließ sich von der Stimmung anstecken.

„Er steht nicht so gerne im Mittelpunkt“, sagte sie lachend. Trotzdem habe am Ende niemand stillsitzen können: „Auch die Eltern sind alle aufgestanden, sogar der Bürgermeister hat mitgetanzt.“

Besonders die Jungen hätten sich für Viarmenichs Hip-Hop-Moves begeistert. „Alle Mädels waren bei mir, alle Jungs bei Ilya“, erzählte Leonova. Gerade männliche Vorbilder könnten Jungen zeigen, dass Tanzen „cool“ sei.

Deshalb habe sie auch die Schirmherrschaft für die Deichmann-Aktion übernommen, „weil es eine große Botschaft ist, die wir allen Erwachsenen vermitteln sollten: Kinder können das nicht allein schaffen. Nur gemeinsam mit den Erwachsenen können wir dafür sorgen, dass Kinder genug Bewegung bekommen und die Freiheit haben, etwas anderes in sich zu entdecken – ob sportlich, kreativ oder in ganz unterschiedlichen Richtungen.“

„Ich war ein wildes Kind“

Die vierfache „Let’s Dance“-Siegerin verriet außerdem, dass sie als Kind keineswegs die disziplinierte Musterschülerin gewesen sei, als die sie heute oft wahrgenommen werde. „Ich hatte sehr viel Energie“, erinnerte sie sich. Statt still zu sitzen, sei sie lieber auf Mauern geklettert oder habe mit anderen Kindern gespielt.

Erst später entwickelte sich ihr Ehrgeiz. Während sie die Grundschule mit einem Notendurchschnitt von etwa 2,0 abschloss, erreichte sie ab der siebten Klasse nach eigenen Angaben durchgehend Bestnoten.

Auch ihre Tanzkarriere verlief keineswegs geradlinig: Mit sieben Jahren wurde sie nach nur drei Monaten aus dem Tanzunterricht geworfen. Erst mit zehn fand sie den Weg zurück auf die Tanzfläche – und legte damit den Grundstein für ihre spätere Karriere.

Hausbau wird zur Geduldsprobe

Privat beschäftigen Leonova derzeit ganz andere Baustellen – im wahrsten Sinne des Wortes. Gemeinsam mit ihrem Partner baut sie ein Haus. Der ursprüngliche Zeitplan ist allerdings längst Geschichte.

„Alles kostet viel mehr und dauert viel länger als geplant“, sagte sie offen. Eigentlich wollte das Paar, das seine Beziehung im Februar 2025 öffentlich gemacht hatte, bereits im Sommer einziehen. Inzwischen hoffe sie auf Oktober, halte aber einen Einzug erst im Dezember für realistischer. „Wir sind erst beim Erdgeschoss“, scherzte sie.

Im August steht für das Paar zunächst ein gemeinsames berufliches Projekt an: Leonova und Viarmenich werden auf einer Reise einen Tanzkurs für Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren anbieten. Während sie Salsa unterrichtet, übernimmt ihr Partner den Hip-Hop-Part.

(ncz/spot)

Bild: Ekaterina Leonova bei der Preisverleihung von „Deutschlands fitteste Grundschule“ in Hagelstadt. / Quelle: Gisela Schober für Deichmann

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