Zendaya (29) steht derzeit wegen eines außergewöhnlichen Schmuckstücks im Mittelpunkt einer kontroversen Debatte. Für einen Fototermin zu Christopher Nolans neuem Film „Die Odyssee“ trug die Schauspielerin Ohrringe, die aus rund 3.000 Jahre alten iranischen Goldmedaillons gefertigt wurden. Während einige den historischen Schmuck als Hommage an das kulturelle Erbe feiern, werfen Kritiker Fragen zum Umgang mit antiken Artefakten und deren Herkunft auf.
Antike Goldmedaillons als Ohrringe
Für den Pressetermin in London kombinierte Zendaya ein weißes Kleid des französischen Modehauses Jacquemus mit auffälligen Ohrringen des Londoner Juweliers Glenn Spiro. Das Besondere: Die Schmuckstücke bestehen aus Goldmedaillons aus dem 1. Jahrtausend vor Christus und sind damit etwa 3.000 Jahre alt.
Die Medaillons stammen „Britannica“ zufolge aus dem sogenannten Ziwiye-Schatz, einer bedeutenden Sammlung von Kunstgegenständen aus der Mederzeit des 7. Jahrhunderts v. Chr. Die Artefakte wurden laut „CNN“ Ende der 1940er-Jahre im Nordwesten Irans entdeckt.
Spiro ließ die historischen Goldscheiben in 18-karätiges Gelbgold mit Diamanten einfassen. Die Ohrringe gehörten zu seiner Kollektion „Materials of the Old World“, in der historische Objekte zu modernem Schmuck verarbeitet werden. Nach Angaben des Schmuckunternehmens Barron London, das die Stücke später übernahm, wurden die Medaillons mithilfe einer einfachen Krappenfassung befestigt, sodass die Originalobjekte weder verändert noch beschädigt wurden.
Geteilte Reaktionen im Netz
In den sozialen Medien löste Zendayas Auftritt schnell kontroverse Diskussionen aus. Einige Nutzer lobten die Präsentation der historischen Stücke und argumentierten, dass die Artefakte dadurch erhalten blieben und gleichzeitig einem breiten Publikum nähergebracht würden.
Andere äußerten deutliche Kritik. Sie vertreten die Ansicht, dass Objekte dieser historischen Bedeutung nicht als Schmuck getragen werden sollten, sondern in Museen oder in ihrem Herkunftsland aufbewahrt werden müssten. Mehrere Kommentare forderten, die rund 3.000 Jahre alten Medaillons nach an zurückzugeben. Sie seien ein bedeutender Teil des kulturellen Erbes und dürften nicht zu Luxusaccessoires werden. „Besonders Gegenstände, die aus einer Region stammen, die von den USA derzeit bombardiert wird“, schreibt ein Nutzer. „Kulturelles Erbe ist kein Modeaccessoire.“
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Barron London betonte in einer Stellungnahme gegenüber dem Sender, kulturelles Erbe rege wichtige Diskussionen über Herkunft, Erhalt und Wertschätzung historischer Objekte an. Zugleich erklärte das Unternehmen, die Ohrringe sollten auch an die lange Kunst- und Kulturgeschichte Irans erinnern – insbesondere in einer Zeit, in der das Land häufig vor allem im Zusammenhang mit aktuellen politischen Konflikten wahrgenommen werde.
Göttinnen-Looks für „Die Odyssee“
Zendaya wird für die Promotour des Films erneut von Star-Stylist Law Roach eingekleidet. Gemeinsam setzen sie auf Looks, die an Figuren der griechischen Mythologie erinnern und damit die Welt von „Die Odyssee“ aufgreifen.
Im Film übernimmt die Emmy-Preisträgerin die Rolle der Göttin Athene, der Tochter des Zeus sowie Göttin der Weisheit und des Krieges. Bereits im Vorfeld hatte Zendaya erklärt, dass sich die Figur für sie wie eine perfekte Besetzung angefühlt habe.
Neben Zendaya gehören unter anderem Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway, Lupita Nyong’o und Cate Blanchett zum Ensemble von Christopher Nolans Verfilmung des berühmten Homer-Epos, die inzwischen in den Kinos läuft.
Kritik an Dreharbeiten in der Westsahara
Nicht nur Zendayas Schmuckwahl sorgt rund um „Die Odyssee“ für Kontroversen. Auch die Dreharbeiten des Films stehen schon seit Monaten in der Kritik. Christopher Nolan ließ Teile der Verfilmung von Homers Epos in der west-saharischen Küstenstadt Dakhla drehen – einem Gebiet, das international als umstritten gilt und größtenteils von Marokko kontrolliert wird.
(ncz/spot)
Bild: Zendaya Anfang Juli bei einem „Die Odyssee“-Fototermin in London. / Quelle: Shane Anthony Sinclair/Getty Images


