Eine neue Serie von Sat.1 in Kooperation mit Prime Video widmet sich einer royalen Liebesgeschichte, die ihresgleichen sucht. In „Queen Silvia“ (Arbeitstitel) sind Alicia von Rittberg (32) als Silvia Sommerlath sowie der schwedische Schauspieler Edvin Endre (31) als damaliger Kronprinz Carl Gustaf zu sehen. In den sechs Folgen werden die ersten vier Jahre und damit die Kennenlerngeschichte des heutigen schwedischen Königspaars bis zu seiner Hochzeit erzählt (voraussichtlicher Sendetermin Frühjahr 2027).
Die Dreharbeiten, die das Team bis Ende Juni noch nach Berlin und Schweden führen, fallen in eine besondere Zeit für das schwedische Königshaus. Carl XVI. Gustaf wurde Ende April nicht nur 80 Jahre alt, am 19. Juni feiert er mit seiner Ehefrau auch den 50. Hochzeitstag. Trotz aller Krisen und Skandale hat ihre Ehe bis heute Bestand. Was ist das Erfolgsrezept dieser royalen Beziehung?
Eine Beziehung ist Arbeit
„Ich glaube, dass sie beide verstanden haben – und das merkt man auch in der Serie -, dass es so etwas wie Beziehungsarbeit gibt“, sagt Showrunner Carsten Kelber im Gespräch mit spot on news am Rande des Seriendrehs Mitte Mai in München. „Das ist auch das Moderne daran: dass man nicht einfach sagt, wir heiraten jetzt, und dann arbeitet man sich an Kinderkriegen und Alltagsdingen ab. Sondern dass man um die Beziehung immer wieder neu ringen und kämpfen muss.“
Die beiden lernten sich im Sommer 1972 bei den Olympischen Spielen in München kennen. Die Beziehung zwischen dem damaligen Prinzen und der Dolmetscherin aus Heidelberg blieb zunächst geheim. „Wir erzählen eine erwachsene Liebesgeschichte“, erklärt Regisseur Miguel Alexandre über die besondere Verbindung. Gemeinsam mit Lisa Hofer fungiert er auch als Headautor der Serie. „Die beiden waren schon Ende 20, als sie sich kennengelernt haben. Das war für die damalige Zeit ungewöhnlich, dass man noch nicht verheiratet war.“ Die beiden hätten vor ihrer Heirat „wirklich verhandelt, bis sie sich entschieden haben, dass sie diese Beziehung haben wollen und dass sie sich guttun“.
Silvia als starker Part
Dass die beiden nun auf 50 Jahre Ehe blicken können, „das liegt meiner Meinung nach in erster Linie an Silvia“, ist Alexandre überzeugt. „Ich glaube, wenn sie sich einmal für etwas entscheidet, dann bleibt sie auch dabei. Wir wissen alle, was es für Untiefen in dieser Ehe gab. Aber sie ist nicht geflohen, sondern hat daran arbeitet, das wieder hinzubekommen.“
Silvia-Darstellerin Alicia von Rittberg ist sich sicher: „Die beiden haben einander wirklich gefunden. Es wirkt so, als wären sie füreinander das fehlende Puzzlestück gewesen.“ Genau das finde sie so schön daran: „Sie kommen aus zwei sehr unterschiedlichen Welten, und es sprach vieles gegen diese Verbindung. Trotzdem haben sie es gewagt, sie haben diese Hindernisse überwunden.“ Wenn man heute sehe, wie Silvia in Schweden geschätzt werde, „dann ist das ein sehr schönes Zeichen dafür, was für eine besondere Verbindung sie haben. Und dafür, dass es sich gelohnt hat, darum zu kämpfen.“

Der gebürtige Schwede Edvin Endre schätzt, „dass wenn man über einen sehr langen Zeitraum mit jemandem zusammen ist, daraus irgendwann etwas Tieferes als nur eine romantische Partnerschaft wird. Sie sind zudem König und Königin von Schweden. Sie teilen etwas sehr Grundlegendes.“ Gerade wenn man als Kronprinz oder Kronprinzessin aufwachse, „braucht man vermutlich diese eine Person an seiner Seite – jemanden, mit dem man diese besondere Erfahrung leben kann. Einen Menschen, auf dem man sich verlassen kann und mit dem man dieselben Gefühle, Höhen und Tiefen teilen kann.“
(jom/spot)
Bild: Königin Silvia und König Carl Gustaf läuten die Feierlichkeiten zu ihrem Hochzeitstag bereits am 13. Juni ein. / Quelle: Imago Images/PPE

