Britney Spears (44) hat sich freiwillig in eine Behandlungseinrichtung begeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Popstars am Sonntag dem US-Magazin „People“. Die 44-Jährige habe diesen Schritt aus eigenem Entschluss unternommen – fünf Wochen nachdem sie in Ventura, Kalifornien, wegen des Verdachts auf Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss festgenommen worden war.
Die Verhaftung war am 4. März erfolgt. Tags darauf wurde Spears wieder freigelassen. Ihre Sprecherin bezeichnete den Vorfall damals als „bedauerlichen“ und „völlig unentschuldbaren“ Fehltritt. In einem Statement hieß es, Spears werde „die richtigen Schritte unternehmen und das Gesetz befolgen“ – und dieser Klinikaufenthalt solle „der erste Schritt einer längst überfälligen Veränderung“ in ihrem Leben sein.
Söhne sollen Zeit mit der Mutter verbringen
Laut dem damaligen Statement ihrer Vertreterin sollen auch Spears‘ Söhne Sean (20) und Jayden (19) Zeit mit ihrer Mutter verbringen. Die beiden gehen aus der Ehe mit Ex-Mann Kevin Federline (48) hervor. Zudem war angekündigt worden, dass ihr Umfeld gemeinsam einen Plan erarbeiten wolle, der Spears „für ihr Wohlbefinden auf Erfolgskurs bringt“.
Der Vorfall weckte öffentlich Erinnerungen an eine lange und turbulente Geschichte rund um die psychische Gesundheit der Sängerin. Bereits im Januar 2008 war Spears zweimal innerhalb weniger Wochen zwangsweise in psychiatrische Einrichtungen gebracht worden – ein Eingriff, den Polizei, Sozialarbeiter oder Psychiater anordnen können, wenn eine Person als Gefahr für sich selbst eingestuft wird.
Vormundschaft und deren Nachwirkungen
In der Folge stand Britney Spears von 2008 bis November 2021 unter der Vormundschaft ihres Vaters, Jamie Spears (73). Im November 2021 erklärte ein Richter diese für beendet. In ihrer 2023 erschienenen Autobiografie „The Woman in Me“ schrieb sie über die Jahre unter Vormundschaft: „Die Frau in mir wurde lange Zeit unterdrückt.“
Spears selbst hat danach wiederholt offen über ihre gesundheitliche Situation gesprochen. Im November 2021 erklärte sie, die „richtige Medikation“ gefunden zu haben, räumte aber ein, dass sie noch „viel Heilung“ brauche. Im August 2022 veröffentlichte sie ein rund 22 Minuten langes Video, in dem sie die „traumatischen“ Erfahrungen unter ihrer Vormundschaft schilderte und ihrer Mutter sowie ihrer Schwester vorwarf, die kontrollierenden Strukturen dieser Zeit mitgetragen zu haben. Beide haben die Vorwürfe zurückgewiesen.
Federline hatte sich im Oktober 2025 in seinem Buch „Memoir You Thought You Knew“ zu Wort gemeldet und eindringlich vor der Situation der Mutter seiner Söhne gewarnt. Er beschrieb, dass er das Gefühl habe, die Uhr ticke. „Es ist unmöglich geworden, so zu tun, als ob alles in Ordnung wäre“, schrieb er. „Etwas Schlimmes wird passieren, wenn sich nichts ändert – und meine größte Angst ist, dass unsere Söhne die Scherben aufsammeln müssen.“ Eine Sprecherin von Spears erwiderte damals, die Sängerin kümmere sich einzig um ihre Kinder und deren Wohlergehen.
(ili/spot)
Bild: US-Sängerin Britney Spears begibt sich in Behandlung. / Quelle: Tinseltown/Shutterstock.com



