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38 Frauen verklagen James Toback wegen sexueller Übergriffe

38 Frauen verklagen James Toback wegen sexueller Übergriffe

Im US-Bundesstaat New York haben 38 Frauen wegen sexuellen Übergriffen Klage gegen den Oscar-nominierten Drehbuchautor James Toback (78) eingereicht. In der Sammelklage bezichtigen 15 namentlich genannte Klägerinnen sowie 23 anonym bleibende Toback, seinen Ruf und seine Macht ausgenutzt zu haben, um junge Frauen „durch Betrug, Nötigung, Gewalt und Einschüchterung in kompromittierende Situationen“ gelockt zu haben. Anschließend sei der heute 78-Jährige sexuell übergriffig geworden. Auch in der Klageschrift aufgeführt ist der Harvard Club in New York, in dem sich einige der Vorfälle abgespielt haben sollen. Das berichtet die „Los Angeles Times“.

Neues Gesetz macht Klagen in verjährten Fällen möglich

Toback war im Herbst 2017 von zunächst 38 Frauen sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen worden. In den darauffolgenden Monaten meldeten sich weitere 357 Frauen bei der „Los Angeles Times“, die die Vorwürfe damals zuerst öffentlich gemacht hatte. Dazu gehörten namhafte Schauspielerinnen wie Julianne Moore (62), Selma Blair (50) und Rachel McAdams (44), die vor dem Beginn ihrer großen Karrieren mit Toback in Kontakt kamen. Das berichtete die „New York Times“ im Jahr 2017.

Zu einem Prozess gegen Toback ist es allerdings noch nicht gekommen, da die Fälle verjährt waren. Der Drehbuchautor hatte sich nach Bekanntwerden der Anschuldigungen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Ein neues Gesetz im Bundesstaat New York, der sogenannte New York Adult Survivors Act, macht es nun jedoch für den Zeitraum von einem Jahr möglich, bereits verjährte Sexualverbrechen zivilrechtlich zu verfolgen.

Der Harvard Club in New York soll mitschuldig sein

Der New Yorker Harvard Club für Absolventen der gleichnamigen Elite-Universität wird in der Klageschrift ebenfalls als Beklagter aufgeführt. Sechs der 38 mutmaßlichen sexuellen Übergriffe sollen sich dort abgespielt haben. Toback soll „uneingeschränkten Zugriff“ zu Bereichen des Clubs erhalten haben, die Angestellten und Mitarbeitern vorbehalten waren. Dort hätten sich die Übergriffe dann abgespielt.

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