Die erste Kandidatin hat sich bei „Die Höhle der Löwen“ am Ostermontag (20:15 Uhr, VOX oder vorab streambar auf RTL+) ganz schön verrechnet – und gibt am Ende klein bei. Ihr Beauty-Start-up bewertet Isabelle Stortz (28) nach Meinung aller Investoren viel zu hoch. Um die Marke rund um ihren Peeling-Handschuh für Reibeisenhaut groß zu machen und die Produktpalette erweitern zu können, möchte sie 200.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.
Bei Herstellungskosten von 1 Euro verkauft die Jungunternehmerin ihren Handschuh für 19.99. „Mit diesem Preis wirst du gegen eine Wand laufen“, sagt Handelsprofi Ralf Dümmel (59) und steigt als erster aus. Die anderen Löwen machen es ihm gleich, bis auf Beauty-Expertin Judith Williams (54), die für dieses Beauty-Gadget genau die Richtige ist. Doch sie fordert für ihre Expertise ganze 40 Prozent der Firma. Isabelle Stortz (28) ist erst geschockt, realisiert aber schnell, dass dies ihre einzige realistische Chance ist und sagt darum: „Ich schlage ein.“
Ralf Dümmels Kindheitstraum geht in Erfüllung
Der nächste Jungunternehmer ist passionierter Schlagzeuger – wie beim Spontankonzert für die Löwen schnell klar wird. Der Musiklehrer entwickelte mit einer Gamedesignerin und mithilfe von staatlichen Fördergeldern ein Computerspiel, um Kindern das Erlernen vom Schlagzeugspiel zu erleichtern. Um das Spiel zu vermarkten, fordert Andreas Schneid (44) 150.000 Euro für acht Prozent der Firmenanteile.
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„Schlagzeug zu spielen war als Kind immer mein Traum“, ruft Ralf Dümmel strahlend aus und stürmt die Bühne. „Jeder und jede kann das“, so Andreas Schneid, während Dümmel paukt und hell begeistert ist. Für weniger Begeisterung sorgt jedoch wie so oft die Firmenbewertung. „Ich finde dich als Typ cool. Ich finde das Produkt richtig cool. Aber die Firmenbewertung ist eine Frechheit“, so Dümmel und ist damit raus – genau wie alle anderen Investoren. „Es gibt Gründer und es gibt Träumer – ich habe das Gefühl, du bist ein Träumer“, sagt Carsten Maschmeyer (66). „Das stimmt“, entgegnet Schneid, der ohne Deal nachhause muss.
Zwei Hunde im Battle auf der Bühne
Für das 60-Sekunden-Battle betreten zwei Hunde die Bühne. Ihre Halter haben zwei verschiedene Intelligenzspielzeuge für Hunde entwickelt. Weiter pitchen dürfen die Hundepapas David Tenné (29) und Morice Ziegler (28) mit ihrem innovativen Hunde-Fressnapf „Soulbowl“, der als auch Intelligenzspielzeug fungiert.
Vom Produkt sind alle Investoren begeistert – die Jungunternehmer erhalten gleich drei Angebote. Familieninvestorin Dagmar Wöhrl (71) „würde gern die Leidenschaft teilen“. Für die gefragten 150.000 Euro will sie aber 20 statt nur 10 Prozent. Das gleiche Angebot macht Ralf Dümmel. Janna Ensthaler (42) fordert gar 25 Prozent, denn: „Ich bin bereits in Hundefutter investiert und kann euch guten Zugang geben zum Markt.“ Die Männer beraten sich und sagen dann entschieden: „Über 15 Prozent gehen wir nicht“. Dagmar Wöhrl entgegnet: „Das ist pure Überschätzung, schade.“ Trotz drei Angeboten verlassen die Männer die Bühne ohne Deal.
Hilfsmittel gegen Schnarchen
Die nächsten Jungunternehmer wollen für freien Atem und besseren Schlaf sorgen – mit ihrem kaum sichtbaren Nasendilatator aus Silikon. Das Produkt wird direkt in die Nasenöffnungen eingesetzt und weitet diese von innen, sodass mehr Luft durch die Nase strömen kann, was gegen Schnarchen helfen soll. Ignasi Selga (46), Carolin Abraham (44) und Heidi Depner (40) wollen für ihre Innovation 50.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.
Die Investoren stecken sich einer nach dem anderen die Dilatatoren in die Nasenlöcher. „Tut bisschen weh“, findet Carsten Maschmeyer während Ralf Dümmel begeistert bemerkt: „Ich kann bereits freier atmen“. Auch Dagmar Wöhrl ist begeistert: „Diese kleinen Dinge können das Leben verändern“. Sie will investieren – genauso wie Ralf Dümmel: „Ich hoffe, dass ich mit euch die Erfolgsgeschichte schreiben darf“. Das darf er. Judith Wöhrl entgegnet frustriert: „Ich glaube, ich wäre die Bessere gewesen.“
Zum Schluss batteln die Löwen
Philip (36) und Caroline Kirchhof (38) sorgen mit ihrem „Boller Battle“ für richtig Spaß bei „DHDL“. Sie entwarfen einen verleihbaren Bollerwagen als Game-Show auf Rädern mit ausziehbarer Spieltheke, integrierten Minigames, den roten Buzzern und einer Bar – Perfekt für Firmenevents, Junggesellenabschiede oder Geburtstage. Sie wünschen sich 200.000 Euro für 15 Prozent Firmenanteile – und lassen die Löwen erstmal am Spieltisch gegeneinander antreten.
„Hat riesig Spaß gemacht, ihr könnt öfter vorbei kommen“, freut sich Carsten Maschmeyer. „Was es alles für Ideen gibt – herzlichen Glückwunsch“, gratuliert Frank Thelen (50) und sagt: „Ich habe wirklich gern mit euch gespielt“. Doch nachdem der Enthusiasmus aus der Spielrunde bei den Löwen verflogen ist, macht sich Ernüchterung breit. Alle hatten Spaß, niemand will investieren. „Ich sehe eure Erfolgsreise nicht“, so Judith Williams stellvertretend für alle Investoren: „Das ist leider nicht investierbar.“
(ero/spot)
Bild: Ralf Dümmel nimmt einen intelligenten Hundenapf unter die Lupe – unter strenger Aufsicht von „Gründerhund“ Milo. / Quelle: RTL / Stefan Gregorowius


