Stuttgart, 25.03.2026 (lifePR) – Handwerkliche Kunst, kulinarische Köstlichkeiten und kulturelle Begegnung: Der 17. Ostdeutsche Ostermarkt im „Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg“ in Stuttgart zeigte einmal mehr, wie vielfältig, lebendig und zukunftsweisend das kulturelle Erbe der Vertriebenen und Aussiedler ist. Die djo – Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Baden-Württemberg, unter der Leitung von Hartmut Liebscher, richtete die traditionsreiche Veranstaltung aus, die zahlreiche Besucherinnen und Besucher anlockte. Selbst Petrus meinte es gut und schenkte zur Eröffnung einen sonnigen Frühlingstag.
Wie schon in den vergangenen Jahren, wurde die feierliche Eröffnung von einer musikalischen Gruppe der Deutschen aus Russland umrahmt und sorgte für eine festliche, vorösterliche Stimmung. Zu den Ehrengästen zählten neben dem Regionalpräsidenten Rainer Wieland MdEP a. D. auch Konrad Epple MdL, Stadträtin Anita von Brühl und die Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Nord Sabine Mezger, die seit Jahren zu den treuen Besuchern des Ostermarktes zählt. Ebenso begrüßt wurden Bärbel Häring, Altstadträtin, Birgit Unfug, Bundesfrauenreferentin der Sudetendeutschen Landsmannschaft, und Christina Meinusch, Heimatpflegerin der Sudetendeutschen Landsmannschaft.
Der Ostermarkt bot neben einer bunten Ausstellung handwerklicher Kunst auch kulturelle Einblicke: Carsten Eichenberger vom Haus der Heimat führte interessierte Besucher durch die begleitende Präsentation „Ein Gentleman auf Schlesien-Reise. Die Briefe des John Quincy Adams“, die spannende Einblicke in die Wahrnehmung Schlesiens Anfang des 19. Jahrhunderts gewährte. Die Sonderführungen fanden um 11 und 13 Uhr unter dem Titel „Morgen früh brechen wir nach Schlesien auf“ statt und stießen auf großes Interesse.
Mit großem Engagement zeigten Mitglieder und Gruppen der Sudetendeutschen Landsmannschaft, wie eng Heimatgeschichte und Kulturgeschichte miteinander verbunden sind. Waltraud Illner, stellvertretende Landesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, führte die beiden Sudetendeutsche Gäste durch die Ausstellung und hob hervor, dass diese Arbeit weit über das reine Bewahren hinausgehe:
„Unsere Kulturarbeit ist Zukunftsarbeit. In den handwerklichen Traditionen, den Bräuchen und der Gemeinschaft lebt das, was Baden-Württemberg heute prägt: Offenheit, Vielfalt und Verantwortung für unser gemeinsames Erbe.“
Die Heimatgliederungen der Sudetendeutschen Landsmannschaft – darunter die Egerländer Gmoi Stuttgart mit Erika Kraut und Wilfried Algner, die Böhmerwaldgruppe Bietigheim-Bissingen mit Emmy Schläger, Hannelore Rehberger und Heike Unfug, die Klöppelrunde Heilbronn unter Ilse von Freyburg sowie die „Alte Heimat – Verein heimattreuer Kuhländer“ unter Ruth Junkert von der Stiftung Alte Heimat, zeigten in beeindruckender Weise, wie viel Können, Liebe zum Detail und Geschichtsbewusstsein in der kulturellen Arbeit steckt.
Neben den Sudetendeutschen präsentierten sich zahlreiche weitere Landsmannschaften, Vereine und Verbände ostdeutscher Regionen – von Schlesiern über Donauschwaben bis Bessarabiendeutschen und Deutsch-Balten. Gemeinsam gaben sie dem Haus der Heimat ein lebendiges, farbenfrohes Gesicht. Eine Tombola mit ostdeutschen Preisen sorgte für Spaß und Spannung, während die Cafeteria zum Verweilen und zum Austausch bei Kaffee und Kuchen einlud – ein Angebot, das von den vielen Gästen gerne angenommen wurde.
Heimatpflegerin Christina Meinusch und Bundesfrauenreferentin Birgit Unfug zeigten sich überzeugt, dass gerade durch solche Veranstaltungen das kulturelle Erbe nicht nur sichtbar, sondern auch erlebbar gemacht wird. Beide betonten, wie entscheidend es sei, Traditionen in moderner Form zu präsentieren, um sie an nachfolgende Generationen weiterzugeben – als lebendigen Bestandteil der baden-württembergischen Kulturlandschaft.
Der Ostermarkt schloss mit großer Besucherresonanz und spürbarer Freude über diese kulturelle Begegnung. Schon jetzt wächst die Vorfreude auf den 18. Ostdeutschen Ostermarkt 2027, der erneut im Haus der Heimat Stuttgart am 13.März 2027 stattfinden wird. Alle sind eingeladen, mitzuwirken oder diesen besonderen Markt zu besuchen – als Zeichen lebendiger Tradition und gemeinsamer Zukunft.
