Anfang September 2025 musste die deutsche Film- und Fernsehwelt Abschied von Horst Krause (1941-2025) nehmen. Der Schauspieler wurde vor allem für seine Rolle des gleichnamigen Polizeihauptmeister Krause bekannt. Die Figur verkörperte er zunächst in der TV-Reihe „Polizeiruf 110“ und später auch in einer eigenen Filmreihe der ARD. Diese könnte jetzt fortgesetzt werden.
Drehbuch für Fortsetzung ist fertig
Regisseur und Drehbuchautor Bernd Böhlich (68) verriet im Interview mit der Zeitschrift „Superillu“: „Den Verantwortlichen liegt ein Drehbuch von mir vor mit dem Titel ‚Krauses Erbe‘. Wir warten nun auf eine Entscheidung.“ In der Fortsetzung wäre Albert, der Sohn des Polizeihauptmeisters, die zentrale Figur. 2014 verkörperte Jörg Schüttauf (64) ihn in „Krauses Geheimnis“.
Böhlich zeigte sich sicher, dass sich nicht nur das TV-Publikum über einen neuen Film freuen würde. „Horst würde das gefallen“, sagte er. Der Regisseur arbeitete jahrelang mit Horst Krause zusammen. Böhlich führte Regie, schrieb Drehbücher für „Polizeiruf 110“ und ist Regisseur, Drehbuchautor und Schöpfer der „Krause“-Reihe.
Noch immer große Trauer
Die mögliche Fortsetzung wäre der zehnte „Krause“-Film. Den Anfang machte 2007 „Krauses Fest“, der bislang letzte Teil erschien 2022 unter dem Titel „Krauses Weihnacht“. Die Filme erzählten von Krauses Privatleben und seinen beiden Schwestern, gespielt von Carmen-Maja Antoni (80) und Angelika Böttiger (74). Zu dritt leiteten sie eine Gaststätte im fiktiven Ort Schönhorst.
15 Jahre spielten die Schauspielerinnen an der Seite von Horst Krause. Auch heute ist die Trauer um den Schauspielstar noch groß. „Es ist irgendwie unwirklich, dass er nicht mehr da ist“, sagte Böttiger der „Superillu“. Er sei stets „geerdet, treu und ehrlich“ gewesen. „Horst war ein absoluter Bauch- und Herzmensch, der Gut und Böse ganz genau zu unterscheiden wusste“, würdigte sie den Schauspieler, der am 5. September 2025 verstorben war. Krause wurde 83 Jahre alt.
(paf/spot)
Bild: Horst Krause übernahm in den Filmen die Hauptrolle. Seine Figur taucht im neuen Drehbuch nicht mehr auf. / Quelle: Theo Heimann/dapd/Groeben/ddp



