Lindsey Vonn gestürzt: Vater und Schwester zwischen Stolz und Hoffnung

Lindsey Vonn gestürzt: Vater und Schwester zwischen Stolz und Hoffnung

Lindsey Vonn (41) ist am 8. Februar bei der Abfahrt der Frauen während der Olympischen Winterspiele schwer gestürzt. Wie Alexander Hödlmoser, der Cheftrainer der US-Damen gegenüber dem SRF erzählt, hat sich Vonn womöglich den Unterschenkel gebrochen.

Wenige Sekunden nach dem Start war Vonn am Sonntag auf der Piste mit dem Arm an einem der Tore hängengeblieben. Sie stürzte und Helfer sowie Sanitäter eilten herbei, um sie zu versorgen. Das Rennen wurde zunächst unterbrochen, da die Sportlerin mit einem Hubschrauber abtransportiert werden musste.

Wenn die Tragen herausgebracht werden, „ist das kein gutes Zeichen“

Ihre Schwester Karin Kildow hoffte zunächst, dass die Familie möglichst bald erfährt, wie es dem US-Skistar geht. Ihr Vater Alan Kildow sprach von einem gebrochenen Herzen und dass er trotzdem stolz auf seine Tochter sei. Bislang ist noch nicht geklärt, wie es um Vonn genau steht. „Wir haben nur ganz wenige Informationen“, erklärte Hödlmoser. „Anscheinend sollte es ein Bruch sein, im Unterschenkel irgendwo. Aber wir wissen noch überhaupt nichts Genaues. Es wird noch untersucht.“

„Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten“, sagte Vonns Schwester zuvor in einer NBC-Übertragung. „In so einem Moment hofft man einfach nur, dass sie okay ist. Es war beängstigend, denn wenn man sieht, wie die Tragen herausgebracht werden, ist das kein gutes Zeichen.“ Sie erklärte, dass unter anderem die Chirurgen und Ärzte der 41-Jährigen vor Ort seien. Soweit die Familie wisse, werde Vonn gerade untersucht und man hoffe, bald ein Update zu bekommen.

„Es bricht mir das Herz“, sagte der Vater des Skistars der „Sportschau“. Seine Tochter sei „so eine Kriegerin, sie ist so eine starke Kämpferin. Sie hat alles gegeben, was sie hatte. Unglücklicherweise war es nicht ihr Tag. Das ist herzzerreißend.“ Wenn er sie sehe, wolle er ihr sagen, dass er „nicht stolzer sein“ könnte.

https://x.com/usskiteam/status/2020457393503482346

„Es ist tragisch, aber so ist das nun mal im Skirennsport“

Das US-Ski- und Snowboardteam teilte bislang mit, dass Vonn gestürzt sei und von medizinischem Fachpersonal untersucht werde. „Es ist tragisch, aber so ist das nun mal im Skirennsport“, sagte FIS-Verbandspräsident Johan Eliasch (63) laut der „New York Times“. Er könne der Sportlerin „nur für das danken, was sie für unseren Sport geleistet hat, denn dieses Rennen war das Gesprächsthema der Spiele und hat unseren Sport ins bestmögliche Licht gerückt“. Eliasch hoffe, „dass sie sich schnell erholt und bald wieder auf die Skier zurückkehren kann“. Vonn werde in eine Klinik gebracht, „entweder vor Ort oder weiter entfernt, je nach Schwere der Verletzung, über die ich keine Details habe“.

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Nach zahlreichen Knieoperationen und unter anderem einem Knöchelbruch hatte Vonn rund sechs Jahre lang ihre sportliche Karriere pausiert. Sie kündigte 2024 ein Comeback an, nachdem eine Teilprothese im Knie eingesetzt worden war. Kurz vor den Spielen hatte die 41-Jährige sich eigener Angaben nach einen Kreuzbandriss zugezogen, wollte aber trotzdem ihren Olympia-Traum verwirklichen. Vonn hatte vor dem Rennen bei Instagram geschrieben: „Morgen werde ich mein letztes Olympisches Abfahrtsrennen bestreiten und obwohl ich kein gutes Ergebnis garantieren kann, kann ich garantieren, dass ich alles geben werde, was ich habe. Aber egal, was passiert, ich habe bereits gewonnen.“

(wue/spot)

Bild: Lindsey Vonn wurde nach einem Sturz in der Abfahrt per Hubschrauber abtransportiert. / Quelle: Joel Marklund/Bildbyran via ZUMA Press

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