Die ersten zwei Kandidatinnen haben in der aktuellen vierten Folge von „Die Höhle der Löwen“ (montags, 20:15 Uhr, VOX oder vorab streambar auf RTL+), zwar eine gute Idee, tun sich jedoch mit der Umsetzung schwer. Da ist sich die Löwen-Jury schnell einig. Die Freundinnen Anna Hadzelek (36) und Emmy Schumacher (36) haben eine einzigartige Textildruckfarbe entwickelt, die sich in der Waschmaschine einfach auswaschen lässt. Bedruckte Shirts für Wahlkämpfe, Junggesellenabschiede und Co. bekommen so ein zweites Leben ohne Aufdruck. Das Problem: Die Jungunternehmerinnen wollen ihre innovative Druckfarbe nicht verkaufen, sondern nur in ihrem eigenen T-Shirt-Print-Shop nutzen.
Das macht die Löwen stutzig. Green-Tech-Investorin Janna Ensthaler (42) urteilt hart: „Das ist Firlefanz“. Sie sagt: „Ich wünsche mir, ihr würdet größer denken.“ Auch Handelsprofi Ralf Dümmel (59) kann das Geschäftsmodell nicht verstehen und sagt ebenfalls ab. Am Ende bleibt noch Beauty-Unternehmerin Judith Williams (54) als mögliche Investorin übrig. Doch auch sie ist raus: „Ich checke es einfach nicht. Ihr habt eine Farbe erfunden, aber ihr wollt die nicht verkaufen. Ihr schließt damit alle T-Shirt-Hersteller aus.“
Gleich zwei Schüler sahnen Deals ab
Dann geht es ins wohl jüngste Duell, dass es je bei „DHDL“ gab. Philipp (16) tritt gegen Christopher (17) an – wer innerhalb von 60 Sekunden überzeugt, darf weiter pitchen. Zwar tritt Philipp, der mit seiner Online-Plattform den Bewerbungsprozess für Ausbildungsplätze für Schüler und Arbeitgeber vereinfachen möchte, sicherer auf, aber am Ende überzeugt Christophers Handysicherung für Outdoor-Sportler mehr. Doch Carsten Maschmeyer (66) tröstet den Verlierer des Battles: „Renn noch nicht aus dem Studio weg. Ich finde dich toll und ich habe für dich gestimmt.“ Wer weiß – vielleicht kriegt Philipp doch noch eine Chance. „Ich bin guter Dinge“, sagt er hinter der Bühne.
Doch erstmal geht es weiter mit Christopher, der für sein bereits erfolgreiches Start-up „Peak Protect“ 75.000 Euro für 25 Prozent Firmenanteile möchte. Seine Handyhalterung soll das Telefon sicher aufbewahren, sodass es etwa beim Klettern oder Handwerken nicht herunterfallen kann. In der Handtasche fungiert sie als Diebstahlschutz. „Ich möchte etwas verkaufen, das Probleme löst“, so Christopher, der noch zur Schule geht, die Hausaufgaben in der Pause macht und nach der Schule Bestellungen seines Produkts bearbeitet.
Zu den Löwen mitgebracht hat der Schüler seinen Vater. „Gratulation zu diesem Sohn!“, sagt Investorin Dagmar Wöhrl (71), als Papa Rainer die Bühne betritt. „Du hast einen fantastischen Sohn“, findet auch Williams, was den Papa zu Tränen rührt. Am Ende erhält Christopher gleich zwei Angebote: von Ensthaler und Dümmel. Er bedankt sich bei beiden und sagt ohne zu überlegen: „Herr Dümmel, Sie sind unser Lieblingslöwe.“
Dann geht Maschmeyer hinter die Bühne, um Philipp noch einmal zu treffen, und ihm einen Deal anzubieten. „Das ist einfach nur krass!“, freut sich der Schüler, der damit zum Jungunternehmer wird.
Eine Erfindung, die Leben rettet
Als Nächstes möchte Rettungssanitäterin Nicole Oudes (38) mit ihrer Erfindung Leben retten – und erobert dabei alle Löwenherzen im Nu. Die Ausbilderin für Erste-Hilfe-Kurse stellte bei ihrer Arbeit fest, dass viele Menschen entweder nicht genau wissen, was bei einem Notfall zu tun ist, oder sich nicht trauen, Hand anzulegen. Darum entwickelte sie „Heartbeat Revival“, eine kleine Box für den Schlüsselbund, die bei einem Notfall genaue Anweisungen gibt, was zu tun ist. Bisher produzierte sie das Gadget selbst. Um nun größer zu werden, will sie 160.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteile.
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Maschmeyer will wissen: „Das hat man ja nicht immer dabei. Sollte es nicht besser eine App auf dem Smartphone sein?“ Die Sanitäterin hat sich bewusst dagegen entschieden. In einer Stresssituation müsse die Anwendung so schnell und leicht wie möglich sein. Tech-Investor Frank Thelen (50) findet die Idee zwar gut, gibt aber zu bedenken: „Das kannst du halb so groß machen und für ein Viertel des aktuellen Preises verkaufen.“ Außerdem wäre er an einer App auf dem Handy mehr interessiert. Das Angebot kommt von Dümmel: „Du berührst mich. Zu helfen ist deine Mission. Und ich bin der richtige Löwe für dich.“
Bereits sieben Millionen Euro stecken in Food-Start-up
Heinz Pöttinger (38) hat zum Pitchen nicht nur seine Controllerin Beatrice Ilie (28) mitgenommen, sondern die ganze Familie – die bereits ganze sieben Millionen Euro in sein Start-up investierte. Purora ist ein gesundes Ernährungskonzept, das mit Mixer und Fertigmahlzeiten im Glas daherkommt. Nun will Pöttinger weitere 300.000 Euro als Investition für 10 Prozent Firmenanteile. Bei der Verkostung sind die Löwen zwar begeistert von den Suppen, Smoothies und Protein-Shakes, fragen sich aber, warum das Start-up mit so viel Investitionen erst eine halbe Million Umsatz machte.
Thelen sagt an: „Ihr habt ein geiles Produkt, aber ihr seid lost.“ Er rät, voll auf Geschäftskunden statt auf Private zu setzen. Gemeinsam mit Williams macht er ein Angebot, das jedoch eng an diese Voraussetzung geknüpft sei. Das Duo bietet sogar 400.000 Euro, will aber 20 Prozent Anteile. Das Gegenangebot kommt von Wöhrl. Sie will weniger reinreden, bietet die gefragten 300.000 Euro, will aber 15 statt 10 Prozent Anteile. Nachdem sich Pöttinger mit seiner Familie beraten hat, offeriert er den Investoren 12,5 Prozent. Damit sind Thelen und Williams raus, Wöhrl hingegen lässt sich zum Mittelweg von 13,75 Prozent überreden und macht den Deal.
Axel Schulz als Grillmeister entlarvt
Die letzten Pitcher bringen prominente Unterstützung mit: Ex-Profiboxer Axel Schulz (57) begleitet drei Grillmeister mit ihrem Grillbrett. Auf der Bühne grillt Schulz erst kommentarlos Fleisch, wird von den Löwen aber sofort erkannt. „Ich mag nicht nur das Produkt, auch die drei Jungs sind sensationell“, erklärt er. Kennengelernt hat er die drei Hobbygriller bei einer Grillmeisterschaft. Ihr Tool: Ein 6-in-1-Gerät, das als Wurst-Schaufel, Grillhandschuh, Grill-Putzgerät oder Bieröffner verwendet werden kann – alles was das Grillmeister-Herz begehrt.
Für den Launch brauchen sie 100.000 Euro für 15 Prozent, doch die Löwen sind nicht begeistert. Das klappt aber nicht so gut“, findet Maschmeyer beim Wenden eines Steaks. Ensthaler fragt sich, wie hygienisch das Holzbrett sei. Einer nach dem anderen springen die Investoren ab. Kein Deal für Schulz und seine Grillfreunde. Der Ex-Boxer scherzt beim Verlassen der Bühne: „Ich werd‘ sie jetzt mal verkloppen gehen.“
(ero/spot)
Bild: Ex-Boxer Axel Schulz outet sich als „DHDL“-Fan – und hat als Grillmeister und Markenbotschafter eines Start-ups einen Auftritt in der Sendung. / Quelle: RTL / Bernd-Michael Maurer


