Conan O’Brien (62) ist die erste Personalie gewesen, die für die 98. Ausgabe der Academy Awards feststand – neben dem glanzköpfigen Mann namens Oscar, versteht sich, um den sich auch in der Nacht auf den 16. März wieder alles drehen wird. Denn kaum hatte die US-amerikanische Late-Night-Legende im vergangenen Jahr ihr erstes Engagement als Host der Preisverleihung gefeiert, teilten die Veranstalter mit, dass O’Brien auch 2026 wieder durch den Abend führen darf.
Wann, wo und wie steigen die Oscars?
Mehr noch: Der 62-Jährige, der seinen Kollegen Jimmy Kimmel (58) als Oscar-Moderator abgelöst hatte, war demnach „der perfekte Gastgeber – er hat uns mit Humor, Wärme und Ehrfurcht durch den Abend geführt. Es ist eine Ehre, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten.“ Ihren Teil zu dieser Entscheidung dürfte die Tatsache beigetragen haben, dass die zuletzt schwächelnden Quoten 2025 unter O’Brien einen Fünf-Jahres-Höchststand erreicht hatten.
Dass deutsche Fans wieder besonderes Durchhaltevermögen beweisen müssen, um O’Briens zweiten Oscar-Einsatz live miterleben zu können, ist auch in diesem Jahr unumgänglich. Hierzulande steigen die 98. Academy Awards aufgrund der Zeitverschiebung in der Nacht auf den 16. März und dauern bis in die sehr frühen Morgenstunden. Der Streamingservice Disney+ wird auch in diesem Jahr ab 23:30 Uhr die Oscars zeigen – ganz ohne zusätzliche Werbeunterbrechung. Der US-Sender ABC, der die Oscars in den Vereinigten Staaten ausstrahlt, gehört zum Disney-Konzern, der unter anderem mit dem Mega-Animationshit „Zoomania 2“ große Chancen auf den begehrten Goldjungen hat. Im linearen Fernsehen überträgt ProSieben ab 23:45 Uhr das Event.
Aus dem Comedy-Schatten ins Gag-Rampenlicht
Dass sich das Aufleben lohnt, dafür sorgt nicht zuletzt Comedy-Experte Conan O’Brien. Seine Brötchen verdiente er sich schon früh mit seinem Sinn für Humor, zunächst allerdings im Verborgenen. Ab den 80er Jahren startete er seine Karriere als Autor hinter den Kulissen gleich zweier US-Kultshows: Für Saturday Night Live (SNL) arbeitete er als einer der Gagschreiber, später wechselte er zu „Die Simpsons“ und verfasste die Skripte zu einigen unvergesslichen Folgen. „Die eine Sache, auf die mich die Leute am meisten ansprechen, ist diese eine ‚Simpsons‘-Episode, die ich geschrieben habe“, verriet er im Gespräch mit Howard Stern. Fans der Zeichentrickserie dürften an nur einem Wort erkennen, um welche es sich handelt: Monorail…
1993 dann der beachtliche Wechsel ins Rampenlicht: Auf NBC startet das Format „Late Night with Conan O’Brien“ zu einer ganz bestimmten Uhrzeit: O’Brien erhielt den Sendeplatz von Urgestein David Letterman (78), den dieser über ein Jahrzehnt geprägt hatte. Mit Erfolg: Sogar 16 Jahre lang hielt er dem Slot die Treue, ehe er nach einem kurzen „The Tonight Show“-Intermezzo seine bislang letzte Late-Night-Heimat bei TBS (2010 bis 2021) fand.
Sein Stil: Zwischen massentauglich und selbstironisch
Sein Stil unterscheidet sich doch arg von dem seiner vielen berühmten Kollegen, seien es Letterman oder Jay Leno (75). O’Brien setzt gerne auf skurrilen bis surrealen Humor, mit einer charmanten Eigenschaft: Nicht selten ist er selbst das Ziel seiner Punchlines. Mit der Fähigkeit, über sich selbst lachen zu können, gepaart mit einem massentauglichen aber nicht zu schnödem Humor, eroberte der 1,93 Meter große Schlacks die Herzen eines breitgefächerten Publikums.
So auch im vergangenen Jahr bei den Oscars, wie sich im Quoten-Nachgang zeigte. Der Lohn könnte neben des Jobs als Moderator der aktuellen Ausgabe auch eine geschichtsträchtige Ehre sein: 2028 steht schließlich das 100. Jubiläum der Academy Awards an. Sollte sich O’Brien bis dahin keinen epochalen Fehltritt erlauben oder ein anderer Name kometenhaft aufsteigen, dürfte der Favorit für die Moderation des runden Geburtstags des weltberühmten Goldjungen sein.
(stk/spot)
Bild: Die zwei Stars des Oscar-Abends: Conan O’Brien und der Goldjunge, um den sich in der Nacht auf den 16. März wieder alles drehen wird. / Quelle: © 2026 Disney. All rights reserved.

