Jan Böhmermann (45) hat einen prominenten Gast für sein „ZDF Magazin Royale“ gewonnen: Der Satiriker hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) zum Interview getroffen. In dem Gespräch geht es unter anderem um die Folgen der US-Kongresswahlen für die Ukraine und den Einfluss des Tech-Unternehmers Elon Musk auf die amerikanische Politik.
Selenskyj hofft auf mehr Unterstützung aus den USA
Ein Schwerpunkt des Interviews sind die jüngsten Midterm-Wahlen in den USA. Die Demokraten haben dabei die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat zurückerobert. Selenskyj verbindet damit die Hoffnung auf eine stärkere Unterstützung seines Landes im russischen Angriffskrieg.
„Deswegen gibt es die Hoffnung, dass es zu einem Machtgleichgewicht kommt und dass wir mehr Unterstützung bekommen“, sagt der ukrainische Präsident in einem achtminütigen Teaser. Wenn der US-Kongress finanzielle Hilfe und Waffenlieferungen unterstütze, könne das auch Einfluss auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin haben.
Auch Elon Musk kommt zur Sprache. Selenskyj betonte, die Ukraine sei dem Unternehmen SpaceX für die Bereitstellung der Satellitenkommunikation dankbar. Diese sei zu Beginn des Krieges sehr hilfreich gewesen. Gleichzeitig stellte er klar: „Natürlich gefällt uns seine Haltung zu diesem Krieg nicht.“
Vom Comedian zum Präsidenten
Neben der aktuellen Politik sprechen Böhmermann und Selenskyj auch über dessen ungewöhnlichen Lebensweg. Bevor Selenskyj 2019 zum Präsidenten der Ukraine gewählt wurde, war er als Schauspieler und Komiker bekannt. In der Serie „Diener des Volkes“ spielte er einen Geschichtslehrer, der unverhofft Staatschef wird – eine Rolle, die seiner späteren politischen Karriere erstaunlich nahekam.
Das vollständige Interview gibt es im ZDF-Streamingportal und auf YouTube. Im Fernsehen ist es am Freitag um 23 Uhr im „ZDF Magazin Royale“ zu sehen. Das ZDF hatte das Gespräch zuvor in einer Pressemitteilung angekündigt.
(ncz/spot)
Bild: Jan Böhmermann hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum Interview getroffen. / Quelle: ZDF/Peter Oliver Wolff






