Auf dem Basketballfeld ist Moritz Wagner (29) längst ein Profi, im Showgeschäft betritt er dagegen Neuland. Ab dem 1. November versucht der NBA-Star bei „Wer stiehlt mir die Show?“ (20:15 Uhr, ProSieben und Joyn), Joko Winterscheidt (47) seinen Moderationsjob streitig zu machen.
Gemeinsam mit Komikerin Carolin Kebekus (46) und Entertainer Jens „Knossi“ Knossalla (40) stellt sich der Spieler der Brooklyn Nets in der zwölften Staffel der Quizshow den unterschiedlichsten Herausforderungen. Wie er die Dreharbeiten erlebt hat, verriet Wagner bereits im Juni in seinem Podcast „Kannst du so nicht sagen“, der mittlerweile nur noch von Arne Greskowiak geführt wird.
Vom Berliner Nachwuchstalent zum Weltmeister
Moritz Wagner wurde am 26. April 1997 in Berlin geboren und gehört zu den bekanntesten deutschen Basketballspielern. Seine Karriere begann bei Alba Berlin, bevor er 2015 in die USA wechselte und für die University of Michigan spielte. 2018 schaffte er schließlich den Sprung in die nordamerikanische Profiliga NBA. Die Los Angeles Lakers sicherten sich den damals 21-Jährigen im Draft. Nach weiteren Stationen bei den Washington Wizards und Boston Celtics spielte er von 2021 bis 2026 für die Orlando Magic, zeitweise gemeinsam mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder Franz Wagner (25). Seit Sommer 2026 steht Moritz Wagner bei den Brooklyn Nets unter Vertrag.
Seinen bislang größten sportlichen Erfolg feierte er 2023 mit der deutschen Basketball-Nationalmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft in Asien holte das Team um die Wagner-Brüder erstmals den Titel. Auch bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris stand der 2,11 Meter große Basketballer für Deutschland auf dem Feld. Die Mannschaft belegte am Ende den vierten Platz.
Erste Erfahrungen vor der Kamera
Ganz unbekannt ist Wagner das Fernsehgeschäft allerdings nicht. Bereits 2024 gewährte er gemeinsam mit seinem Bruder in der vierteiligen ZDF-Dokumentation „The Wagner Brothers – Zwei Brüder, ein Traum“ persönliche Einblicke in sein Leben. Die Filmemacher begleiteten die beiden über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren, dokumentierten ihren Weg zum WM-Titel und zeigten neben dem sportlichen Alltag auch das Familienleben der Brüder.
2025 folgte für Wagner eine weitere Aufgabe vor der Kamera. Während er nach einer Knieverletzung an seinem Comeback arbeitete, verstärkte er das Expertenteam von MagentaSport und MagentaTV bei der Basketball-Europameisterschaft. Dabei analysierte er ausgewählte Spiele und brachte seine Erfahrungen aus der NBA ein. „Ich bin ja keiner, der ein Blatt vor den Mund nimmt“, erklärte er damals in einer Mitteilung der Deutschen Telekom. Besonders freue er sich darauf, den Basketball aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
„Ich habe gelernt, dass ich mich komplett zum Affen machen kann“
Bei „Wer stiehlt mir die Show?“ stand Wagner nun vor einer ganz anderen Herausforderung. Im Podcast „Kannst du so nicht sagen“ zog er ein erstes Fazit. Die Dreharbeiten hätten ihm zwar viel Spaß gemacht, seien für ihn persönlich aber auch sehr herausfordernd gewesen. Einfach sei die Erfahrung keineswegs gewesen.
Sein Ziel habe von Anfang an festgestanden: Er wollte möglichst authentisch bleiben. Schon bei den Dreharbeiten zur Dokumentation über sich und seinen Bruder habe er festgestellt, dass er vor der Kamera am besten funktioniere, wenn er sich nicht an ein vorgegebenes Skript halten müsse.
Für die Unterhaltungsshow nahm er sich deshalb vor, sich auf alles einzulassen. „Ich habe gelernt, dass ich mich komplett zum Affen machen kann“, erzählte der Basketballer lachend. Seine Devise während der Aufzeichnungen sei gewesen: „Ich habe mir vorgenommen, ich ziehe komplett durch. Was immer die mich hier fragen, mach ich.“ Dass er diese Entscheidung möglicherweise noch bereuen könnte, kommentierte er ebenfalls mit einem Lachen.
Beeindruckt zeigte er sich außerdem von der Showband und Jokos Fähigkeiten vor der Kamera. Der Moderator habe ihn mit seiner Professionalität nachhaltig beeindruckt.
Knossi und Kebekus hinterließen Eindruck
Auch über seine prominenten Mitstreiter fand Wagner im Podcast viele positive Worte. Besonders Jens „Knossi“ Knossalla war für ihn zunächst ein Unbekannter. „Den kannte ich überhaupt nicht. Also, ich bin ja gar nicht in dem Streaming-Ding drin“, erzählte er. Umso besser hätten sich die beiden während der Dreharbeiten verstanden. „Der Typ ist eine Legende. Der war so lustig.“
Knossi sei vor und hinter der Kamera genau derselbe Mensch gewesen. Man habe ihm angemerkt, wie sehr er die Teilnahme genossen habe. Dabei habe der Streamer das Geschehen zeitweise regelrecht dominiert. „Der hat die Show auch komplett so an sich gerissen im positiven Sinne. Das war teilweise wirklich eine Knossi-Show“, erinnerte sich Wagner.
Nicht weniger angetan war er von Carolin Kebekus. „Ich persönlich hatte eine tolle Zeit mit ihr. Ich fand sie richtig nett“, schwärmte der Basketballer. Insgesamt blickte er auf „richtig coole zwei Wochen“ zurück.
Aus Show-Kollegen wurden Freunde
Besonders in Erinnerung blieb Wagner auch das Kennenlernen mit Joko Winterscheidt. Den Moderator habe er vor den Aufzeichnungen kaum gekannt. Innerhalb der zwei gemeinsamen Wochen habe sich das allerdings geändert. Die beiden seien mittlerweile enge Freunde geworden, erzählte Wagner.
Zudem zeigte er sich dankbar für das Vertrauen, das Winterscheidt ihm entgegengebracht habe. Er habe es als besondere Gelegenheit empfunden, als Basketballspieler Teil einer Unterhaltungsshow sein zu dürfen und seinen Sport auf einer solchen Plattform zu repräsentieren.
Ob Wagner am Ende tatsächlich Jokos Moderationsjob übernehmen darf, erfahren die Zuschauer ab dem 1. November. In sechs neuen Folgen treten er, Kebekus und Knossi gemeinsam mit wechselnden Wildcard-Kandidaten gegen Winterscheidt an. Wer die jeweilige Ausgabe gewinnt, darf die nächste Folge nach eigenen Vorstellungen gestalten und moderieren.
(jom/spot)
Bild: Joko Winterscheidt, Moritz Wagner, Carolin Kebekus und Knossi bestreiten die neue „WSMDS“-Staffel. / Quelle: Joyn/Julian Mathieu





