Ute (80) und Chiara Ohoven (41) haben in einem gemeinsamen Statement an Mario Ohoven (1946-2020) erinnert. Der Mittelstandspräsident war am 31. Oktober 2020 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. In einem Instagram-Beitrag zeigten sich die Ehefrau und die Tochter des Unternehmers an seinem Grab und widmeten ihm liebevolle Zeilen.
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Mit den Worten „Sechs Jahre ohne dich“ beginnt der Text. Die Trauer ist darin deutlich zu spüren. „Noch immer können wir kaum begreifen, dass du nicht mehr bei uns bist. In unseren Herzen fühlt es sich an, als hätten wir dich erst gestern noch gesehen“, schreiben Mutter und Tochter. Es sei, „als wäre es nicht wahr, dass du so plötzlich und unerwartet aus unserem Leben gerissen wurdest“.
„Wir geben uns gegenseitig Halt“
Kraft schöpfen die beiden aus den gemeinsamen Erinnerungen. „Wir denken jeden Tag an dich, an unsere gemeinsamen Jahre und all die wunderbaren Momente, die für immer bleiben“, heißt es weiter. In den Erinnerungen fänden sie Trost, „und wir geben uns gegenseitig Halt, auch wenn der Schmerz, dich nicht mehr bei uns zu haben, niemals ganz vergeht“. Am Ende des Beitrags betonen die beiden Frauen: „Wir vermissen dich unendlich. Heute, morgen und an jedem einzelnen Tag.“
Unfalltod mit 74 Jahren
Mario Ohoven wurde 74 Jahre alt. Bekannt gegeben hatte den Tod damals der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), den Ohoven seit 1998 führte. „In tief empfundenem Mitgefühl gedenken wir eines außergewöhnlichen Menschen und Vorbilds, eines visionären Unternehmers und Vorkämpfers, eines liebevollen Ehemanns, Vaters und Großvaters“, schrieb der Verband. Auch der damalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zeigte sich erschüttert über die Nachricht „vom plötzlichen Unfalltod des Mittelstands-Präsidenten“.
Ohoven wurde 1946 in Neuss geboren und stammte aus einer traditionsreichen Unternehmerfamilie. Er war gelernter Bankkaufmann und arbeitete später als Anlageberater. Bis 2005 war er geschäftsführender Gesellschafter der Düsseldorfer Investor- und Treuhand GmbH. Neben Tochter Chiara hinterließ er Sohn Michael.
Der Verlust traf Ute Ohoven schwer
Wie schwer der Verlust die Familie traf, erzählte Ute Ohoven, die sich als „Charity-Queen“ einen Namen machte, im März 2021 im Interview mit dem Magazin „Bunte“. Sie sei „gelähmt vor Schmerz“, drei Monate lang habe sie mit niemandem sprechen können. Vor allem die Wochenenden seien schlimm: „Die Wochenenden sind die Hölle. Jeden Samstag habe ich den Unfall vor Augen. Jede einzelne Minute bis zu seiner Todesstunde. Das ist grausam.“
Zuflucht finde sie am Grab ihres Mannes, das sie seit der Beisetzung am 12. November 2020 jeden Tag besuchte. „Ich spreche mit meinem Mann, erzähle ihm vom Tag, von der Arbeit und den Kindern“, sagte sie damals. „Diese Nähe verschafft mir ein klein wenig innere Ruhe.“
(ae/spot)
Bild: Ein Bild aus glücklichen Zeiten: Chiara, Mario und Ute Ohoven besuchten viele Veranstaltungen zusammen. / Quelle: imago images/Eventpress Radke






