Herbert Grönemeyer (70) erhält den Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2026. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird dem Sänger am 17. November im K21 in Düsseldorf verliehen. Geehrt werden sein musikalisches Lebenswerk und sein langjähriges gesellschaftliches Engagement. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (51, CDU) würdigt den Musiker aus diesem Anlass mit besonders persönlichen Worten.
„Bei diesen Drums bekomme ich Gänsehaut. Jedes einzelne Mal wieder“, schreibt Wüst auf seinem Instagram-Account. Gemeint ist der Song „Bochum“, der 1984 auf Grönemeyers Erfolgsalbum „4630 Bochum“ erschien. Für den Ministerpräsidenten ist das Lied weit mehr als ein Klassiker. „Er ist eine Liebeserklärung an eine Stadt voll Stolz und Herzlichkeit – wo Malochen und Ehrlichkeit zählen“, schwärmt Wüst und erinnert damit an die besondere Bedeutung des Songs für das Ruhrgebiet.
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Hendrik Wüst: „Einer aus dem Pott geblieben“
Besonders beeindruckt den Ministerpräsidenten, dass Grönemeyer trotz seiner jahrzehntelangen Karriere seinen Wurzeln treu geblieben ist. „Was ich besonders an ihm schätze: Er ist einer aus dem Pott geblieben, mit tiefer Zuneigung für die Menschen und das Revier“, schreibt Wüst.
Auch die künstlerische Entwicklung des Sängers hebt er hervor. Von elektronischen Experimenten in den 1990er-Jahren über Unplugged-Auftritte bis hin zum emotionalen Album „Mensch“ habe sich Grönemeyer immer wieder neu erfunden. Seine Musik spende Trost und mache Mut. Zudem würdigt Wüst den Einsatz des Künstlers für Demokratie und Menschlichkeit.
Auch sein gesellschaftliches Engagement wird gewürdigt
Wie das nordrhein-westfälische Kulturministerium bekannt gab, zeichnet die Jury Grönemeyer nicht allein für seine musikalischen Erfolge aus. Auch sein Einsatz gegen gesellschaftliche Spaltung, für Armutsbekämpfung und eine weltoffene Demokratie fließt in die Entscheidung ein.
Für Grönemeyer ist der Kunstpreis NRW bereits die zweite bedeutende Ehrung innerhalb weniger Monate. Im Juni 2026 erhielt er in Berlin den Deutschen Nationalpreis. Die Deutsche Nationalstiftung würdigte damit ebenfalls seine künstlerischen Leistungen und sein Engagement für demokratische Werte. Bei der Verleihung erklärte der Sänger mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen: „Es geht um sehr vieles, es geht um unser aller Freiheit.“
Der Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen wird 2026 zum sechsten Mal vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Helge Schneider (2023) und der Schriftsteller Ralf Rothmann (2025). Ministerpräsident Wüst und Kulturministerin Ina Brandes (49, CDU) werden die diesjährige Auszeichnung am 17. November gemeinsam überreichen.
(dr/spot)
Bild: Herbert Grönemeyer wird von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst überschwänglich gelobt. / Quelle: imago/Future Image / Agentur Wehnert/Renà du Vinage









