Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer: Das hält ihre Ehe zusammen

Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer: Das hält ihre Ehe zusammen

Ann-Kathrin Kramer (60) sieht in der gegenseitigen Freiheit das Geheimnis ihrer langjährigen Ehe mit Harald Krassnitzer (66). „Vielleicht sind wir genau deshalb so lange zusammen. Weil wir es aushalten, wenn der andere mal ein anderes Tempo hat oder eine Idee, die wir selbst nicht gut finden“, sagt die Schauspielerin in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Bunte“. Und sie ergänzt: „Und weil wir nicht versuchen, den anderen festzuhalten.“

Weiter betont die 60-Jährige, die seit 17 Jahren mit ihrem Kollegen verheiratet ist: „Unsere Ehe ist ein sehr festes Haus, durch das aber auch viel Wind und Sonne geht. Da ist Bewegung drin. Licht. Freiheit. Und genau das finde ich schön.“

So wichtig ihr Sicherheit in einer Partnerschaft auch sei, dürfe diese die persönliche Freiheit nicht einschränken: „Mir ist Sicherheit wichtig, aber sie darf nicht bedeuten, dass man darin eingeschlossen ist. Ich möchte am Fenster sitzen und hinausschauen können.“

Sie ist impulsiv, er kopflastig

Dass die beiden nicht immer im Gleichschritt unterwegs sind, gibt Kramer offen zu. „Ich bin auf jeden Fall impulsiver als er. Wenn sich ein Gedanke bei mir einnistet, muss ich ihn aussprechen. Harry geht das viel kopflastiger an.“ Kürzlich hätten sie sich gemeinsam an die Anfänge ihrer Beziehung erinnert, als sie spontan aus München weggezogen seien. Warum genau, wüssten beide nicht mehr. „Ich glaube, wir wollten die Karten neu mischen. Nicht in einer Stadt bleiben, in der einer von uns schon mit jemand anderem gelebt hat.“

Auch heute frage sie sich gelegentlich, ob noch einmal ein Ortswechsel anstehen sollte. Bisher sei sie aber stets zum selben Ergebnis gekommen: „Ich bin genau da, wo ich sein will.“ Würde sie spüren, dass etwas nicht stimmt, wäre sie zu radikalen Schritten bereit: „Dann würde ich eher jedes Risiko eingehen, als irgendwo zu verharren, wo ich unglücklich bin.“

Klare Worte zum Älterwerden

Beim Thema gemeinsames Altern wird Kramer deutlich. „Ich finde es schrecklich, wenn man einen Partner hat, der sagt: So kannst du doch nicht so aussehen, du musst hier spritzen oder da was ändern.“ Sie beobachte immer mehr Menschen, die versuchten, die Zeit anzuhalten.

Junge Kolleginnen hätten ihr erzählt, dass ihnen weibliche Vorbilder fehlten und sie glaubten, mit Mitte 30 sei Schluss. Kramer hält dagegen: „Dabei ist es eine Illusion, dass man dauerhaft glücklich wird, nur weil man ein bisschen an sich herumzaubert.“

(ae/spot)

Bild: Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer gehen schon seit vielen Jahren gemeinsam durchs Leben. / Quelle: imago/VISTAPRESS

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