Amanda Seyfried (40) hat zuletzt eine Serienrolle ausgeschlagen, weil sie darin ständig Sexszenen hätte spielen müssen. Davon erzählte die Hollywood-Schauspielerin beim Hamptons International Film Festival, wie das US-Magazin „People“ berichtet. Auf intime Szenen vor der Kamera wolle sie vorerst grundsätzlich verzichten.
Bei einem Panel mit Alec Baldwin (68) sprach Seyfried offen über die Eigenheiten ihres Berufs. „Unsere Jobs sind seltsam“, habe sie zu ihrem Kollegen gesagt. Und je älter sie werde, „desto seltsamer wird es“. Schließlich müsse man im Schauspiel mit Menschen romantisch werden, zu denen man privat gar keine romantische Beziehung habe.
Früher war Knutschen keine große Sache
„Manchmal ist es toll. Manchmal ist es wirklich unangenehm“, sagte der Star aus Filmen wie „Mamma Mia!“, „Jennifer’s Body“ und „The Housemaid“. Heute könne sie kaum glauben, wie unbeschwert sie früher an solche Szenen herangegangen sei. Damals habe sie gedacht: „Wir müssen knutschen. Super! Das ist großartig. Ich weiß, wie man knutscht.“
Es habe ihr Spaß gemacht und sei keine große Sache für sie gewesen. Ihr Gedanke dabei sei einst gewesen: „Ich darf heute mit einer Person knutschen, die heiß ist… und ich werde dafür bezahlt.“
„Ich will das nicht machen“
Inzwischen stehen solche Szenen neuen Jobs im Weg. „Ich habe eine Serie abgelehnt, in der ich ständig Sex hätte haben müssen – eben wegen des Sex“, erzählte Seyfried. Mit wem sie hätte drehen sollen, spiele dabei keine Rolle. „Ich will das nicht machen. Ich fühle mich dabei unwohl. Darauf habe ich momentan keine Lust.“
Ein endgültiges Nein ist das allerdings nicht. Ob sich ihre Haltung noch einmal ändert, sei nicht absehbar. Komme das richtige Projekt zum richtigen Zeitpunkt, lasse sie sich vielleicht umstimmen. Nackt vor einem Fremden stehen wolle sie grundsätzlich aber nicht mehr.
Ihre Kinder schauen genau hin
Auch privat hat sich bei Seyfried einiges verändert. Mit dem Schauspieler Thomas Sadoski (50) hat sie eine neunjährige Tochter und einen sechsjährigen Sohn. Im September machten die beiden ihre Trennung offiziell. Sie seien schon seit einer Weile kein Paar mehr, „und es hat sich als der richtige Schritt für uns und unsere Familie erwiesen“, hieß es in einem gemeinsamen Statement.
„Ich habe jetzt Kinder, die darauf achten, was ich tue“, sagte die 40-Jährige nun. Deshalb lasse sie sich nicht mehr so leicht unterbuttern und sage öfter Nein. Wie das im Alltag aussieht, schilderte sie mit einer kleinen Anekdote.
Eine Begegnung in Manhattan
Vor Kurzem sei sie mit ihrer Tochter in Manhattan unterwegs gewesen und gleich zweimal um ein Foto gebeten worden, einmal auf der Straße und einmal in einem Café. Beide Male habe sie abgelehnt. „Ich bin so stolz auf dich, dass du Nein gesagt hast“, habe ihre Tochter daraufhin gesagt. Seyfried sei der Gedanke gekommen, dass ein so kleines Mädchen so etwas eigentlich nicht sagen sollte.
Seitdem habe sie eine feste Regel: Sind ihre Kinder dabei, sage sie immer Nein. Denn was auch immer ihr Sohn und ihre Tochter gerade durchmachen, sei „wichtiger als das, was ich gerade durchmache“.
(wue/spot)
Bild: Amanda Seyfried möchte aktuell keine Sexszenen spielen. / Quelle: imago images/Independent Photo Agency Int./Simone Comi




