Yan Chmarau mit dem DAAD-Preis ausgezeichnet

Berlin, 13.10.2026 (lifePR) – Yan Chmarau wurde 1994 in Mahiljou, Belarus, geboren und lebt seit 2017 in Berlin. Nach einem Studium der Romanischen und Germanischen Philologie in Mahiljou studierte er Bildhauerei an der weißensee kunsthochschule berlin, wo er 2026 bei Professor Albrecht Schäfer und Juliet Kothe sein Diplom absolvierte. Während des Studiums verbrachte er ein Austauschjahr im Bereich Digitale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien in der Klasse UBERMORGEN. Derzeit setzt er sein Studium als Meisterschüler an der weißensee kunsthochschule berlin fort.

Yan Chmarau arbeitet mit Video, Fotografie, Skulptur, Installation und internetbasierten Plattformen und sammelt gefundenes Material von verlassenen Social-Media-Profilen, Secondhand-Plattformen, Verwertungs- und Ersatzteilangeboten sowie Dinge, die im öffentlichen Raum zurückgelassen wurden. Ihn interessiert Material, das bereits aufgeladen und ambivalent ist; er bringt es in unerwartete Zusammenhänge, um sichtbar zu machen, was darin bislang latent geblieben war. Seine Arbeiten untersuchen, wie alltägliche, intime und widersprüchliche Fragmente des Lebens im Lauf der Zeit neue Bedeutungen und Eigenschaften annehmen, die von denjenigen, die sie hervorgebracht haben, ursprünglich nicht beabsichtigt waren.

Für seine Diplomarbeit Changing into Winter Tyres sammelte Yan Chmarau über mehrere Jahre hinweg Videos von verlassenen Profilen auf „Vkontakte“, dem größten russischen Netzwerk, sowie YouTube und entwickelte aus diesem Archiv einen Film. Die Arbeit beschäftigt sich mit Jugend, riskantem Verhalten, dem frühen Internet und der Idee einer „unrealized future“.

„Für mich ist der DAAD-Preis natürlich eine Anerkennung meiner Arbeit. Ich glaube, jeder Künstler und jede Künstlerin erlebt Phasen, in denen man an sich selbst und an der eigenen Arbeit zweifelt. Gerade in solchen Momenten kann eine solche Anerkennung sehr motivierend sein und einem das Vertrauen geben, weiterzuarbeiten. Vielen Dank für dieses Vertrauen.“ (Yan Chmarau)

Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst vergeben.

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