Linkin-Park-Frontfrau Emily Armstrong zweifelte an sich

Linkin-Park-Frontfrau Emily Armstrong zweifelte an sich

Seit 2024 steht Emily Armstrong (40) als Sängerin von Linkin Park auf der Bühne. Damit trat sie in große Fußstapfen: Sie singt die Hits, die jahrelang mit dem 2017 verstorbenen Chester Bennington (1976-2017) verbunden waren. In einer neuen Dokumentation spricht Armstrong nun über ihre anfänglichen Zweifel und den Druck, den die Aufgabe mit sich brachte.

„Bin ich dem überhaupt gewachsen?“, habe sie sich gefragt, erzählt Armstrong im Gespräch mit dem US-Magazin „People“. Gerade bei Liedern wie „In the End“, „Numb“ und „Crawling“ sei die Herausforderung groß gewesen. Schließlich kennen Millionen Fans die Songs in der Originalversion mit Bennington.

„Man versucht, sich jeden Grund einzureden, warum man nicht gut genug ist“, beschreibt die Musikerin ihre damaligen Gedanken. Ihr sei bewusst gewesen, dass die Erwartungen hoch waren und die Lieder für viele Menschen eine besondere Bedeutung haben.

Emily Armstrong wollte Chester Bennington nicht kopieren

Für Armstrong stand deshalb schnell fest, dass sie ihren eigenen Weg finden musste. „Versuche nicht, wie jemand anderes zu sein. Du bist kein Ersatz. Niemand könnte Chester jemals ersetzen. Mach dein Ding“, habe sie sich selbst gesagt.

Sie habe sich darauf konzentriert, den Liedern möglichst dieselbe emotionale Wirkung zu verleihen. „Das ist das Einzige, was ich bei den alten Songs versuchen kann“, erklärt sie. Als Linkin-Park-Fan würde sie sich schließlich wünschen, dass die Musik auch weiterhin berührt.

Auch die Band habe sie darin bestärkt, ihren eigenen Stil einzubringen. „Emily, wir wissen, wie du klingst. Wir haben gerade eine Platte aufgenommen. Sei einfach du selbst“, hätten ihre Kollegen ihr vermittelt.

Linkin Park wollte keine Kopie der eigenen Vergangenheit

Auch Mike Shinoda (49), Mitgründer und Sänger der Band, erinnert sich in der Dokumentation an die schwierige Entscheidung, wie es mit Linkin Park weitergehen sollte. Als Armstrong zugesagt habe, einige Auftritte mit der Gruppe zu spielen, hätten sie gemeinsam den bisherigen Katalog durchgesehen. Die Frage sei gewesen, wie sie die großen Hits mit einer neuen Stimme auf die Bühne bringen könnten.

Schließlich sei es der Band wichtig gewesen, keine Kopie ihrer selbst zu werden. Auch Joe Hahn (49) betont in dem Film, Armstrong solle ihre eigene musikalische Identität entwickeln dürfen.

Die Dokumentation „Linkin Park: Unshatter“ begleitet die Gruppe auf ihrem Weg zurück zur Musik und auf die Bühne nach Benningtons Tod im Jahr 2017. Sie zeigt unter anderem frühe Aufnahmesessions und Gespräche über die Zukunft der Band.

Neues Kapitel mit Emily Armstrong

Linkin Park stellte Armstrong 2024 als neue Sängerin vor. Gemeinsam mit dem ebenfalls neu hinzugekommenen Schlagzeuger Colin Brittain veröffentlichte die Band im November desselben Jahres das Album „From Zero“. Die Rückkehr stieß bei Fans auf Begeisterung, löste aber auch kontroverse Reaktionen aus.

(ncz/spot)

Bild: Emily Armstrong ist seit 2024 die Frontfrau der Band Linkin Park. / Quelle: imago images/Image Press Agency/Xavier Collin

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