HBO hat grünes Licht für eine Serie zu „Crazy Rich Asians“ gegeben. Wie die US-Branchenmagazine „Deadline“ und „Variety“ übereinstimmend berichten, knüpft das Drama mit Episoden von je einer Stunde Länge an den Kinohit von 2018 an. Constance Wu, Henry Golding und Ronny Chieng übernehmen erneut ihre Rollen aus dem Film und gehören zur Stammbesetzung. Oscarpreisträgerin Michelle Yeoh ist in einer wiederkehrenden Rolle zu sehen.
Für eine Überraschung sorgt das Genre. Der Film war eine romantische Komödie, die Serie wird dagegen ein Drama. Diese Entscheidung sei schon früh in der Entwicklung gefallen, schreibt „Deadline“. Geplant sind acht Folgen, die laut Showrunnerin Adele Lim dort weitermachen, wo der Film aufgehört hat.
Ein Sequel mit acht Folgen statt einem Film
Lim schrieb bereits am Drehbuch des Kinofilms mit und verantwortet nun die Serie. „Das ist ein ‚Crazy Rich‘-Familientreffen!“, wird sie in den Berichten zitiert. Die Serie sei die Fortsetzung, auf die man gewartet habe. Statt eines einzelnen Films habe man nun acht Episoden, um tiefer in die Figuren und Welten der Romanvorlage einzutauchen. Der Writers Room laufe bereits auf Hochtouren.
Auch Regisseur Jon M. Chu ist als ausführender Produzent wieder an Bord. „Vor acht Jahren hat ‚Crazy Rich Asians‘ mein Leben verändert“, erklärt er. Die Darsteller seien seitdem zu Filmstars, Superhelden, Hallenfüllern und sogar einer Oscargewinnerin geworden. Sie alle zurückzuholen, fühle sich an wie nach Hause zu kommen. Und endlich könne er die Frage beantworten, die ihm seit acht Jahren fast täglich gestellt werde: Wann kommt die Fortsetzung?
Eine Kinofortsetzung kam nie zustande
Auf diese Antwort mussten Fans tatsächlich lange warten. Ein zweiter Kinofilm war laut „Variety“ zwar über Jahre im Gespräch, kam aber nie voran. Dabei hatte das Original Kasse gemacht: Bei einem Budget von rund 30 Millionen Dollar spielte es weltweit mehr als 239 Millionen Dollar ein. Nach Angaben von „Deadline“ war es die erfolgreichste romantische Komödie eines Hollywoodstudios an den nordamerikanischen Kinokassen seit fast einem Jahrzehnt.
Die Geschichte basiert auf den Bestsellern von Kevin Kwan. Im Mittelpunkt steht die chinesischstämmige US-Amerikanerin Rachel (Wu), die ihren späteren Verlobten Nick (Golding) in seine Heimat Singapur begleitet, um seine Familie kennenzulernen. Dort erfährt sie unter anderem, dass seine Familie unvorstellbar reich ist. Kwan zeigte sich begeistert, seine Figuren nun mit dem Raum erzählen zu können, den eine HBO-Serie biete. Die Fans hätten geduldig gewartet, und das Warten werde sich lohnen.
Von HBO Max zu HBO
Ursprünglich war das Projekt bei HBO Max angesiedelt, wo Anfang 2025 die Arbeit an den Drehbüchern begann. Inzwischen ist es zu HBO gewandert, ein Weg, den laut „Deadline“ bereits andere große Serien auf Basis von Warner-Bros.-Stoffen genommen haben, darunter „Harry Potter“ und „The Penguin“.
HBO-Chef Casey Bloys bezeichnete Wu, Golding, Chieng und Yeoh als „globale Superstars“. Man wisse, dass die leidenschaftlichen Fans des Films und der Romane es kaum erwarten könnten, mehr zu sehen. Produziert wird die Serie von HBO und Warner Bros. Television. Einen Starttermin gibt es noch nicht.
(jom/spot)
Bild: Michelle Yeoh, Henry Golding und Constance Wu (v.l.) in „Crazy Rich Asians“. / Quelle: imago images/Capital Pictures / Sanja Bucko




