„Großstadtrevier“-Jubiläum: Maria Ketikidou erinnerte an Jan Fedder

„Großstadtrevier“-Jubiläum: Maria Ketikidou erinnerte an Jan Fedder

Mit einer Preview in der Hamburger Astor Film Lounge haben die Macher und Stars des „Großstadtrevier“ am Mittwochabend (7. Oktober) das 40-jährige Bestehen der ARD-Vorabendserie gefeiert. Mit dabei waren laut NDR die aktuellen Darstellerinnen und Darsteller Maria Ketikidou, Enrique Fiß, Patrick Abozen, Saskia Fischer, Sinha Melina Gierke, Özgür Karadeniz, Sven Fricke und Sofie Junker. Auch die ehemaligen Kolleginnen Andrea Lüdke und Dorothea Schenck kamen zum Jubiläum.

Neben Vertretern von ARD und NDR feierte das Team der Letterbox Filmproduktion mit, dazu die Regisseure Torsten Wacker („Der Prozess“) und Kirsten Laser, die den Spielfilm „Großstadtrevier – Knockout“ inszeniert hat.

„Mach dir nicht so ’nen Kopp, Kleene“

Zu den bewegendsten Momenten des Abends gehörte Maria Ketikidous (60) „Brief an das Revier“. Die Schauspielerin gehört fast von Anfang an dazu. „Ich durfte 33 dieser 40 Jahre miterleben und habe gesehen, wie Menschen gingen und etwas daließen, neue kamen und plötzlich wieder etwas anderes möglich wurde“, sagte sie. Vielleicht werde man genau so 40, also „indem man sich verändert und sich trotzdem treu bleibt“.

Einen Kollegen hob sie besonders hervor: „Jan war für mich natürlich ein ganz besonderer Teil dieser langen Reise. Und ich glaube, er fände es großartig, dass es immer noch weitergeht“, so Ketikidou über den 2019 verstorbenen Jan Fedder (1955-2019). Was der Kiez-Polizist dazu gesagt hätte, weiß sie auch: „Mach dir nicht so ’nen Kopp, Kleene. Dat löppt.“

Den Schlusspunkt setzte der Titelsong. Moderator Yared Dibaba stimmte ihn an, Akkordeonspieler Nenad Lautarevic aus der gemeinsamen Band begleitete, und am Ende sang der komplette Kinosaal mit.

Als der Titel noch provozierte

Die Geschichte der Serie beginnt 1986. Am 16. Dezember jenes Jahres lief die erste Folge, und schon ihr Titel sorgte für Aufsehen: „Mensch, der Bulle ist ’ne Frau“. „Als 1986 die erste Klappe fiel […], ahnte niemand, was daraus entstehen würde“, erinnert sich NDR-Executive-Producerin Diana Schulte-Kellinghaus. Inzwischen sind 550 Folgen und drei Filme für den Hauptabend entstanden.

Das Erfolgsrezept liegt laut NDR in der Nähe zum echten Polizeialltag. Hamburg spiele dabei die heimliche Hauptrolle, und einem Grundsatz sei die Serie stets treu geblieben: Spannung funktioniere auch ohne Mord. NDR-Programmdirektor Frank Beckmann lobt, die Serie zeige „die großen und kleinen Konflikte“ und suche dabei auch nach Lösungen. Sie sei damit „zeitgemäßer denn je“.

Von Freddy Quinn bis H. P. Baxxter

Über die Jahre prägten zahlreiche Gesichter das Revier, darunter Arthur Brauss, Mareike Carrière, Anja Nejarri, Wanda Perdelwitz, Steffen Groth und Peter Fieseler. Auch die Gästeliste kann sich sehen lassen: Freddy Quinn, Ilse Werner und Klausjürgen Wussow schauten ebenso vorbei wie Barbara Schöneberger, Olivia Jones, Tim Mälzer, Steffen Henssler, Roger Cicero und Scooter-Frontmann H. P. Baxxter.

Wer nach dem Jubiläum nicht genug bekommt, muss nicht lange warten. Neue Folgen zeigt Das Erste weiterhin montags um 18:50 Uhr, außerdem sind sie in der ARD Mediathek abrufbar. Der Spielfilm „Großstadtrevier – Knockout“ folgt Anfang 2027 um 20:15 Uhr.

(ili/spot)

Bild: ARD-Vorabendserie „Großstadtrevier“ feiert Jubiläumsabend mit Darstellern und ehemaligen Darstellern (v.l.): Sofie Junker, Patrick Abozen, Andrea Lüdke, Saskia Fischer, Maria Ketikidou, Enrique Fiß, Özgür Karadeniz, Sven Fricke, Dorothea Schenck, Sinha Melina Gierke. / Quelle: ARD/Thorsten Jander

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