Am 7. Oktober startet „Carrie“ bei Prime Video. Die Serie basiert auf Stephen Kings (79) gleichnamigem Debütroman und umfasst acht Episoden, die zum Auftakt vollständig abrufbar sind. Für die erste Serienadaption des Stoffes zeichnet Mike Flanagan (48) verantwortlich und fungiert als Showrunner.
Die Umsetzung stellte ihn vor eine besondere Herausforderung. „Normalerweise ist das Ziel bei der Verfilmung eines Stephen-King-Romans ein ganz anderes. Da geht es darum: Wie kann man die Geschichte straffen? Hier war es genau umgekehrt. Wenn wir die Geschichte von Carrie White in einer Langfassung erzählen wollen, wie können wir sie dann ausweiten?“, sagte er gegenüber „Entertainment Weekly“.
Darum geht’s in der Serie „Carrie“
Carrie White wächst abgeschirmt von der Außenwelt im Haus ihrer überfürsorglichen Mutter Margaret auf. Der unerwartete frühe Tod ihres Vaters zwingt sie dazu, sich an einer öffentlichen Highschool zurechtzufinden. Dort sieht sie sich mit einem Mobbingfall konfrontiert, der sich rasch verbreitet und die gesamte Gemeinde erschüttert.
Gleichzeitig ist Carrie dem unbarmherzigen Druck und den alltäglichen Grausamkeiten der Social-Media-Welt ausgesetzt. Während sie in die Pubertät eintritt, entdeckt sie zudem, dass sie geheimnisvolle telekinetische Kräfte besitzt.
In der Hauptrolle verkörpert Summer H. Howell (22) die Außenseiterin Carrie. Ihre Mutter wird von Samantha Sloyan (47) gespielt. Außerdem wirken Matthew Lillard, Amber Midthunder, Siena Agudong, Arthur Conti und Josie Totah in der Serie mit.
Mehrere Verfilmungen
Seit der Veröffentlichung des Romans wurde die Geschichte mehrfach für Film und Fernsehen adaptiert. Die bekannteste Umsetzung entstand im Jahr 1976 unter der Regie von Brian De Palma (86). Sissy Spacek (76) spielte darin die Titelrolle. Bei Produktionskosten von weniger als zwei Millionen Dollar spielte der Horrorfilm mehr als 30 Millionen Dollar ein. Inzwischen gilt er als Klassiker des Genres und erhielt zwei Oscarnominierungen.
1999 folgte mit „The Rage: Carrie 2“ eine Fortsetzung, in deren Mittelpunkt Carries Halbschwester Rachel stand. Regie führte Katt Shea. Eine weitere Version entstand 2002 für den US-Sender NBC mit Angela Bettis (53) und Patricia Clarkson (66). Der Fernsehfilm sollte zugleich als Pilot für eine Serie dienen, die jedoch nie umgesetzt wurde.
Die bislang letzte Kinoadaption kam 2013 heraus. Darin übernahmen Chloë Grace Moretz (29) und Julianne Moore (65) die Hauptrollen. Bereits 1988 war „Carrie“ zudem als Broadway-Musical adaptiert worden. Die Produktion stieß jedoch auf wenig Begeisterung und wurde nach nur fünf regulären Aufführungen beendet.
Keine Miniserie?
„Carrie“ ist laut Mike Flanagan nicht als abgeschlossene Miniserie mit nur einer Staffel angelegt. In einem Interview mit „Collider“ während des Toronto Film Festivals sprach der Serienschöpfer über sein Wunschszenario für die Serie. Demnach würde er die Geschichte am liebsten in drei Staffeln erzählen. „Es ist im Grunde eine Trilogie“, erklärte Flanagan.
Währenddessen äußerte sich Stephen King positiv über die Serienfassung seines Romans. Auf Threads bezeichnete er Flanagans Version als „brillant“ und ergänzte: „Was sie über soziale Medien zu sagen hat, ist schockierend und wahr.“
(des/spot)
Bild: Summer H. Howell übernimmt in „Carrie“ die Titelrolle. / Quelle: IMAGO/Landmark Media


