Alena Gerber (36) engagiert sich seit Jahren für den Tierschutz. Im Rahmen des Global Adoption Weekend macht sich das Model nun gemeinsam mit Mars dafür stark, Tierheimtieren ein neues Zuhause zu geben. Für Gerber ist das Thema auch persönlich von großer Bedeutung: Ihr Hund Onyx stammt selbst aus dem Tierheim.
„Für den Tierschutz gehe ich wahrscheinlich weiter als für jedes andere gesellschaftliche Thema“, betont die 36-Jährige im Interview. Gerade in diesem Bereich sei sie besonders kompromisslos, „weil Tiere keine eigene Stimme haben und vollkommen darauf angewiesen sind, dass Menschen für sie eintreten“.
Alena Gerber wollte für den Tierschutz sogar ins Kriegsgebiet reisen
Wie weit Gerber dabei zu gehen bereit ist, zeigt eine Episode aus der Zeit nach Beginn des Krieges in der Ukraine. Rund ein halbes Jahr später habe sie geplant, selbst in Richtung Krisengebiet zu fahren, um Hunde zu retten und nach Deutschland zu bringen. Helfer und eine Tierschutzorganisation hätten bereits bereitgestanden.
Ihr Ehemann Clemens Fritz habe schließlich sein Veto eingelegt, weil er nicht wollte, dass sie ihr eigenes Leben in Gefahr bringt. „Natürlich hatte er damit recht“, sagt Gerber rückblickend. An ihrem grundsätzlichen Impuls habe sich jedoch nichts geändert: „Wenn ich sehe, dass ein Tier leidet und ich konkret etwas tun könnte, fällt es mir sehr schwer, nicht direkt in Aktion zu treten.“
„Es musste Onyx sein“
Auch bei ihrem eigenen Hund Onyx war die Verbindung offenbar sofort da. Im Tierheim sei er das introvertierteste und ruhigste Tier gewesen. „Er war zunächst angespannt und aufgeregt, legte sich auf meinen Schoß und kam innerhalb kürzester Zeit vollkommen zur Ruhe. Er schlief auf mir ein.“ Für Gerber war klar: „Diesen Hund und mich trennt nichts mehr.“
Trotzdem habe sie die Entscheidung mit ihrer Familie besprochen. „Ein Tier aufzunehmen, ist eine emotionale Entscheidung, aber sie darf niemals nur emotional getroffen werden. Man übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen, und die muss mit dem eigenen Alltag vereinbar sein.“ Heute gehört Onyx selbstverständlich zur Familie.
Nun möchte Gerber auch andere Menschen ermutigen, einem Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu geben. Dass dabei gerade die unbekannte Vorgeschichte für Unsicherheit sorgen kann, zeigen die Ergebnisse einer neuen Mars-Studie im Vorfeld der Kampagne: 37 Prozent der Befragten in Deutschland nennen gesundheitliche Bedenken als mögliche Hürde, 31 Prozent haben Sorge wegen des Verhaltens eines Tieres.
Gerber kann solche Vorbehalte nachvollziehen, rät aber dazu, ein Tier nicht allein nach seiner Vergangenheit zu beurteilen. „Man sollte einem Tier die Chance geben, mehr zu sein als die Summe dessen, was ihm widerfahren ist.“ Eine wichtige Rolle komme dabei seriösen Tierheimen zu: Sie kennen ihre Tiere und können einschätzen, welches von ihnen zu welchem Zuhause passt.
Alena Gerber träumt von einem Haus voller Tiere
Wenn es allein nach Gerber ginge, wäre Onyx wohl längst nicht das einzige Tier im Haus. „Wir hätten mehrere Hunde, Katzen, Mäuse, mindestens ein Pferd und noch einige andere Tiere. Wir haben sogar schon ernsthaft darüber gesprochen, zwei Rinder bei uns im Garten aufzunehmen“, erzählt sie. Während sie selbst zunächst all die Gründe sehe, warum etwas funktionieren könnte, sei ihr Mann derjenige, „der mich liebevoll auf den Boden der Tatsachen zurückholt“.
Auch deshalb steht für Gerber fest, dass eine Adoption gut überlegt sein muss. Stimmen die Voraussetzungen, könne daraus jedoch eine ganz besondere Beziehung entstehen. „Irgendwann merkt man: Das Tier ist angekommen und gehört ganz selbstverständlich zur Familie. Dieses Vertrauen geschenkt zu bekommen, ist etwas ganz Besonderes.“
Für den Tierschutz setzt Gerber ganz bewusst auch ihre eigene Bekanntheit ein – und ließ dafür auch schon die Hüllen fallen. „Wenn ich meinen Körper und meine Reichweite einsetzen kann, um Aufmerksamkeit auf Tiere zu lenken, die selbst keine Stimme haben, dann weiß ich sehr genau, wofür ich es tue.“ Wie wichtig ihr dieses Engagement ist, zeigt auch ein Blick auf ihre beruflichen Prioritäten: Im Zweifel würde sie selbst einen lukrativen Modeljob dafür ausschlagen. „Ich würde mich für immer, ohne mit der Wimper zu zucken, für den Tierschutz entscheiden.“
(ncz/obr/spot)
Bild: Alena Gerber hat ihren Hund Onyx aus dem Tierheim adoptiert und setzt sich dafür ein, dass andere es ihr gleichtun. / Quelle: Mars




