„Wahre Legende“: Metalwelt trauert nach Tod von Venom-Sänger Cronos

„Wahre Legende“: Metalwelt trauert nach Tod von Venom-Sänger Cronos

Der Tod von Conrad Lant (1963-2026), vielen Musikfans wohl besser als Cronos bekannt, erschüttert die Metalszene. Der langjährige Sänger und Bassist der britischen Metalband Venom ist im Alter von 63 Jahren verstorben, wie am 1. Oktober mitgeteilt wurde. Zahlreiche Szenegrößen und auch Vertreter aus anderen Genres der härteren Gangart melden sich in den sozialen Medien zu Wort.

„Mit tiefer Trauer und gebrochenem Herzen geben wir bekannt, dass Conrad ‚Cronos‘ Lant verstorben ist. Über mehr als vier Jahrzehnte hinweg waren Conrads Stimme, sein Bass und seine Vision das Herzstück von Venom“, heißt es in einer auf dem Instagram-Account der Band veröffentlichten Mitteilung. Cronos habe etwas erschaffen, das härtere Musik für immer verändert habe.

https://www.instagram.com/p/Dd9Mx-ZCIay/?img_index=1

In dem Statement wird auch Cronos‘ Sohn Nathan, der sich bei den Fans bedankt, zitiert: „Ich weiß, dass er euch wirklich zu schätzen wusste.“ Die Seele seines Vaters ruhe nun, „und seine Musik wird weiterleben. Die Legende von Cronos wird niemals sterben.“

„Seine Stimme wird immer ein Teil unseres Lebens bleiben“

Welch großen Einfluss die Musik von Cronos auch auf viele Künstlerinnen und Künstler hatte, wird in den öffentlichen Beileidsbekundungen deutlich. Dieser Abschied sei schwierig, schreibt beispielsweise die deutsche Sängerin Doro Pesch (62). „Ich erinnere mich noch immer daran, wie ich damals das erste Venom-Album ‚Welcome To Hell‘ zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Und Mann, habe ich diese Platte rauf und runter gehört“, erklärt sie bei Instagram. Cronos solle in Frieden ruhen.

https://www.instagram.com/p/Dd9TjwdF4gq/

„Danke, Cronos“, schreibt Mille Petrozza (58) von der ebenfalls deutschen Band Kreator in einem Beitrag. „Ohne dich würde es Kreator nicht geben.“ Jeff Becerra (58) von Possessed erklärt auf dem Account der Band, dass es ihn sehr traurig stimme, vom Ableben von Cronos zu hören. Es sei „schwierig, die richtigen Worte zu finden“. Cronos habe der Musik „so viel gegeben, und seine Stimme wird immer ein Teil unseres Lebens bleiben“.

Auch beim Wacken Open Air, einem der größten Metal-Festivals der Welt, wird getrauert: „Wir haben Cronos verloren. Und mit ihm jemanden, der die Musik mitgeprägt hat, die uns beim W:O:A zusammenbringt.“ Seine Stimme, sein „dreckiger Bass“ und der schiere Lärm hätten bei den Leuten den Wunsch geweckt, selbst Bands zu gründen und Grenzen auszuloten. Den Einfluss von Venom könne man „bei so vielen Bands hören, die wir über die Jahre auf dem W:O:A begrüßt haben“. In den Kommentaren meldet sich auch der offizielle Account der Hardcore-Band Hatebreed: „Legende!! Hat alles verändert!!“

„Verdammt, ich bin am Boden zerstört, so traurig“

Unter dem Beitrag mit dem Statement von Venom ist ebenfalls Hatebreed-Frontmann Jamey Jasta (49) zu finden. „Ruhe in Frieden, Legende“, schreibt er dort. Dem kann Lars Frederiksen (55), unter anderem bekannt als Mitglied der Punkband Rancid, nur zustimmen: „Ruhe in Frieden. Eine wahre Legende.“

Michael Amott (57) von Arch Enemy kommentiert den Beitrag mit drei Emojis, die gebrochene Herzen zeigen. Ähnlich reagiert der offizielle Account der Band Machine Head – mit drei schwarzen Herz-Emojis. All das fasst Gary Holt (62) von Exodus mit wenigen Worten zusammen: „NEIN! Verdammt, ich bin am Boden zerstört, so traurig. Ruhe in Frieden, Legende.“

(wue/spot)

Bild: Conrad „Cronos“ Lant während eines Auftritts von Venom im Juni 2026 in Schweden. / Quelle: imago images/Gonzales Photo/Terje Dokken

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