Der Deutsche Kulturrat hat Schauspielerin Iris Berben (76) mit dem Deutschen Kulturpolitikpreis 2026 geehrt. In einer feierlichen Veranstaltung wurde sie für ihr „langjähriges Engagement für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie ihren Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus gewürdigt“, heißt es von dem Spitzenverband der Bundeskulturverbände.
Igor Levit hielt die Laudatio
„Iris Berben begreift ihre Bekanntheit seit Langem als gesellschaftliche Verantwortung“, begründete die Jury ihre Entscheidung: „Mit Lesungen, Schulbesuchen, öffentlichen Diskussionen und Reden erinnert sie an die Verbrechen des Nationalsozialismus, tritt für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens ein und widerspricht Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. Erinnerungskultur versteht sie dabei nicht allein als Bewahrung der Vergangenheit, sondern als demokratische Aufgabe der Gegenwart.“
Die Preisverleihung an Iris Berben fand am Donnerstag im Wilhelm von Humboldt-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin statt. Pianist Igor Levit (39) hielt die Laudatio auf die Preisträgerin und rahmte den Abend mit musikalischen Beiträgen ein.
Seit Jahrzehnten ein Star
Vor der Kamera steht Berben bereits seit den 1960er Jahren. In dieser Zeit hat sie Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern durch Film- und Fernsehproduktionen begleitet und dafür zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter mehrere Goldene Kameras und Bambis. Auch als Synchron- und Hörbuchsprecherin ist sie tätig.
Zu ihren jüngeren Schauspielarbeiten zählt Ruben Östlunds Kinofilm „Triangle of Sadness“, der 2022 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme gewann. Hinzu kommen die Netflix-Produktion „Paradise“ und die Disney+-Serie „Deutsches Haus“.
Kulturpolitisch trat sie außerdem als Präsidentin der Deutschen Filmakademie hervor. Von 2010 bis 2019 setzte sie sich in diesem Amt für die Interessen der Filmschaffenden in Deutschland ein.
(hub/spot)
Bild: Iris Berben bei der Verleihung des Deutschen Kulturpolitikpreises 2026 in der Staatsbibliothek zu Berlin. / Quelle: imago/Matthias Wehnert / Agentur Matthias Wehnert / M. Gränzdörfer







