„The Paper“ druckt wieder: Das sind die Schlagzeilen in Staffel zwei

„The Paper“ druckt wieder: Das sind die Schlagzeilen in Staffel zwei

Schmiert die Druckerpressen! Ab dem 16. September geht sie wieder an die Arbeit, die chaotisch-liebenswerte Redaktion der Lokalzeitung von „The Paper“. Mit Staffel zwei der Mockumentary-Serie, die hierzulande via Sky und Streamingdienst Wow zu sehen ist, geht selbstverständlich auch die komödiantische Aufarbeitung der Zeitungskrise in eine neue Runde.

Wo endete die erste Staffel? Und mit welchen Tücken der übermächtig erscheinenden Online-Konkurrenz müssen sich Chefredakteur Ned Sampson (Domhnall Gleeson) und Konsorten in den neuen Folgen herumschlagen?

Print ist nicht tot – noch nicht

Das „TTT“ steht in „The Paper“ nicht für „Titel, Thesen, Temperamente“ sondern für „Toledo Truth Teller“. Das strauchelnde Blatt hat es sich unter der neuen Leitung von Ned auf die Fahnen geschrieben, der virtuellen Clickbait-Konkurrenz mit seriösem Print-Journalismus den Kampf anzusagen. Stets hautnah mit dabei ist ein Kamerateam, das über den Existenzkampf der Zeitung eine Doku dreht.

Dass noch Leben in der vermeintlich totgeweihten Branche steckt, wurde am Ende von Staffel eins bei den Ohio Journalism Awards deutlich: Zum ersten Mal seit über 50 Jahren konnte der „Truth Teller“ dort wieder Preise gewinnen – und das gleich dreifach.

Beflügelt von diesen jüngsten Erfolgen setzt das Team nun alles daran, die nächste große Story aufzudecken. Bei seinen Recherchen stößt Ned auf dubiose Machenschaften eines lokalen Privatclubs. Aber riskiert er mit seinen Nachforschungen womöglich die Zukunft seiner gerade wieder halbwegs auf die Beine gekommenen Zeitung?

Beruf oder Liebe – oder beides?

Die zehn Folgen der ersten „The Paper“-Staffel stellten die schrägen Figuren der Redaktion mit all ihren Eigenheiten, Sorgen und Wünschen vor. Trotz der anfangs unvermeidbaren Reibereien formte sich aus den unerfahrenen Journalisten erstaunlich schnell eine eingeschworene und letztendlich sogar preiswürdige Truppe heraus. Wie kann Staffel zwei daran anschließen?

Ein zentraler Handlungsstrang der neuen Episoden wird die geheime Romanze zwischen Ned und Mare Pritti (Chelsea Frei) sein. Schon zu Beginn der ersten Staffel zeigte sich, dass der neue „The Paper“-Chef und die Schriftsetzerin ein Auge aufeinander geworfen haben. Zum ersten leidenschaftlichen Kuss kam es dann im Finale von Staffel eins.

Aber kann Liebe im Newsroom wirklich gutgehen, oder leidet die Arbeit zu sehr darunter? Erst recht, wenn auch noch jeder Schritt und (Fehl-)Tritt von einem Kamerateam begleitet wird?

Neben jeder Menge Situationskomik und Fremdscham-Potenzial durch den Mockumentary-Stil setzt „The Paper“ erneut auf den humorvollen Umgang mit einer eigentlich tragischen Entwicklung. Wenn einfach jeder im Netz – darunter gar der Präsident der Vereinigten Staaten – mit einem bloßen Tastendruck seine Fake-News als Wahrheit verkaufen kann, wer hat dann noch Lust auf wahrhaften, aber eben analogen und zugegeben etwas trägen Zeitungsjournalismus?

Die Serie darf also weiterhin als charmante Ode an das Print-Handwerk verstanden werden, die sowohl überbordendes Traditionsbewusstsein als auch die schnelllebige Sensationslust digitaler Boulevard-Klitschen auf den Arm nimmt.

In bester Tradition seines berühmten Vorgängers

Dass die Serie ein Spin-off der erfolgreichen US-amerikanischen Ausgabe von „The Office“ ist, ist auch in den neuen Folgen nicht zu übersehen. Verwackelt eingefangene Blicke durch Rollos und Kollegen, die den schnöden Büroalltag buchstäblich verschlafen, inklusive.

Das offensichtlichste Bindeglied ist und bleibt aber Schauspieler Oscar Nunez, der in beiden Serien in seine Paraderolle als ge- und entnervter Buchhalter Oscar Martinez schlüpft.

Wie schon in Staffel eins von „The Paper“ hatte „The Office“-Schöpfer Greg Daniels auch bei den neuen Episoden wieder seine Finger als Showrunner, Produzent und Autor im Spiel. Ebenso wie Ricky Gervais und Stephen Merchant als ausführende Produzenten. Also jenes Erfolgsduo, das das britische Original von „The Office“ einst aus der Taufe hob.

Die zehn neuen Folgen von „The Paper“ gibt es ab dem 16. September druckfrisch bei Sky zu sehen. Wahlweise können sie außerdem via Wow gestreamt werden.

(stk/spot)

Bild: Domhnall Gleeson (l.) als ambitionierter Chefredakteur Ned Sampson in „The Paper“. / Quelle: © 2024 Peacock TV LLC. All Rights Reserved.

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