Es ist wieder so weit: „Die Höhle der Löwen“ (montags, 20:15 Uhr bei VOX oder vorab bei RTL+) ist zurück. Zum Start der 20. Jubiläumsstaffel bekommen die bekannten Löwen Verstärkung: Getränkeunternehmer Andreas Herb (55) und Snocks-Gründer Johannes Kliesch (32) nehmen erstmals auf den Investorenstühlen Platz. Beide sind hungrig auf gute Deals – Herb schlägt gleich zum Auftakt zu.
Als Erste wagt sich Kaschma Bakhtiar (38) vor die Löwen. Nachdem sie selbst unter starkem Haarausfall gelitten hatte, machte sie sich auf die Suche nach einer Lösung. Das Ergebnis: eine Haartinktur aus 17 Ölen, das nach Angaben der Gründerin das Haarwachstum unterstützen und Haarausfall reduzieren soll. Bei ihr selbst habe die Mischung geholfen, erzählt die 38-Jährige – und präsentiert den Löwen ihre volle Haarpracht.
Der neue Löwe schlägt sofort zu
Bakhtiar würde die Tinktur am liebsten ihrer Wunschinvestorin Judith Williams (54) einmassieren. Die Beauty-Expertin lehnt jedoch dankend ab – und findet, dass andere Löwen das Haarwuchsmittel nötiger hätten. Also lässt sich Neuzugang Andreas Herb (55) auf die Behandlung ein. „Bei mir ist da wenig Hoffnung“, gibt er zunächst zu bedenken. Die anschließende Kopfmassage genießt der Unternehmer jedoch sichtlich.
Und nicht nur die Massage überzeugt ihn: Herb zeigt schnell Interesse an einem Investment. Vor allem Bakhtiars Pläne für eine Expansion in den Mittleren Osten wecken seinen Geschäftssinn. „Meine größte Niederlassung ist in Dubai. Ich kenne den Mittleren Osten wie meine Westentasche“, erklärt er.
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Auch Wunschinvestorin Judith Williams will einsteigen und schließt sich mit Herb zusammen. Für die gewünschten 150.000 Euro verlangt das Duo allerdings 30 statt der angebotenen 15 Prozent der Firmenanteile. Bakhtiar ist hin- und hergerissen, willigt schließlich aber ein. „Das wird ein ‚Burner‘!“, freut sich Herb, der damit gleich bei seinem ersten Auftritt gemeinsam mit Williams seinen ersten Deal an Land zieht.
Viel Nervosität und noch mehr Fragezeichen
Die nächsten beiden Pitcher sind sichtlich nervös: Marlon (63) und Elke Osthoff (66) sind weder Jungunternehmer noch betreiben sie ein klassisches Start-up. Ihren „Piesel Piepser“ vertreiben sie – bislang eher mäßig erfolgreich – bereits seit 30 Jahren. Das Gerät soll Kindern helfen, die nachts ins Bett nässen: Ein Sensor in der Unterhose registriert Feuchtigkeit und löst einen Alarm aus, der das Kind weckt, damit es zur Toilette gehen kann.
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Elke Osthoff verliert während des Pitches immer wieder den Faden – Ehemann Marlon und die Jury lassen ihr jedoch geduldig Zeit. Ralf Dümmel (59) zeigt Verständnis: „Ich liebe es, wenn jemand aufgeregt ist“, schließlich sei das nur menschlich. Doch je mehr das Ehepaar erzählt, desto mehr Fragen kommen auf. Vor allem ihre unternehmerischen Entscheidungen sorgen bei den Löwen für Verwunderung. Am Ende folgt eine Absage nach der anderen.
Doch plötzlich ziehen sich Carsten Maschmeyer (67) und Janna Ensthaler (42) zur Beratung zurück. „Wir haben uns etwas überlegt“, verkündet Maschmeyer anschließend. Ihre Bedingung für die Investition von 100.000 Euro: Eine jüngere Person soll die Geschäftsführung übernehmen und ebenfalls Firmenanteile erhalten. Für das Ehepaar, das ohnehin kurz vor dem Ruhestand steht, kommt dieser Vorschlag wie gerufen. Strahlend nehmen die beiden den Deal an, an den wohl kaum noch jemand geglaubt hatte.
Ingwerspray als Aphrodisiakum
Pitcher Ingwer Sörensen (49) bringt prominente Unterstützung mit: Micaela Schäfer (42) soll seinem Erotik-Business „Naturally Naughty“ einheizen – als selbst ernannte COO, „Chief Orgasm Officer“. Besonders angetan ist sie von einem Ingwerspray, das vor dem Oralverkehr in den Mund gesprüht wird. „Es wird spürbar heiß auf der Haut und kribbelt“, erklärt Schäfer. Damit sei das Spray indirekt „für oben- und untenrum“.
Wie sich das anfühlt, darf Ralf Dümmel gleich selbst testen: Schäfer sprüht ihm kurzerhand einen Schuss in den Mund. „Dümmel, denk an deine Erektion, die darauf kommen könnte“, warnt Co-Löwe Herb trocken – und bringt damit die gesamte Jury zum Lachen.
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Das Thema sorgt bei den Löwen zwar für reichlich Heiterkeit, doch weder die Zahlen noch die Produkte des Jungunternehmens können überzeugen. „Der Erotikmarkt ist riesig, aber wo sind eure Verkäufe?“, wundert sich Herb. Auch Williams fehlt ein klares Konzept: „Es kommt nicht klar rüber, was das alles überhaupt ist. Ihr müsst die Marke schärfen.“ Einer nach dem anderen steigt aus – der erhoffte heiße Deal für das Erotik-Business bleibt aus.
Ein echter Problemlöser
Mehr Glück haben Vater und Sohn Andreas (44) und Fabian Berger (21) mit ihren „Sauberdropz“, Reinigungstabs für schwer zu reinigende Trinkflaschen. Die Österreicher haben die Tabs aus Natron und Zitronensäure selbst entwickelt und produzieren sie auch in Eigenregie. Die Anwendung ist denkbar einfach: Tab mit etwas Wasser in die Flasche geben, 30 Sekunden kräftig schütteln – und Schmutz sowie hartnäckige Ablagerungen sollen sich lösen. Die Löwen zeigen sich unisono begeistert.
„Ein echter Problemlöser“, zeigt sich Judith Williams beeindruckt. In ihr Beauty-Portfolio passt das Produkt allerdings nicht – als Einzige steigt sie aus. Gefragt sind 65.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.
Getränkeunternehmer Andreas Herb scheint zunächst der ideale Investor zu sein. Er sieht „eine exzellente Chance in der Gastronomie“, fordert für sein Investment allerdings 20 Prozent. Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl (72) würde dagegen zu den angebotenen Konditionen einsteigen. Frank Thelen (50) und Ralf Dümmel bieten gemeinsam die gewünschten 65.000 Euro, verlangen dafür aber zunächst 30 Prozent. „Ein Hammer-Produkt. Wir glauben, dass es wahnsinnig viel Potenzial hat, ihr aber sehr viel Unterstützung braucht.“
Geben Vater und Sohn also zehn, 20 oder sogar 30 Prozent ab? Noch während die beiden sich beraten, bessern Dümmel und Thelen ihr Angebot nach: 25 Prozent würden ihnen ebenfalls reichen. Damit können sie die Bergers überzeugen – der Deal steht.
„Ihr wollt keinen Deal, ihr wollt nur Aufmerksamkeit“
Waldemar Zeiler (44) und Kian Pariwar (43) wollen leerstehende Ladenflächen in Ping-Pong-Clubs verwandeln. Ihr Konzept „Ding Dong Ping Pong“: hochmoderne, vollautomatisierte Tischtennishallen, die rund um die Uhr geöffnet sind und ohne Personal auskommen. „Unser erster Club in Berlin ist durch die Decke gegangen! Wir wollen viele weitere Standorte erschaffen.“ Für die Expansion brauchen die Gründer eine halbe Million Euro und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile. „Das ist teuer!“, stellt Janna Ensthaler fest.
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Zur Auflockerung gibt es für die Löwen zunächst eine Runde Tischtennis – Ping-Pong-Fan Frank Thelen gewinnt souverän. Doch dann geht es zurück zum Geschäftlichen. „Das alles kann ich auch alleine machen – da brauche ich doch euch nicht dazu“, urteilt Dagmar Wöhrl und steigt aus. Thelen wiederum bemängelt, dass es ähnliche Konzepte bereits in den USA gebe. Noch deutlicher wird Carsten Maschmeyer: „Ihr habt nichts erfunden, euch gehört nichts. Und die Bewertung ist eine Frechheit.“ Sein Verdacht: „Ihr wollt keinen Deal, ihr wollt nur die Aufmerksamkeit.“
„Das Thema ist so toll, aber die Zahlen stimmen nicht“ – damit steigt auch Ensthaler aus. Ping-Pong-Fan Frank Thelen fällt die Absage dagegen sichtlich schwer. „Ich coache gerade gute Tischtennisspieler, um ihre Sportart in Cashflow umzuwandeln“, erzählt er. Doch eine halbe Million Euro für gerade einmal zehn Prozent der Firmenanteile ist auch ihm zu viel. Ein Gegenangebot macht er nicht. „Es ärgert mich wirklich, denn das ist genau mein Thema.“
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Bild: Andreas Herb und Judith Williams (r.) wittern bei Kaschma Bakhtiars Haartinktur einen vielversprechenden Deal. / Quelle: RTL


