Stefan Mross (50) war lange das Gesicht von „Immer wieder sonntags“, aber am 6. September hieß es Abschied nehmen. Der Musiker und Moderator führte durch die letzte reguläre Ausgabe der Show, die seit mehr als 30 Jahren über die deutschen Bildschirme flimmerte – über zwei Dekaden davon unter seiner Leitung vor den Kameras. Auf Instagram blickt Mross noch einmal dankbar zurück. Zuvor soll ihm jedoch der Kragen geplatzt sein.
https://www.instagram.com/p/Dc_F9UZu1ra/?hl=de
„Meine lieben Freunde, liebe Kollegen, liebes Team, liebe Fans und alle, die mich begleitet haben, 22 Jahre voller Begegnungen, Erlebnisse, Erfolge, Herausforderungen und gemeinsamer Erinnerungen“, schreibt Mross zu einem Foto, auf dem er sichtlich berührt wirkt. Es falle ihm nicht leicht, Abschied zu nehmen, denn „nach so langer Zeit wird Arbeit zu Heimat, Familie und einem Teil von einem selbst“.
Stefan Mross hatte nicht mit 22 Jahren gerechnet
An seinem ersten Tag bei dem Format habe er nicht gedacht, „dass daraus 22 gemeinsame Jahre werden würden. Jahre, in denen ich viele Menschen kennenlernen durfte, die zu Freunden wurden. Dafür möchte ich von Herzen Danke sagen.“ Mross dankt in dem Beitrag auch dem Team, den Helferinnen und Helfern hinter den Kulissen sowie den Fans.
Vieles werde dem Moderator fehlen: „Die Menschen, Gespräche, das gemeinsame Lachen und das Gefühl, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Aber ich gehe nicht mit Traurigkeit, sondern mit Dankbarkeit – dafür, 22 Jahre lang Teil dieser besonderen Gemeinschaft gewesen zu sein.“ Die Zeit werde er nie vergessen. Seinen Fans auf Instagram versichert er: „Was wir gemeinsam erlebt haben, kann uns niemand nehmen.“
„Das war für mich ein Punkt, wo mir der Kragen geplatzt ist“
Ganz so versöhnlich, wie diese Worte klingen, sah es anscheinend nach der letzten Sendung am Sonntag zunächst nicht aus. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung waren der Moderator und sein Team zu einem Empfang des SWR geladen, bei dem man sich gemeinsam von dem Format verabschieden wollte.
Mross soll bei der Veranstaltung während einer Rede deutliche Worte gefunden haben. Diese sei laut dem Moderator „wohlüberlegt [gewesen], weil ich im Vorfeld wusste, dass der SWR sich heute in erster Linie selbst feiern wird. Mein Team und ich sind alle traurig und die feiern sich? Das war für mich ein Punkt, wo mir der Kragen geplatzt ist.“
Ein Sendersprecher wollte gegenüber der Tageszeitung die Vorkommnisse nicht kommentieren und erklärte: „Wir haben immer wieder betont, wie schwer uns die Entscheidung, ,Immer wieder sonntags‘ zu beenden, gefallen ist. Bei aller verständlichen Emotionalität war und ist uns ein respektvolles Miteinander wichtig. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu Aussagen auf einer internen Veranstaltung nicht öffentlich äußern.“
(wue/spot)
Bild: Stefan Mross, hier sichtlich emotional während der letzten Sendung, wird künftig nicht mehr durch „Immer wieder sonntags“ führen. / Quelle: imago images/HOFER/Guenter Hofer/SchwabenPress





