Harry und Meghan: Viele US-Projekte blieben hinter den Erwartungen

Harry und Meghan: Viele US-Projekte blieben hinter den Erwartungen

Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) verlassen Kalifornien. Noch vor Ende August soll die Familie nach Großbritannien ziehen, die Kinder Archie (7) und Lilibet (5) sind bereits an einer Schule angemeldet, wie britische Medien übereinstimmend berichten. Mit dem Umzug rücken die Projekte in den Blick, die das Paar seit dem Abschied vom Königshaus angeschoben hat. Was ist aus ihren Plänen in den USA geworden?

Zwei Verträge als Startkapital

Anfangs sah es nach einer vielversprechenden Zeit aus. Im September 2020 unterschrieben die Sussexes über ihre Filmproduktionsfirma Archewell Productions einen exklusiven Vertrag bei Netflix, dem Vernehmen nach für rund 100 Millionen Dollar. Drei Monate später kam ein Podcast-Vertrag mit Spotify dazu, der zwischen 15 und 25 Millionen Dollar beziffert wurde.

Und die Rechnung, mit ihrer persönlichen Geschichte Erfolg zu haben, ging zunächst auf. Das Oprah-Interview 2021 wurde weltweit gesehen, die Netflix-Doku „Harry & Meghan“ über ihr Privatleben war 2022 ebenfalls ein Quotenerfolg. Harrys Autobiografie „Reserve“ verkaufte sich ab Januar 2023 mehr als sechs Millionen Mal.

Wenn der Stoff ausgeht

Danach wurde es zäher. Sobald das Paar nicht mehr selbst das Thema war, ließ das Interesse spürbar nach. Die Netflix-Formate „Live to Lead“ und „Heart of Invictus“ blieben ohne großes Echo, die fünfteilige Serie „Polo“ schaffte es nicht in die globalen Top Ten und bekam wenig Kritikerzustimmung. Die Animationsserie „Pearl“ strich Netflix schon 2022, die angekündigte Verfilmung des Romans „Meet Me at the Lake“ kam während der ursprünglichen Vertragslaufzeit nicht zustande.

Im August 2025 verlängerte Netflix den Vertrag zu anderen Bedingungen. Der neue Mehrjahresvertrag ist ein First-Look-Deal, der Streamer bekommt also nur noch ein Zugriffsrecht und muss nicht mehr alles abnehmen. Die „New York Times“ stufte ihn als weniger wert ein als den Vorgänger.

Bei Spotify wurde es noch schwieriger. Meghans Podcast „Archetypes“ brachte es 2022 auf zwölf reguläre Folgen, im Juni 2023 gaben beide Seiten ihre Trennung bekannt. Spotify-Manager Bill Simmons machte seinem Ärger über die Zusammenarbeit danach öffentlich Luft.

Meghans Marke brauchte mehrere Anläufe

Auch neben dem Streaming lief nicht alles nach Plan. Die Mentoring-Aktion 40×40 zum 40. Geburtstag der Herzogin verschwand wieder aus der Öffentlichkeit, das Kinderbuch „The Bench“ schaffte es zwar auf die Bestsellerliste der „New York Times“, kassierte von britischen Kritikern aber Verrisse.

Ihre Lifestyle-Marke stellte Meghan im März 2024 als American Riviera Orchard vor und benannte sie im Februar 2025 in As Ever um. Einzelne Produkte waren rasch ausverkauft und das Medienecho groß, andere Produkte allerdings auch ständig verfügbar. Die Netflix-Serie „With Love, Meghan“, in der Meghan mit Freunden ihre Gastgeberinnenqualitäten – mit ihren eigenen Produkten – zur Schau stellte, lief zwei Staffeln lang. Im Januar 2026 hieß es, dass sie nicht fortgesetzt wird.

„Cookie Queens“ kein Erfolg

Wie schwer sich das Paar zuletzt tat, zeigte auch der Kinostart der Archewell-Dokumentation „Cookie Queens“ in diesem Monat. Der erste Kinofilm der Firma über vier Girl Scouts, bei dem die Sussexes als ausführende Produzenten beteiligt sind, spielte am Startwochenende nur rund 354.000 Dollar in 446 Kinos ein.

Ein Schlussstrich unter Amerika und ihre dort begonnenen Projekte ist Harry und Meghans Rückkehr aber nicht. Das Anwesen in Montecito behalten sie, Archewell Productions arbeitet weiter und auch bei As Ever kann man nach wie vor einkaufen. Am Status als nicht arbeitende Mitglieder der Royal Family soll sich auch nichts ändern, die beiden müssen also weiterhin selbst für ihr Einkommen sorgen.

(eyn/spot)

Bild: Herzogin Meghan und Prinz Harry leben seit 2020 in Kalifornien. / Quelle: Janet Mayer/INSTAR/ddp images

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