Prinz George (12) hat das Herrenfinale von Wimbledon in Anzug und Krawatte verfolgt, und das mitten in einer Hitzewelle im Vereinigten Königreich. Um sich Abkühlung zu verschaffen, griff der älteste Sohn von Prinzessin Kate (44) und Prinz William (44) auf der Tribüne zu Wasser, Strohhut und Handventilator.
Am Sonntag (12. Juli) nahm die Familie in der ersten Reihe der Royal Box am Centre Court Platz. Auf dem Programm stand das Endspiel zwischen Jannik Sinner (24) und Alexander Zverev (29). Neben George saßen seine Schwester Prinzessin Charlotte (11) sowie die Eltern. Kate ist Schirmherrin des All England Lawn Tennis and Croquet Club und sitzt bei den Finals traditionell an diesem Platz.
Bei Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad blieben George und William trotzdem bei Anzug und Krawatte. Zeitweise setzten alle vier Familienmitglieder Sonnenbrille und Sonnenhut auf.
Strenge Kleiderordnung in der Royal Box
Warum sich George so förmlich kleidete, hat mit seinem Sitzplatz zu tun. Die Royal Box ist ein exklusiver Bereich mit 74 Plätzen auf der Tribüne des Centre Court. Die Einladungen dorthin verschickt der Vorsitzende des All England Club persönlich.
Wer hier Platz nimmt, ist an einen Dresscode gebunden. Auf der Wimbledon-Website heißt es dazu: „Protokoll – die Kleidung ist elegant, Anzug/Jackett und Krawatte usw. Damen werden gebeten, keine Hüte zu tragen, da diese tendenziell die Sicht der dahinter Sitzenden versperren.“
Bei Hitze wird die Verbotsliste gelockert
Wie das „People“-Magazin schreibt, werden die Vorgaben bei extremen Witterungsverhältnissen in Wimbledon gelockert. Kate wurde 2022 mit einem Sonnenhut im Publikum des Damenfinales gesichtet, auch Royals wie Prinzessin Beatrice (37) trugen bereits Hüte, die der Veranstaltungsort gegen die Hitze zur Verfügung stellte.
Auch beim jüngsten Herrenfinale galt das Hutverbot nicht mehr. Und dennoch trugen George und Charlotte die von Wimbledon bereitgestellten Hüte, zu erkennen am grün-violetten Hutband. Kate hatte ihren eigenen Sonnenhut dabei. Die Damen nutzen zusätzlich Fächer.
Kinder in der Royal Box sind eine Ausnahme
Dass George und Charlotte überhaupt in dem exklusiven Bereich saßen, ist ebenfalls bereits eine Regelbeugung. Normalerweise haben Kinder dort keinen Zutritt.
Wie streng diese Vorgabe früher ausgelegt wurde, zeigt ein Fall aus dem Jahr 1999. Katharine, die Herzogin von Kent, wollte damals zwei junge Freunde der Familie mit in die Royal Box nehmen. Das berichtete seinerzeit der „Guardian“. Ihr zehnjähriger Patensohn bekam grünes Licht, für den zwölfjährigen Sohn einer Freundin sahen die Organisatoren jedoch keinen Platz. Die Herzogin, die mit Prinz Edward, dem Herzog von Kent, verheiratet war und im vergangenen Jahr starb, sei „zutiefst verletzt“ gewesen und habe sogar über einen Boykott der Royal Box nachgedacht.
John Curry, damals Vorsitzender des All England Lawn Tennis and Croquet Club, entschuldigte sich, blieb aber bei der Linie: Nur Kinder der königlichen Familie dürften dort sitzen. „Aufgrund der Nachfrage nach Plätzen in der Royal Box bitten wir darum, dass abgesehen von Kindern der königlichen Familie keine Kinder eingeladen werden, da sie andere würdige Personen ausschließen, von denen viele einen Beitrag zum Tennis leisten“, sagte Curry.
(ili/spot)
Bild: Prinz George trotzte der Hitze mit Hut und Handventilator. / Quelle: imago/i Images / Stephen Lock / i-Images





