Es gab Phasen, in denen Bushido (47) die eigene Wohnungstür kaum noch öffnete. Wie schlimm seine Angstzustände zeitweise wurden, hat der Rapper jetzt in der aktuellen Folge des Podcasts „Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“ geschildert. Zwei Belastungen kamen damals zusammen: die schwere Ehekrise mit seiner Frau Anna-Maria (44) und der lebensgefährliche Unfall des gemeinsamen Sohnes.
„Du weißt selbst, dass bei mir meine Angstzustände extrem schlimm waren, dass ich teilweise nicht rausgegangen bin“, sagt der 47-Jährige zu seiner Ehefrau. Meist behielt er diese Zustände für sich. Anna-Maria bekam davon eigenen Angaben zufolge nichts mit und deutete sein Verhalten als Teilnahmslosigkeit, was die Ehe der beiden zusätzlich massiv belastete.
Ein Schweigen, das die Ehe belastete
Der Druck in der Trennungsphase war für ihn enorm. Vom vergangenen Frühherbst an lebten Anis Ferchichi, so sein bürgerlicher Name, und Anna-Maria rund ein halbes Jahr getrennt. Die Angst habe damals auf ihm gelegen „wie eine Bleiweste bei der Röntgenaufnahme“. Erst spät zog er die Konsequenz – und durchbrach sein Schweigen. Im vergangenen Jahr suchte er seine Therapie an sieben Tagen die Woche auf. Auch heute sitzt er noch einmal pro Woche bei seiner Therapeutin.
Ein Gedanke ließ ihn dabei nicht los: seine Frau zu verlieren und die Kinder künftig ohne beide Eltern aufwachsen zu sehen. Zwar hatte er eine eigene Wohnung bezogen, morgens stand er aber oft schon kurz vor sechs Uhr wieder bei seiner Familie auf der Matte. Die Kinder sollten gar nicht erst mitbekommen, dass ihr Vater die Nächte woanders verbrachte.
Auf die ohnehin fragile Lage legte sich ein weiterer Schock. Sohn Djibi, heute zwölf Jahre alt, verunglückte in einem Sommerurlaub schwer. Der Junge stürzte von einem sogenannten Wasser-Sofa, das ein Boot hinter sich herzog. Ein Seil verletzte seinen Arm so heftig, dass er notoperiert werden musste. So ein Erlebnis nehme einem die „positive Naivität“, sagt Bushido im Podcast. Danach falle es schwer, morgens unbeschwert vor die Tür zu treten und einfach darauf zu vertrauen, dass schon nichts passieren werde. Genau dieses Gefühl kennt er aus seinem eigenen Kampf mit der Angst.
Zur Ruhe kam er beruflich in dieser Zeit ebenfalls nicht. Mitten in der Trennung saß er für „Deutschland sucht den Superstar“ vor der Kamera und musste lange Drehtage und vertragliche Verpflichtungen bewältigen. Seine Söhne Djibi und Issa hatte er im Hotel dabei. Wenn ihn die Tränen überkamen, zog er sich ins Badezimmer zurück, damit die Kinder nichts bemerkten.
Zurück zueinander
Heute liegt die Krise hinter dem Paar. Bushido und Anna-Maria leben mit ihrer Familie in Grünwald bei München und reden nach eigener Aussage inzwischen offener über Gefühle und seelische Belastungen. „Es ist etwas Gutes aus der Krise hervorgegangen“, sagt der Rapper. Das Familienleben habe sich wieder gefangen. Schon im Mai hatte Anna-Maria erklärt, beide seien in einem ganz normalen Elternalltag angekommen. Mehr hätten sie sich gar nicht gewünscht.
(dr/spot)
Bild: Kämpft seit längerem mit psychischen Problemen: der ehemalige Gangsta-Rapper Bushido / Quelle: imago/Panama Pictures / Christoph Hardt

