Jetzt ist es amtlich: Prinz Harry (41) wird während seines Besuchs in Großbritannien nicht im Buckingham-Palast übernachten. Damit endet ein tagelanges Hin und Her – ausgerechnet am Morgen, an dem Harrys Team noch das Gegenteil verkündet hatte. Der Herzog von Sussex habe eine entsprechende Einladung von König Charles III. (77) angenommen, hieß es zunächst. Wenige Stunden später stellte der Palast klar: Daraus wird nichts, wie die „BBC“ berichtet.
Nach Angaben von Palastquellen hatte Harry das Angebot einer Unterkunft in einer königlichen Residenz nicht fristgerecht angenommen – die Frist lief am Ende der vergangenen Woche ab. Übers Wochenende sei ihm mitgeteilt worden, dass eine Übernachtung im Buckingham-Palast nun nicht mehr möglich sei. Der Palast benötige eine gewisse Mindestvorlaufzeit, um einen Gast unterzubringen und das nötige Personal des königlichen Haushalts bereitzustellen.
„Zurückgezogen“ und enttäuscht
Harrys Seite sieht die Sache anders. Trotz der eigenen Ankündigung vom Morgen sei das Angebot „zurückgezogen“ worden, erklärte ein Sprecher des Prinzen laut dem britischen Sender. Eine Entscheidung, die man als enttäuschend empfinde.
So endet vorerst eine Diskussion, die die Öffentlichkeit seit rund zehn Tagen begleitet. Im Kern dreht sie sich nicht um ein Gästezimmer, sondern um Sicherheit: Der vom Steuerzahler finanzierte Polizeischutz für Harry und seine Familie steht seit Tagen im Zentrum eines zähen Ringens. Die „Daily Mail“ berichtete zuletzt, die Verhandlungen hätten den Herzog zu Tränen gerührt.
Ohne Meghan und die Kinder
Fest steht: Nach London reist Harry allein. Herzogin Meghan (44) sowie die gemeinsamen Kinder Archie (7) und Lilibet (5) bleiben zunächst fern, nachdem feststand, dass die Familie keinen steuerfinanzierten Polizeischutz erhält. Möglich ist aber, dass Meghan und die Kinder später in der Woche in Birmingham dazustoßen, wo im kommenden Jahr die Invictus Games ausgetragen werden. Für den Wettbewerb und mehrere wohltätige Termine ist Harry überhaupt angereist.
In Birmingham will der Herzog dem „BBC“-Bericht zufolge das Kinderkrankenhaus der Stadt sowie das National Exhibition Centre besuchen, den künftigen Austragungsort der Spiele. Für den späteren Teil der Reise war zudem ein Abstecher nach Althorp im Gespräch – dem Familiensitz von Harrys Mutter Diana (1961-1997). Dort, so hieß es, wollte er Frau und Kinder zu ihrem privaten Grab führen. Ob König Charles bei alldem seine beiden Enkel wiedersieht, die er seit vier Jahren nicht persönlich getroffen hat, ist offen.
Streit reicht bis 2020 zurück
Der Konflikt um Harrys Sicherheit ist nicht neu. Er reicht bis zu seinem Rückzug als hochrangiges Mitglied der königlichen Familie im Jahr 2020 zurück, als der Prinz mit seiner Familie in die USA zog. Seitdem wehrt er sich gegen die Entscheidung eines zuständigen Gremiums, seinen Schutz als nur noch seltener Besucher von Fall zu Fall zu bewerten.
Dass ihn dieser Streit umtreibt, hatte Harry deutlich gemacht. Der „BBC“ sagte er 2025, er könne sich „keine Welt vorstellen, in der ich meine Frau und meine Kinder zum jetzigen Zeitpunkt zurück nach Großbritannien bringen würde“. Zuletzt gemeinsam im Vereinigten Königreich waren Harry und Meghan 2022, zur Beerdigung von Königin Elizabeth II. Seither kam Harry stets allein; im vergangenen September traf er seinen Vater.
(ili/spot)
Bild: Prinz Harry übernachtet nun doch nicht im Londoner Palast / Quelle: imago images/i Images / Stephen Lock



