Glanz, Diamanten und Diplomatie: Beim Staatsbankett im Élysée-Palast hat Thailands Königin Suthida Bajrasudhabimalalakshana (48) am Montagabend alle Blicke auf sich gezogen. Zu einem von der traditionellen thailändischen Tracht inspirierten Ensemble trug sie ein üppiges Diamantcollier, das viele Beobachter als Hommage an Königinmutter Sirikit lasen. Empfangen wurden König Maha Vajiralongkorn, Rama X. (73), und seine Frau von Staatspräsident Emmanuel Macron (48) und dessen Ehefrau Brigitte (73).
Ein Staatsbesuch mit Symbolkraft
Der Besuch hat historisches Gewicht. Frankreich und Thailand begehen in diesem Jahr den 170. Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen. Für das thailändische Königspaar ist es der erste Staatsbesuch in Frankreich seit jenem von König Bhumibol Adulyadej und Königin Sirikit, die 1960 von General de Gaulle empfangen worden waren – und zugleich der erste Staatsbesuch in Europa während der Regentschaft von Rama X. Begleitet wurde der Monarch von Premierminister Anutin Charnvirakul, der bereits im Mai zu einem Arbeitsbesuch in Frankreich gewesen war.
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Nach Angaben des Élysée-Palasts trafen die Majestäten zunächst am Hôtel national des Invalides ein, ehe sie im Präsidentenpalast eine Präsentation historischer Archivstücke zur französisch-thailändischen Geschichte erlebten und anschließend zum Staatsbankett geladen wurden. Der Gegenbesuch knüpft an Macrons Thailand-Reise von 2022 an. „Erfreut, Ihre Majestäten König Maha Vajiralongkorn und Königin Suthida Bajrasudhabimalalakshana von Thailand zu ihrem ersten europäoischen Staatsbesuch in Frankreich zu empfangen“, schrieb Macron auf der Plattform X.
Einen großen Auftritt beim Staatsbankett hatte das Schmuckstück um Suthidas Hals. Seine Ähnlichkeit mit dem historischen Diamant-Rivière-Collier, das Königin Sirikit auf zahlreichen Staatsbesuchen getragen hatte, blieb laut „Hola!“-Magazin Beobachtern nicht verborgen. Ursprünglich war das Collier für Königin Saovabha Phongsri gefertigt worden; Sirikit ließ es in den 1960er-Jahren wiederaufleben. Dass Suthida ausgerechnet zu diesem Stück griff, las sich für viele wie eine bewusste Hommage an Königinmutter Sirikit. Suthida verfügt „Hola!“ zufolge über einige der bedeutendsten Juwelen der Chakri-Dynastie – Stücke, die einst Königin Sirikit getragen hat und die den größten Staatsanlässen vorbehalten sind.
Für einen weiteren Hingucker des Staatsbanketts sorgte der Gastgeber selbst: Macron trat erneut mit seiner inzwischen berühmten Aviator-Sonnenbrille auf der Treppe des Élysée auf – jenem Modell, das im Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos viral gegangen war. Erneut soll „ein Problem am Auge“ der Grund für die Sonnenbrille sein, berichtet „Le Parisien“.
Prinzessin Sirivannavari an der Seite ihres Vaters
Für einen vielbeachteten Moment des Abends sorgte Prinzessin Sirivannavari (39). Während sich der Zug durch den Palast bewegte, hielt sie kurz inne, tauschte ein Lächeln mit ihrem Vater und posierte für die Fotografen – eine kleine Geste, die gemäß „Hola!“ mit dem sonst strengen Protokoll des thailändischen Hofes brach. Die Prinzessin gilt als vergleichsweise öffentlichkeitsnah: Auf Instagram folgen ihr nahezu 300.000 Menschen, denen sie gelegentlich private Einblicke in das royale Leben gewährt.
Mit dem Bankett ist die Reise noch nicht zu Ende. Das Königspaar will mehrere bekannte Pariser Sehenswürdigkeiten besuchen, ehe der Staatsbesuch in Toulouse mit einer Besichtigung der Airbus-Werke ausklingt.
(jom/spot)
Bild: Königin Suthida (li.) neben Rama X., Emmanuel und Brigitte Macron sowie Prinzessin Sirivannavari. / Quelle: Imago Images/ABACAPRESS / Lafargue Raphael




