Lilly Becker (50) war, ist und bleibt wohl für immer ein Stück weit mit Boris Becker (58) verbunden – nicht zuletzt durch den Nachnamen, den sie auch nach der Scheidung nicht abgelegt hat, und natürlich vor allem durch den gemeinsamen Sohn Amadeus (16). Doch die zweite Ehefrau des deutschen Tennishelden hat in den vergangenen Jahren versucht, sich bewusst von ihrem berühmten Ex zu emanzipieren. Dabei strahlt das Model eine neue Gelassenheit aus.
Sharlely Kerssenberg, wie Lilly Becker bürgerlich heißt, erlebte schon in der Kindheit einen schweren Verlust: Ihre Eltern kamen bei einem Autounfall ums Leben, sie wuchs zunächst bei ihren Großeltern auf, später zog sie mit ihrer Schwester zu Onkel und Tante nach Amsterdam. Was aus dieser Kindheit blieb, ist eine Zähigkeit, die ihr späteres Leben prägen sollte.
Den Weg ins Rampenlicht fand die Niederländerin über das Modeln. Im September 2005 lernte sie dann in einer Pizzeria in Miami Boris Becker kennen. Zu dem Zeitpunkt war Lilly bereits von ihrem ersten Ehemann getrennt, einem US-amerikanischen Medienunternehmer, den sie 2003 geheiratet hatte; auch Becker hatte bereits eine Ehe (mit Barbara) hinter sich.
Traum von der Familie zerbrach 2018
Die Beziehung zwischen Lilly und dem Sportler verlief turbulent. 2008 trennten sich die beiden sogar, und Boris Becker verlobte sich zwischenzeitlich mit Sandy Meyer-Wölden (43). Dennoch fanden sie wieder zusammen, und im Februar 2009 verkündeten die beiden bei „Wetten, dass..?“ ihre Verlobung. Die Hochzeit im Juni desselben Jahres in St. Moritz war eines der größten Promi-Ereignisse des Jahres. Ein Jahr darauf kam Sohn Amadeus zur Welt – und alles schien perfekt.
Doch im Mai 2018 verkündete das langjährige Paar dann die Trennung. Heute sieht Lilly Becker, die seit 2022 mit Sportmanager Thorsten Weck liiert ist, das Thema Heirat mit Abstand: „Wenn ich nochmal heirate, wird es ein bisschen intimer. Und für mich selbst“, verriet sie im Frühjahr gegenüber „Gala“. „Ich bin älter, es würde persönlicher werden.“ Mit ihrem neuen Partner zeigt sie sich nur selten auf Events – wohl auch eine bewusste Abkehr von ihrer sehr öffentlich geführten Ehe.
Die Jahre nach der Trennung verliefen alles andere als ruhig. Lilly Becker machte durch juristische Auseinandersetzungen und öffentliche Vorwürfe Schlagzeilen, arbeitete aber auch an einem neuen Leben. Während Boris Becker 2024 zum dritten Mal heiratete und im November 2025 mit Lilian de Carvalho Monteiro sein fünftes Kind bekam, feilte sie an ihrer eigenen Präsenz in der deutschen Öffentlichkeit. Anfang 2025 gewann sie die RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Es folgten weitere Auftritte in TV-Shows wie „Das große Geo-Quiz“, „Grill den Henssler Sommer-Special“ und „Raabs Pokernacht“.
Die Vierziger schloss sie mit einem „Bang“ ab
Zudem kehrte sie 2025 nach 17 Jahren England den Rücken und zog mit ihrem Sohn von London nach Düsseldorf. „Ich habe meinem Bauchgefühl gefolgt, es war die richtige Zeit“, sagte sie gegenüber spot on news. Deutschland sei ihr stets wohlgesonnen gewesen. Den Umzug habe sie gut durchdacht: „Es geht nicht nur um mich, ich habe auch noch eine andere Person, für die ich verantwortlich bin.“ Auch mit ihrem Cover für die Oktober-Ausgabe des deutschen „Playboy“ setzte sie ein Zeichen für ihren neuen Lebensabschnitt. „Ich dachte mir: Fuck it, ich sehe gut aus, ich habe meine ganzen Vierziger hart gearbeitet und viel gekämpft und wollte sie einfach mit einem ‚Bang‘ abschließen. Ab jetzt will ich nur noch genießen.“ Es gebe nun eine neue Frau, und Lilly Becker betonte: „Ich sehe mich als selbstbewusste, starke Mutter, Frau und Unternehmerin.“
(ae/spot)
Bild: Lilly Becker ist gern gesehener Gast bei Veranstaltungen. / Quelle: imago images/Panama Pictures/Christoph Hardt




