Einfach das anziehen, was einem gefällt? Wenn das nur so leicht wäre! 28 Prozent der Frauen in Deutschland geben in einer aktuellen Umfrage an, lieber auf den „idealen Körper“ zu warten, bevor sie sich das zutrauen. Bei den 18- bis 34-Jährigen sind es sogar 36 Prozent. Mehr als jede Dritte aus dieser Altersgruppe verbirgt zudem ihr wahres Fashion-Ich, weil sie sich unsicher fühlt, wie sie Kleidung kombinieren soll, und jede Vierte fürchtet die Blicke und Kommentare anderer.
Wie modemutig sind deutsche Frauen?
Mehr als 2.000 Frauen in Deutschland ab 18 Jahren haben Steffen Schraut und QVC zu ihrem modischen Selbstbewusstsein befragt. Besonders ausgeprägt ist es demnach nicht: 45 Prozent geben an, durchschnittlich modemutig zu sein. Nur jede Zehnte der Befragten zwischen 18 und 34 Jahren bezeichnet sich als sehr modemutig, bei den über 55-Jährigen sogar nur noch sechs Prozent.
Lob regnet es hingegen für die europäischen Nachbarinnen. 34 Prozent der deutschen Frauen bewundern die Italienerinnen für ihren Look und würden ihn gern selbst tragen. Direkt dahinter folgen die Französinnen als Vorbilder (30 Prozent). Doch was machen sie vermeintlich besser? Mut zur Farbe statt immer nur Beige oder Schwarz, sagen 46 Prozent der Befragten. „Sie investieren mehr Zeit und Mühe, um sich optimal zu präsentieren“, urteilen 40 Prozent. Und mehr als ein Viertel findet es gut, dass sie die Bequemlichkeit links liegen lassen und sich lieber modisch kleiden.
Ist die innere Kritikerin zu laut, leidet die Styling-Freude
Bei den deutschen Frauen sitzt die größte Hürde indes im eigenen Kopf. 45 Prozent geben zu, von ihrer inneren Kritikerin gebremst zu werden. Und die wird in der Umkleidekabine laut: „Dafür müsste ich erst abnehmen“, denkt jede Dritte zwischen 35 und 54 Jahren, wenn sie ein neues Teil anprobiert. Für ein Drittel der über 55-Jährigen ist es vor allem die Frage „Steht mir das noch?“, die modische Zweifel weckt.
„Die Zahlen erinnern an etwas, das die Modeindustrie oft vergisst: Spaß an schöner Kleidung beginnt mit einer positiven inneren Haltung“, sagt Designer Steffen Schraut. „Wir sollten Frauen viel mehr darin bestärken, zu sich selbst zu stehen und sich auszudrücken. Sie leisten heute unfassbar viel. Mode sollte sie nicht in Zweifel stürzen, sondern zum Strahlen bringen.“ Mit seiner aktuellen Kampagne „Courage is my Favorite Fashion – Wear your attitude!“ setzt er sich aktiv für dieses neue Selbstbewusstsein ein.
Mut-Influencerin und Coach in Veränderungsprozessen Simone Gerwers („What if? Vom Mut zur Veränderung“), die die Umfrage begleitet, sieht darin eine gesellschaftliche Aufgabe: „Frauen lernen früh, sich selbst zu bewerten, bevor sie sich zeigen. Auch wenn es manchmal schwerfällt, sich davon zu lösen: Wir sollten uns die Erlaubnis geben, wieder mehr Raum einzunehmen. Wenn die Selbstachtung stimmt, überträgt sich das auch nach außen.“
Für die Studie „Discover your Courage: Shopping-Vernunft versus Self Expression – wie mutig sind wir?“ befragte das Marktforschungsinstitut Bonsai mehr als 2.000 Frauen ab 18 Jahren. Die repräsentative Onlinebefragung wurde im April 2026 durchgeführt.
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Bild: Steffen Schraut will Frauen zu mehr Selbstbewusstsein ermutigen. / Quelle: QVC Deutschland



