Die schwedischen Royals zählen zu den beliebtesten Königshäusern weltweit. Einen wesentlichen Anteil daran haben König Carl XVI. Gustaf (80) und Königin Silvia (82), die mit ihrer beständigen Ehe das Fundament der Königsfamilie bilden. Bereits zu Beginn ihrer Beziehung setzten sie sich gegen Widerstände durch und erwiesen sich auch in den folgenden Jahrzehnten als eingespieltes Team für die Krone.
In München nahm ihre Liebe ihren Anfang
Kennengelernt hatten sich der damalige Kronprinz und die gebürtige Heidelbergerin Silvia Sommerlath bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München, wo sie als Chefhostess und Übersetzerin arbeitete. Bis zur Verlobung vergingen allerdings noch vier Jahre. Das hatte seinen Grund: Eine Heirat zwischen einem schwedischen König und einer Bürgerlichen war seit mehr als vier Jahrhunderten nicht mehr vorgekommen, und der Schritt galt gesellschaftlich wie politisch als heikel – zumal Silvia auch noch Deutsche war. Carl Gustaf, seit September 1973 auf dem Thron, entschied sich dennoch für die Liebe. Am 12. März 1976 gab das Paar seine Verlobung bekannt. Die Hochzeit fand wenige Monate später, am 19. Juni 1976, in der Stockholmer Storkyrka statt.
Ein Enthüllungsbuch schlägt Wellen
Die Schweden schlossen ihre neue Königin nach den anfänglichen Bedenken dann rasch ins Herz. Das Paar wurde mit seinen drei Kindern – Kronprinzessin Victoria (48), Prinz Carl Philip (47) und Prinzessin Madeleine (44) – zur Vorbildfamilie. Umso größer war das Entsetzen in Schweden, als 2010 in dem Buch „Der widerwillige Monarch“ ein ganz anderes Bild vom König gezeichnet wurde. Darin wurden Carl Gustaf außereheliche Eskapaden und Nachtclubbesuche vorgeworfen. Das Königshaus drohte in eine handfeste Krise zu rutschen, doch Königin Silvia stellte sich öffentlich hinter ihren Mann und rettete damit womöglich sogar die Monarchie.
Auch Turbulenzen rund um seine Kinder überwand das Paar mit Fassung. Kronprinzessin Victoria litt mit Anfang 20 an einer Essstörung, fernab der schwedischen Öffentlichkeit konnte sie in den USA wieder zu neuen Kräften finden. Auch die Beziehung zu ihrem Fitnesstrainer sorgte für Wirbel und soll Carl Gustaf erst gar nicht gefallen haben. Schließlich lenkte er dann doch ein – und die Thronfolgerin durfte ihre große Liebe Daniel (52) heiraten.
Sohn Carl Philip wählte ebenfalls eine zunächst umstrittene Verbindung mit dem einstigen Bikinimodel Sofia (41). Das Paar trotzte allen Unkenrufen und hat sich mit seinen vier Kindern zu einer sympathischen Stütze für die Krone entwickelt.
Und auch Nesthäckchen Madeleine lieferte mit ihrem Privatleben Gesprächsstoff. Im April 2010 wurde ihre Verlobung mit dem Anwalt Jonas Bergström aufgelöst. Mit Geschäftsmann Chris O’Neill (51) fand die Prinzessin dann doch noch ihr Glück. Nach Jahren im Ausland kehrte die Familie 2024 zurück nach Schweden, und Madeleine ist wieder häufiger für das Königshaus im Einsatz.
Feierlichkeiten wurden vorverlegt
Inzwischen sind Carl Gustaf und Silvia auch neunfache Großeltern. Das jüngste Enkelkind, Prinzessin Ines (1), kam im Februar 2025 zur Welt. Bei der Taufe am 13. Juni 2025 präsentierten sich die Royals als glückliche und stabile Großfamilie. Genau ein Jahr später beging das Königspaar in Stockholm die offiziellen Feierlichkeiten anlässlich der Goldenen Hochzeit – eine Woche vor dem eigentlichen Jahrestag, da der 19. Juni auf Mittsommerabend fällt.
(ae/spot)
Bild: Königin Silvia und König Carl XVI. Gustaf sind seit dem 19. Juni 1976 verheiratet und genießen bei vielen Schweden großes Vertrauen. / Quelle: imago/TT / Jonas Ekströmer/TT







